Das asiatische Darts-Wochenende im japanischen Shizuoka hat mehrere Hauptdarsteller hervorgebracht. Die Hongkonger Dartspieler
Man Lok Leung und
Lok Yin Lee teilten sich die Titel, während der Mongole Ganzorig Lkhagvasuren Geschichte schrieb mit einem einzigartigen Triumph auf der
PDC Asian Tour.
Beim zweiten Spielwochenende der Saison, ausgetragen am 04. und 05.04., war vor allem Lok Yin Lee in Form. Der 25-jährige Dartspieler erreichte gleich drei Finals in Serie und unterstrich damit seinen starken Saisonstart. Er begann überzeugend mit einem Whitewash gegen Pin Ching Lan und verzeichnete anschließend einen Average von knapp 98 bei einem 4:1-Sieg gegen seinen Landsmann und World-Cup-Partner Man Lok Leung.
Lee setzte seinen Lauf mit Siegen über die Japaner Osamu Niki, Shoichi Yanase und Ryuta Arihara fort, wobei insbesondere sein Erfolg gegen Yanase im Decider Eindruck machte. Im Halbfinale setzte er sich mit 5:2 gegen Yan Bin Chen durch, ehe er im Finale von Turnier fünf mit 5:3 zu stark für Paolo Nebrida war, einen viermaligen WM-Teilnehmer. Ein zweiter Titel schien für Lee greifbar, doch bei Turnier sechs musste er sich Tomoya Goto beugen. Der Japaner kämpfte sich stark von einem 1:3-Rückstand zurück und entschied das Match mit Legs in 11, 13 und 14 Darts. Zuvor hatte Goto im Turnierverlauf bereits unter anderem Christian Perez und Haruki Muramatsu ausgeschaltet.
Der Sonntag begann mit einem internen Finale zwischen Leung und Lee bei Turnier sieben. Dieses Mal hatte Man Lok Leung das bessere Ende für sich. In einem Entscheidungsleg sicherte er sich seinen zweiten Asian-Tour-Titel des Jahres. Der 27-jährige Hongkonger beeindruckte im Halbfinale mit einem Average von 103 gegen Odkhuu Khundaganai, in dem er Legs von 15, 14, 11, 15 und 11 Darts spielte. Zuvor hatte er bereits knappe Siege gegen Takayuki Masatsu und Jargalsaikhan Ulziibuyan eingefahren.
Mongole sorgt für Dartshistorie
Das letzte Finale des Wochenendes brachte einen historischen Moment. Ganzorig Lkhagvasuren wurde der erste mongolische Spieler überhaupt, der einen Titel auf der PDC Asian Tour gewinnen konnte. Er startete mit zwei überzeugenden Whitewash-Siegen und bezwang anschließend seinen Landsmann Bold Chuluunbaatar. Danach setzte er sich gegen Nebrida, Bin Chen und Perez durch, bevor er im Finale Ryuta Arihara mit 5:0 überrollte.
In der Rangliste der Asian Tour hält Arihara trotz der verlorenen Finalpartie den dritten Platz. Lee und Motomu Sakai folgen auf den Rängen vier und fünf. Leung baute dank seines Titels seine Spitzenposition aus, während Muramatsu, trotz eines Averages von 106,97 in einer verlorenen Partie am Sonntag, auf Platz zwei zurückfällt. Dieser Average gilt allerdings als der höchste Verlierer-Average in der Geschichte der Asian Tour.
Am Ende der Saison qualifizieren sich
die besten fünf Spieler für die WM im ikonischen Alexandra Palace in London, wo die asiatische Elite erneut die Chance erhält, sich auf der größten Bühne zu messen. Große Namen wie Paul Lim (Platz 24), Alexis Toylo (Platz 31) und Noel Malicdem (Platz 45) liegen aktuell weit hinter den WM-Plätzen zurück. Damit muss ein Paul Lim fast 3000 Pfund Preisgeld aufholen, damit er sich noch für die WM qualifizieren kann.
PDC Asian Tour 5
Halbfinale
| Paolo Nebrida | 5-3 | Tsukasa Moritani |
| Lok Yin Lee | 5-2 | Yan Bin Chen |
Finale
| Lok Yin Lee | 5-3 | Paolo Nebrida |
PDC Asian Tour 6
Halbfinale
| Tomoya Goto | 5-1 | Christian Perez |
| Lok Yin Lee | 5-4 | Pupo Teng-Lieh |
Finale
| Tomoya Goto | 5-4 | Lok Yin Lee |
PDC Asian Tour 7
Halbfinale
| Lok Yin Lee | 5-2 | Mitsuhiko Tatsunami |
| Man Lok Leung | 5-2 | Pupo Teng-Lieh |
Finale
| Man Lok Leung | 5-4 | Lok Yin Lee |
PDC Asian Tour 8
Halbfinale
| Ganzorig Lkhagvasuren | 5-3 | Christian Perez |
| Ryuta Arihara | 5-3 | Man Lok Leung |
Finale
| Ganzorig Lkhagvasuren | 5-0 | Ryuta Arihara |