Gerwyn Price hat seine körperliche Transformation in neues Selbstvertrauen auf der Darts-Bühne umgemünzt. Der ehemalige Weltmeister hat in der vergangenen Zeit sechzehn Kilo abgenommen und merkt, dass die Veränderungen nicht nur seinem Körper, sondern auch seinem Spiel zugutekommen.
Gerwyn Price mit neuem Selbstvertrauen
Der Waliser, bekannt als „The Iceman“, senkte sein Gewicht von 104 auf etwa 88 Kilo. Das gelang ihm vor allem durch regelmäßiges Training im Fitnessstudio und den Verzicht auf ungesunde Snacks. Laut Price wirkt sich der neue Ansatz direkt auf seine Leistungen aus.
„Als ich angefangen habe, lag ich bei rund 104 Kilo und jetzt bin ich bei etwa 88. Ich bin froh, dieses Gewicht los zu sein, und ich fühle mich deutlich besser. Das gibt mir viel mehr Selbstvertrauen“, erklärte er
bei Red Dragon Darts.
Der Waliser steht in der Premier League aktuell auf Rang 4
Auch kleine Veränderungen, wie eine andere Kleidergröße, tragen laut Price zu seinem positiven Gefühl bei. „Wenn ich eine Hose in Größe 34 statt 36 anziehe, fühle ich mich noch besser.“
Neben dem Gewichtsverlust betont Price die Bedeutung einer aktiven Vorbereitung. Regelmäßiges Training hilft ihm körperlich und mental, scharf am Oche zu stehen.
„Je mehr ich im Vorfeld von Spielen trainiere, desto besser scheine ich zu spielen. Du weißt, wie es ist, wenn du ins Fitnessstudio gehst. Wenn du rauskommst, fühlst du dich einfach besser für den Rest des Tages.“
Den Unterschied spürt er besonders, wenn er eine Einheit auslässt. „Wenn ich eine Session verpasse oder erst um zehn Uhr aus dem Bett rolle, ohne ins Fitnessstudio zu gehen, dann fühlst du dich einfach anders. Dann fühlt man sich träge. Aber wenn ich um sieben Uhr im Fitnessstudio stehe, das abarbeite und danach nach Hause gehe und meine Proteine nehme, dann spürst du, dass dein Tag gut beginnt.“
Klügere Entscheidungen statt strenger Diät
Price betont, dass seine Veränderung nicht aus einer strengen Diät oder komplizierten Ernährungsplänen stammt. Seiner Ansicht nach geht es vor allem um bewusste Entscheidungen.
„Ich mache kein Meal Prep. Ich esse einfach zum Beispiel bei Nando’s oder Wagamama’s. Wenn du bei Nando’s isst, ist das überhaupt kein schlechtes Essen. Es ist einfach Hähnchen.“
Den größten Gewinn sieht er im Verzicht auf Zwischenmahlzeiten. „Es geht vor allem darum, die Dinge zwischendurch wegzulassen. Chips, Schokolade und Haribo's, es geht einfach darum, solches Junkfood zu vermeiden.“
Einer der schwierigsten Momente bleibt laut Price das Essen nach Spielen. „Spätabends zu essen, wenn du gerade gespielt hast, ist am schwierigsten, vor allem, wenn du hungrig bist. Dann geht es einfach darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“
Allmähliche Veränderung auf der Tour
Price glaubt, dass sein Gewichtsverlust gut ausgefallen ist, weil er schrittweise erfolgte, während er ganz normal weiter auf der Tour spielte.
„Ich denke, es kann anders sein, wenn man zu schnell abnimmt. Wenn du so oft spielst, wie ich und Luke Humphries, merkst du den Unterschied eigentlich nicht so, weil es allmählich passiert.“
Dem Waliser zufolge hilft der konstante Spielrhythmus, sich an seinen neuen Körper zu gewöhnen. „Du spielst ständig und vielleicht verliere ich ein paar Kilo pro Woche. Wenn ich sechs Monate nicht gespielt und dann das Gewicht verloren hätte, wäre es vielleicht schwieriger gewesen. Aber weil ich einfach weiterspiele, während ich abnehme, gewöhnst du dich daran.“