„Der Hype und die Schlagzeilen um Luke Littler verschwinden vorerst nicht“ – Dave Chisnall vergleicht den Einfluss des 18-Jährigen mit Phil Taylor

PDC
durch Nic Gayer
Montag, 19 Januar 2026 um 15:15
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Dave Chisnall macht aus seiner Bewunderung für Luke Littler keinen Hehl. Für die aktuelle Nummer 22 der Weltrangliste ist es schlicht „wahnsinnig“, welchen Einfluss der junge Engländer bereits jetzt auf den modernen Dartsport genommen hat.
Der 45-Jährige arbeitet derzeit auf seine Rückkehr auf die große Bühne beim World Masters in der kommenden Woche hin. Eine enttäuschende Weltmeisterschaft liegt hinter ihm, bei der Chisnall bereits in Runde zwei gegen Ricardo Pietreczko ausschied. Das trübt seine Sicht auf die Entwicklung des Sports jedoch nicht im Geringsten – im Gegenteil: Den sogenannten Littler-Effekt lobt er in höchsten Tönen.

Chisnall über Littler: „Er hebt das Spiel auf ein neues Niveau“

„Der Hype und die Schlagzeilen um Luke Littler verschwinden vorerst nicht“, sagt Chisnall. „Und es ist immer noch bizarr, was er mit dem modernen Darts gemacht hat. Ich hatte das Glück, schon zehn bis fünfzehn Jahre früher mitzuerleben, wie Phil Taylor das Spiel auf ein höheres Niveau hob. Luke tut jetzt etwas Vergleichbares, aber für die moderne Ära.“
Aus Sicht von „Chizzy“ passt sich Littler perfekt an eine neue Spielergeneration an. „Er selbst ist noch ein Teenager, aber er spricht eine komplett neue Generation von Spielern an. Die Jugend, die jetzt durchbricht, hat einen enormen Vorteil: moderne Technologie, Online-Darts, besseres Material. Alles ist zugänglicher geworden.“
Dabei stellt Chisnall klar, dass seine Analyse nicht aus einer nostalgischen Perspektive stammt. „Das ist keine ‚alter Mann, der die Wolken anschreit‘-Geschichte“, relativiert er. „Es ist einfach eine Tatsache, dass der Einstieg in den Sport und das Dranbleiben leichter sind, wenn man gutes Equipment zur Verfügung hat.“
Nach einem insgesamt mäßigen Jahr 2025 hofft Chisnall, beim ersten Major-Turnier des Jahres in Milton Keynes wieder in die Spur zu finden. Auch abseits des Oches hat er einen bewussten Neustart vollzogen.
„Es sind noch zwei Wochen bis zum Masters in Milton Keynes, während die Premier-League-Spieler jetzt zwei Wochen hintereinander in Bahrain und Saudi-Arabien sind“, erklärt er. „So sehr ich auch gegen die Besten der Welt spielen möchte, bleibe ich lieber in Morecambe für ein paar Showmatches.“
Auch körperlich versucht der Engländer, neue Akzente zu setzen. „Normalerweise fasse ich keine guten Vorsätze, aber dieses Jahr versuche ich, gesünder zu leben und besser auf meine Ernährung zu achten. Bis jetzt halte ich durch. Toi, toi, toi. Meine Schulter könnte noch etwas Aufmerksamkeit vertragen, aber die wird sich wahrscheinlich nicht mehr groß verändern. Hoffentlich bleibt sie diese Saison ruhig.“
Zum Abschluss richtet Chisnall den Blick bereits auf den Februar. „Ich habe die Players-Championship-Turniere schon markiert: zwei in Leicester, zwei in Wigan und Hildesheim. In einer idealen Welt gewinne ich eines davon im eigenen Land. Hoffen wir, dass 2026 endlich etwas mehr Glück bringt.“
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