Dirk van Duijvenbode sorgte am vergangenen Wochenende mit seinem Viertelfinaleinzug bei den
European Darts Open in Leverkusen für ein sportliches Ausrufezeichen. Nach seinem überzeugenden Erfolg über Chris Dobey in der zweiten Runde überraschte der Niederländer jedoch mit einer besonderen Danksagung: Ausgerechnet Landsmann
Maik Kuivenhoven habe entscheidenden Anteil daran, dass er wieder zu alter Stärke gefunden habe.
Die aktuelle Nummer 29 der Weltrangliste hatte auf der European Tour zuletzt eine schwierige Phase durchlebt. Bei vier seiner vorherigen fünf Turniere war bereits in der ersten Runde Schluss. Gegen Dobey präsentierte sich „The Aubergenius“ jedoch so selbstbewusst und entschlossen wie lange nicht mehr – und erklärte anschließend, warum.
„Ich muss meinem Freund Maik Kuivenhoven danken“
Nach seinem Sieg machte van Duijvenbode deutlich, wem er den entscheidenden Impuls zu verdanken hat. „Ich bin sehr froh und ich muss meinem Freund Maik Kuivenhoven danken“, sagte der Niederländer im TV-Interview. „Normalerweise bin ich derjenige, der ihm Ratschläge gibt.“
Dirk van Duijvenbode fand bei den European Darts Open dank eines entscheidenden Tipps von Maik Kuivenhoven zurück zu alter Stärke.
Doch dieses Mal seien die Rollen vertauscht gewesen. „Aber inzwischen spielt Maik sehr gut, und irgendwann dachte er sich: Ich gebe Dirk mal einen Tipp.“
Kuivenhoven habe beobachtet, dass sich van Duijvenbode während seiner Matches viel zu sehr mit seiner Wurfbewegung beschäftigte – und sprach ihn direkt darauf an.
„Er sagte zu mir: ‚Du bist nur damit beschäftigt, die Darts überhaupt ins Board zu bekommen, aber wenn du einfach wieder so zum Oche gehst wie früher, wirst du wieder Spiele gewinnen.‘“
Diese Worte hätten ihn zum Nachdenken gebracht. „Ich dachte: Vielleicht hast du recht. Ich habe viel darüber nachgedacht und versucht, es umzusetzen.“
Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten. Van Duijvenbode spielte wieder mit der Aggressivität und Entschlossenheit, die ihn über Jahre ausgezeichnet hatten. „Ich war wieder aggressiv, und es ist mir egal, ob mein Dart locker sitzt oder aus dem Board fällt.“
„Ich habe mir selbst ein Problem geschaffen“
Rückblickend ist van Duijvenbode überzeugt, dass seine Schwierigkeiten weniger technischer Natur waren. Vielmehr habe sich das eigentliche Problem im Kopf abgespielt.
„Wir ziehen das jetzt einfach durch. Ich hatte ohnehin das Gefühl, dass es nicht nur am Board oder an den Spitzen lag.“
Mit der Zeit habe er sich selbst immer weiter unter Druck gesetzt. „Es steckte auch einfach in meinem eigenen Kopf. Ich habe mir selbst ein Problem geschaffen und konnte es danach nicht mehr lösen.“
Umso wertvoller sei deshalb der Rat seines Landsmannes gewesen. „Maik sagte: Wirf einfach wieder so, wie du es 2023 getan hast. Und heute fühlte es sich wirklich so an, als hätte ich genau das wieder gemacht.“
Für diese Unterstützung hat van Duijvenbode seinem Freund bereits eine kleine Belohnung versprochen. „Danke, Maik. Ich lade dich wieder auf ein Steak ein.“