3. ProTour-Titel für Luke Humphries bei Players Championship 28 in Leicester – deutsche Starter scheitern erneut früh

PDC
Mittwoch, 26 August 2026 um 20:24
Luke Humphries applaudiert dem Publikum.
Bei Players Championship 28 in Leicester setzt sich am Ende Luke Humphries durch. Der Weltranglistenzweite gewinnt das Finale mit 8:6 gegen den Nordiren Brendan Dolan und sichert sich damit seinen dritten Titel auf der ProTour in dieser Saison. Damit verpasst die Darts-Szene das erhoffte Duell zwischen Humphries und Weltmeister Luke Littler, das sich über weite Strecken des Turniers angebahnt hatte. Auch aus deutscher Sicht gibt es an diesem Tag wenig zu feiern: Von den 14 deutschen Startern erreicht keiner die Runde der letzten 16, Martin Schindler und Ricardo Pietreczko kommen als besten DACH-Vertreter immerhin bis in Runde drei.
Littler zeigt sich in den ersten Runden zunächst kämpferisch, gerät aber immer wieder in brenzlige Situationen. Gegen Stephen Rosney gewinnt er knapp mit 6:4, gegen Benjamin Pratnemer übersteht er sogar sechs Matchdarts seines Gegners. Erst danach findet der Weltranglistenerste zu seiner gewohnten Stärke zurück und fegt Martin Schindler mit einem starken Average von 107 Punkten und 6:1 vom Board.

Dolan stoppt Littler im Halbfinale

Im Halbfinale trifft Littler dann auf Brendan Dolan, den erfahrenen "Historymaker" aus Nordirland. Nach einem 1:3-Rückstand dreht Dolan die Partie und gewinnt sechs der letzten sieben Legs. Mit starker Doppelquote und einem Average von 98 Punkten sichert er sich am Ende ein verdientes 7:4 und schickt den amtierenden Weltmeister nach Hause. Für Littler bedeutet die Niederlage im Halbfinale einen weiteren Rückschlag im Rennen um die Qualifikation für die Players Championship Finals. Der 19-Jährige hatte sich für die Woche in Leicester vorgenommen, wichtige Punkte zu sammeln, doch die Rechnung geht nicht vollständig auf.
Luke Littler
Luke Littler erreichte bei PC 27&28 ein Achtel- und Viertelfinale 
Im anderen Halbfinale setzt sich Humphries gegen den Belgier Mike de Decker durch. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernimmt Cool Hand Luke in der Mitte der Partie die Kontrolle und bringt die Führung sicher ins Ziel. Mit 7:4 beendet er den Traum des World-Grand-Prix-Siegers von 2024 auf den Finaleinzug.

Enges Finale mit starkem Schlussspurt

Das Endspiel zwischen Humphries und Dolan beginnt zunächst auf überschaubarem Niveau. Beide Spieler bewegen sich in der Anfangsphase bei einem Average von nur Mitte 80 Punkten, nach vier Legs steht es entsprechend ausgeglichen 2:2. Im weiteren Verlauf entwickelt sich die Partie dennoch zu einem echten Krimi. Dolan kämpft sich mehrfach zurück und geht bei 60 Rest sogar mit zwei Matchdarts in Führung, vergibt diese jedoch. Humphries nutzt seine Chance und zieht mit einem 15-Darter auf 7:5 davon. Dolan verkürzt zwar noch einmal auf 6:7, doch im entscheidenden letzten Leg lässt Humphries bei eigenem Anwurf nichts mehr anbrennen. Mit einem starken Finish auf 41 Rest checkt er zum 11-Darter und sichert sich den 8:6-Erfolg sowie den Turniersieg.

Deutsche Starter scheitern früh

Für die 14 deutschen Teilnehmer verläuft das Turnier insgesamt enttäuschend. Bereits in Runde eins scheiden mit Marvin Kraft, Gabriel Clemens, Daniel Klose und Lukas Wenig gleich vier Spieler aus. Klose erwischt gegen Maik Kuivenhoven zunächst einen starken Start und führt mit 5:1, verliert dann aber überraschend fünf Legs in Folge. Auch Niko Springer muss sich trotz des höheren Averages Raymond van Barneveld geschlagen geben.
Am weitesten kommt Martin Schindler. Die deutsche Nummer eins überzeugt in Runde eins mit einem 110er-Average gegen Jack Aldridge und setzt sich in Runde zwei auch gegen Michael Smith durch. Erst Luke Littler stoppt den Höhenflug des Strausbergers in Runde drei mit einem deutlichen 6:1. Ricardo Pietreczko scheitert im gleichen Stadium knapp mit 4:6 am Tschechen Karel Sedlacek, obwohl Pikachu selbst einen Average von über 100 Punkten spielt.
Einen besonderen Erfolg verbucht Arno Merk. Mit einem 6:3-Sieg im deutschsprachigen Duell gegen den Schweizer Stefan Bellmont sichert sich der 33-Jährige eine PDC Tour Card und bleibt zumindest theoretisch im Rennen um die Qualifikation für die Players Championship Finals. Gegen Michael van Gerwen ist für ihn in Runde zwei dann aber Endstation.
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