„Derzeit keine Änderungen geplant“ – PDC-Geschäftsführer Matt Porter weist Gerüchte um Premier-League-Reform zurück
PDCGerüchte um eine mögliche Formatänderung der Premier League Darts sorgten zuletzt für Gesprächsstoff. In der vergangenen Woche kursierten im niederländischen Fernsehen Berichte, wonach das Turnier womöglich wieder auf zehn Spieler ausgeweitet werden könnte. Schnell stand das Thema auch im Umfeld der Darts WM im Fokus.
Für Klarheit sorgte nun Matt Porter, der Chief Executive der Professional Darts Corporation. Der deutsche Podcast Checkout sprach im Alexandra Palace direkt mit dem PDC-Boss – und erhielt eine eindeutige Antwort. Die Gerüchte wischte Porter ohne Umschweife vom Tisch.
Wie jedes Jahr läuft die Debatte parallel zur Darts WM auf Hochtouren. Das liegt auch daran, dass das Premier-League-Line-up traditionell bereits im Januar feststeht. Viele Profis versuchen in dieser Phase, sportlich und medial Argumente für eine Nominierung zu sammeln.
Zusätzliche Brisanz erhielt das Thema durch Andeutungen des niederländischen Kommentators Jacques Nieuwlaat. Er hatte über mögliche Anpassungen am Format gesprochen, was auf Social Media schnell eine Diskussion über potenzielle Teilnehmer auslöste. Auch die Order of Merit rückte dadurch stärker in den Fokus.
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Rechnerisch könnte es zu einem engen Rennen um Rang vier der Weltrangliste kommen. Gian van Veen und Jonny Clayton liegen dicht beieinander, aktuell mit Vorteilen für Clayton. Selbst ein Abrutschen von Michael van Gerwen ist theoretisch nicht ausgeschlossen.
In einem solchen Szenario wären etablierte Namen wie Stephen Bunting auf dem Papier nicht automatisch gesetzt. Das gilt allerdings selbst bei einem Major-Sieg, da die Premier League traditionell nicht strikt nach Rangliste besetzt wird.
Im Podcast Checkout ordneten Kevin Schulte und Micha Wattenberg die Situation ein – und lieferten dabei auch die entscheidenden Zitate aus ihrem Gespräch mit Porter. „Und von daher, selbst wenn er nicht die Nummer vier wird, glaube ich, ist er für die nächste Premier League safe“, erklärten sie zunächst mit Blick auf einzelne Kandidaten.
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Dann folgte der zentrale Punkt. „Und dann jetzt zum Thema Matt Porter und nicht noch länger auf die Folter spannen. Ganz klare Antwort auf meine ganz klare Frage. Acht oder zehn Teilnehmer. Wird es da irgendwelche Änderungen geben? Nein, keine Änderungen geplant jetzt“, so Schulte und Wattenberg wörtlich.
Die Podcaster machten deutlich, dass diese Einschätzung auch für sie nachvollziehbar sei. „Und das ist auch schlüssig. Und als wir gestern oder vorgestern über die Erweiterung auf zehn Leute kurz nachgedacht haben und dann selber gemerkt haben: so viel Sinn macht es eigentlich nicht“, erklärten sie weiter.
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Dabei verwiesen sie auf frühere Aussagen des PDC-Bosses. „Da hatten wir ja auch Matt Porter aus dem Vorjahr zitiert, aus unserem Gespräch. Und es ist einfach so, er sagt: Wir haben viel ausprobiert“, fassten sie Porters Haltung zusammen.
Entscheidend sei laut Porter nicht eine Rückkehr zu alten Modellen, sondern eine behutsame Weiterentwicklung. „Aber wenn, dann wollen wir das Format fortentwickeln und nicht zu was anderem zurückgehen“, habe er klargestellt. Zudem betonte er: „Wir wissen einfach, diese Turnierform klappt gut. An dem Abend für die Leute vor Ort.“
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Gerade das zahlende Publikum in den Arenen spiele dabei eine zentrale Rolle. Das aktuelle Format funktioniere vor allem für Gelegenheitszuschauer, auch wenn Hardcore-Fans teilweise kritischer seien. Die steigenden Einschaltquoten geben der PDC dabei recht.
Ein häufig genannter Kritikpunkt bleibt dennoch bestehen. Durch den Modus könnten Topstars wie Luke Littler und Luke Humphries theoretisch nahezu jede Woche aufeinandertreffen. Das schmälert aus Sicht mancher Fans den Reiz einzelner Duelle.
Trotzdem deutet aktuell alles darauf hin, dass die PDC am eingeschlagenen Weg festhält. Zumindest für die kommende Saison ist klar: Die Premier League Darts bleibt bei acht Spielern. Änderungen, wenn überhaupt, sollen evolutionär erfolgen – und nicht durch einen radikalen Schnitt.
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Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








