Die
Premier League Darts war einst ein fester Bestandteil des Finaltages der
PDC Darts WM. Kurz nach dem Finale und der zugehörigen Trophäenvergabe, wurden auf der größten Bühne des Sports die Teilnehmer an der PDC Elite-Liga bekanntgegeben. Dieser Ansatz hat sich im Laufe der Jahre jedoch verändert. Die PDC verkündete die Teilnehmer heutzutage später, nutzte zwischenzeitlich sogar das Masters, um den letzten Startplatz zu vergeben.
Fest steht: Die offizielle Bestätigung erfolgt auch diesmal erst zwei Tage nach dem Finale der
Darts WM. Gleichzeitig dürfte die Diskussion darüber, welche acht Spieler sich einen Platz sichern, erneut an Fahrt aufnehmen. Anfang dieser Woche bestätigte der Checkout Podcast –
wie von DartsNews berichtet –, dass die PDC weiterhin bei acht Teilnehmern bleibt. Eine Ausweitung auf zehn Spieler, wie sie zunächst angedeutet oder im niederländischen Fernsehen ins Spiel gebracht worden war, ist vom Tisch.
Premier League bleibt unverändert – Auftakt in Newcastle
Der Startschuss für die neue Premier-League-Saison fällt am 5. Februar in Newcastle. Eine Woche später schreibt Belgien Geschichte, denn dort wird erstmals ein Premier-League-Abend ausgetragen. Zwar kursierten zuletzt Spekulationen über mögliche Änderungen am Modus, doch PDC-Geschäftsführer Matt Porter räumte diese aus. Er bestätigte nicht nur den Zeitpunkt der Auslosung, sondern stellte auch klar, dass es 2026 keinerlei Anpassungen geben wird. Der Grund ist derselbe, der seit Jahren genannt wird: Die Fans wollen einen Sieger pro Abend – und die Einschaltquoten geben diesem Konzept recht.
Trotzdem kommt Kritik nicht zu kurz. Vor allem eingefleischte Dartsfans bemängeln eine gewisse Eintönigkeit, da bestimmte Duelle immer wieder stattfinden. Die PDC hält dennoch am bestehenden Format fest – und an acht Spielern. Diese acht Namen gibt der Verband am Montag, den 5. Januar, um 15:30 Uhr bei Sky Sports News bekannt.
Van Veen gesetzt, Rest des Feldes noch offen
„Wir sagen immer, dass wir das Format evaluieren und es irgendwann ändern werden. Im Moment zeigen uns die Daten aber, dass dies das richtige Format ist“, erklärte Matt Porter im Gespräch mit
Sky Sports.
„Die Zuschauer in den Arenen lieben es. Sie wollen einen Sieger am Abend sehen. Das hält sie bis zum letzten Dart bei der Stange, und die TV-Zahlen sind stark.“
Luke Littler und
Luke Humphries führen die Order of Merit an und sind damit gesetzt. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist auch
Gian van Veen als aktueller Weltranglistendritter bei der Roadshow dabei. Auch Michael van Gerwen, siebenfacher Premier-League-Sieger, gehört als derzeitiger Top-Vier-Spieler und Aushängeschild des Sports fest zum Line-up.
Weil jedoch mehrere Kandidaten bei der Weltmeisterschaft früh ausschieden – darunter Bunting, Aspinall sowie auch Noppert und Wade –, bestimmen Gerüchte um die verbleibenden Plätze derzeit die Schlagzeilen. Porter machte deutlich, dass hier noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist.
„Wir treffen niemals eine Entscheidung, bevor nicht alles vorbei ist und wir alle Fakten auf dem Tisch haben“, sagte Porter. „Es ergibt keinen Sinn, jetzt darüber zu sprechen. Man entscheidet nicht, bevor man alles vorliegen hat.“
Weiter betonte er: „Wir suchen immer nach Spielern, die aus unserer Sicht konstant abgeliefert haben. Das ist entscheidend. Viele zeigen einmal eine starke Leistung, aber man muss nachweisen, dass man regelmäßig auf Topniveau mithalten kann.“
Auch die persönliche Entwicklung der Spieler spielt für die PDC eine große Rolle. „Man muss echte Starqualität zeigen. Am wichtigsten ist aber: Wir wollen nichts überstürzen. Wir wollen niemanden zu früh hineinwerfen, denn das könnte einer Karriere ernsthaft schaden.“
Porter verwies dabei auf die besonderen Anforderungen der Premier League: „Sie ist eine harte Schule. Wenn du 16 Wochen lang antrittst und Woche für Woche in der ersten Runde ausscheidest, ist das extrem schwierig. Das nimmst du mit auf die Euro Tours und Pro Tours. Genau deshalb werden wir eine wohlüberlegte Entscheidung treffen.“
Abschließend stellte der PDC-Geschäftsführer klar: „Wie immer wird sie nicht zu 100 Prozent populär sein – aber sie wird ehrlich sein.“