Dave Chisnall hat bei der
Hungarian Darts Trophy in Budapest einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Der Engländer sprach selbst von einem schwierigen Jahr, doch in Ungarn gewann er wieder mehrere Matches und erreichte schließlich das Viertelfinale. Dieses Ergebnis hat sein Selbstvertrauen spürbar gestärkt.
Chisnall hatte sich zwar Mitte des Jahres für das World Matchplay in Blackpool qualifiziert, war sich aber bewusst, dass weitere Resultate nötig waren, um seine Position in der PDC Order of Merit zu festigen. In Budapest erhielt er endlich die Bestätigung, nach der er gesucht hatte.
„Es war schön, endlich wieder ein paar Spiele auf der Bühne zu gewinnen“, blickt Chisnall in seiner Kolumne bei Kwiff zurück. „Nach einem etwas schwächeren Jahr hat das meinem Selbstvertrauen enorm gutgetan. Die Quali für Blackpool war gut, aber ich brauchte Ergebnisse. Es war wichtig, sowohl gut zu spielen als auch Matches zu gewinnen und so das Viertelfinale zu erreichen.“
Der 45-jährige Engländer feierte auf dem Weg unter die letzten Acht einige bedeutende Siege. So setzte er sich gegen Wessel Nijman und Keane Barry durch, zwei Spieler, die in den vergangenen Monaten ebenfalls auf der PDC-Tour überzeugt haben.
Klares Signal
Für Chisnall waren diese Erfolge ein klares Signal, dass sein Spiel wieder in die richtige Spur findet. „Einen Spieler von Wessels Qualität zu schlagen und danach auch gegen Keane Barry zu gewinnen, war eine gute Bestätigung, dass die Dinge in die richtige Richtung laufen“, stellt der Engländer fest.
Im Viertelfinale war für ihn schließlich Schluss. Ross Smith setzte sich mit 6:4 durch. Chisnall ärgerte sich über die Art und Weise der Niederlage, fokussiert sich aber vor allem auf die positiven Ansätze, die er in Budapest zeigte. „Schade nur, dass ich gegen Ross Smith ein bisschen sang- und klanglos ausgeschieden bin. Er ist in den vergangenen 18 Monaten so etwas wie ein Angstgegner für mich gewesen“, sagt Chisnall.
Damit spielt „Chizzy“ auf die jüngsten direkten Duelle mit Smith an. Sein Gefühl nach dem Turnier war trotzdem deutlich besser als vor zwölf Monaten. Damals schied Chisnall bei der Hungarian Darts Trophy gegen Raymond van Barneveld aus, der seinerzeit ein beeindruckendes Average von 107 spielte. „Es ist auf jeden Fall deutlich besser als das Gefühl, das ich hier vor zwölf Monaten hatte. Barney war damals, als hätte man ihn 20 Jahre zurückversetzt, und schoss uns mit einem Average von 107 aus dem Turnier.“
Dave Chisnall erreichte das Viertelfinale bei der Hungarian Darts Trophy
World Grand Prix
Die Ranglistenpreisgeld aus Budapest können zudem mit Blick auf den World Grand Prix wichtig werden. „Ich hoffe, dass ich mir das Ticket nach Leicester sichern kann. Ich habe dort schon ein paar gute Ergebnisse geholt“, so Chisnall, der auch auf eine schmerzhafte Niederlage gegen
Phil Taylor zurückblickt. „Ich wurde dort einmal mit 0:6 von Phil im Finale geschlagen. Die Leute begreifen bis heute nicht, wie gut er auf seinem Zenit war.“
In den kommenden Wochen will Chisnall weiter an seiner Form arbeiten. Er fehlt bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam und konnte sich auch nicht für die European Tour am vergangenen Wochenende in Prag qualifizieren. Seine nächsten offiziellen Auftritte stehen in zwei Wochen bei den Players Championship-Turnieren in Den Bosch an.
Stillstehen wird Chisnall dennoch nicht. „Ihr werdet mich in der nächsten Woche oder so vor allem am Practice Board finden“, schließt „Chizzy“. „Hoffentlich kommen bald noch ein paar weitere Viertelfinals hinzu.“