Luke Humphries hat aktuell kaum Zeit zum Durchatmen. Der Darts-Weltmeister von 2024 steckt mitten in einer intensiven Saison, doch beim Cheltenham Festival gönnte er sich einen seltenen Moment der Entspannung – und strahlte dabei sichtlich.
Im Gespräch mit
Racing TV sprach der Engländer über seinen vollgepackten Kalender, seine Leidenschaft für Leeds United und den Traum, eines Tages mit dem WM-Pokal in die legendäre Elland Road zurückzukehren. „Es war viel los, aber es ist schön, mal rauszukommen und das hier zu genießen“, sagte Humphries. „Bis jetzt war es fantastisch.“
Fokus, Freude und ein kleines Wettrennen
Dass ein voller Terminkalender im Darts fast schon eine Auszeichnung ist, weiß Humphries nur zu gut. Der aktuelle
Weltranglistenzweite ist auf der PDC-Tour beinahe pausenlos im Einsatz – und er genießt es. „Viel zu tun zu haben, ist gut“, erklärte er. „Solange man hart arbeitet, folgen die Belohnungen meist ganz von selbst. Also ja, ich bin zufrieden damit.“
Luke Humphries gewann 2024 den Weltmeistertitel
Ganz ohne Spannung war der Ausflug nach Cheltenham dennoch nicht. Humphries hatte selbst eine Wette laufen – die allerdings nicht aufging. „Ich hätte gut abgeschnitten, wenn ‚Kopek‘ gewonnen hätte“, lachte er. „Da stand einiges drauf. Leider hat es nicht geklappt. Aber ich liege noch nicht allzu weit hinten.“ Trotzdem rückte für ihn nicht das Glücksspiel, sondern das Erlebnis im Vordergrund. „Es geht nicht nur um die Wetten. Es geht um den Spaß, um das Genießen, um das Gefühl, Teil eines so großen Events zu sein. Vielleicht war heute nicht mein Tag, aber es stehen ja noch zwei Rennen aus“, sagte er mit einem Lächeln.
„Fast spezieller als der WM-Titel“
Natürlich kam auch seine emotionale Verbindung zu Leeds United zur Sprache. Nach seinem WM-Triumph 2024 durfte Humphries die Sid-Waddell-Trophäe im heimischen Stadion präsentieren – ein Moment, der ihm bis heute Gänsehaut bereitet. „Das war surreal“, erinnerte er sich. „Ein Augenblick, von dem man eigentlich nur träumen kann.“
Für Humphries war der Auftritt in Elland Road sogar fast bewegender als der eigentliche WM-Sieg. „Diese Trophäe in der Elland Road zu präsentieren, fühlte sich fast besonderer an als die WM selbst zu gewinnen“, sagte er. „Es fühlte sich wie eine Heimkehr an. Ich habe eine enge Verbindung zu Leeds, und die Fans waren immer großartig zu mir.“
Der Weltmeister träumt davon, diesen Moment eines Tages zu wiederholen – natürlich mit einem weiteren Titel im Gepäck. „Ich würde unglaublich gerne noch einmal mit der Trophäe durch Elland Road gehen“, erklärte er. „Hoffentlich gewinne ich vorher noch ein paar Turniere, werde wieder Weltmeister – und kann dann zurückkehren.“
Auch abseits des Oche bleibt Humphries einer der nahbarsten Spieler im Circuit. Diese Bodenständigkeit sei kein Image, sondern ein fester Teil seiner Persönlichkeit. „So bin ich einfach“, sagte er. „Das steckt seit Jahren in mir und wird sich nie ändern.“ Selbst bei einem freien Tag nimmt sich „Cool Hand Luke“ Zeit für Fans, Medien und gute Gespräche – ganz so, wie man es von einem echten Weltmeister erwartet.