„Du musst dich morgens einfach ans Board schleppen und so tun, als wäre es dein Job“ – Charlie Manby über den schwierigen Übergang von einem Tagesjob zum Dartsprofi

PDC
Montag, 27 April 2026 um 9:30
Charlie Manby (1)
Der Aufstieg von Charlie Manby beflügelt die Fantasie der Dartswelt. Noch vor kurzer Zeit stand der Engländer täglich als Maurer auf der Baustelle, doch inzwischen hat er die Kelle gegen Darts getauscht und arbeitet sich als Profispieler auf der PDC Tour konsequent nach oben.

Karriere im Schnellgang

Der Durchbruch des 20-jährigen Dartspielers aus Huddersfield beschleunigte sich, als er eine PDC Tour Card eroberte. Kurz darauf folgte auch ein mehrjähriger Vertrag beim Ausrüster Target, ein klares Zeichen für seinen wachsenden Status in der Sportart. Sein Spitzname „Champagne Charlie“ macht inzwischen zunehmend auf den Floor-Turnieren und den großen Bühnen die Runde.
Seine Auftritte bei der vergangenen Weltmeisterschaft sorgten dafür, dass ein breiteres Publikum auf ihn aufmerksam wurde. Manby erreichte beachtlich die vierte Runde des Turniers im Alexandra Palace, wo er schließlich von Gian van Veen gestoppt wurde, der später sogar das Finale erreichte. Manbys Vorstellung wurde jedoch weithin gelobt und unterstrich sein Potenzial.
Auch bei den Players Championship-Turnieren setzte er zuletzt Ausrufezeichen. Mit Viertelfinalteilnahmen bei Players Championship 7 und 8 bewies er, dass seine gute Form kein Zufall war. Der Engländer entwickelt sich sichtbar weiter und findet sich immer besser zwischen den etablierten Namen auf der ProTour zurecht.

Vollzeitprofi

Der Wechsel vom Baustellenalltag zum Leben als Vollzeit-Dartspieler verläuft jedoch nicht ohne Herausforderungen. Manby sagt selbst, dass es vor allem eine Umstellung war, Struktur in seinen Tag zu bringen. „Es ist wirklich ein anderer Lebensstil“, erklärt er. „Du musst dich ständig selbst motivieren. Man kann leicht träge werden, wenn man keine festen Arbeitszeiten mehr hat.“
„Ich musste mich wirklich an den Rhythmus gewöhnen“, führt Manby fort. „Man denkt vielleicht, dass man mehr Freizeit hat, aber eigentlich muss man noch härter arbeiten.“ Dabei betont er die Bedeutung von Disziplin: „Du musst dich morgens einfach ans Board schleppen und so tun, als wäre es dein Job – denn das ist er jetzt auch.“
Neben den sportlichen Anpassungen merkt Manby auch, dass sich sein Leben abseits der Bühne verändert. Er wird immer häufiger von Fans erkannt, bleibt dabei aber bodenständig. „Ich würde mich nicht als Superstar bezeichnen“, sagt er mit einem Lächeln. „Aber es ist schön, wenn die Leute dich erkennen, das bedeutet, dass du etwas richtig machst.“
Charlie Manby in Aktion bei der jüngsten UK Open
Charlie Manby sicherte sich zu Beginn dieses Jahres seine PDC Tour Card

Wichtige Unterstützung

Eine wichtige Rolle in seiner Erfolgsgeschichte spielten sein früherer Arbeitgeber und seine Kollegen. Sie unterstützten ihn bereits in der Zeit, als er Arbeit und Darts kombinierte, und standen voll hinter seiner Entscheidung, eine Laufbahn im Sport einzuschlagen. „Ohne ihre Unterstützung wäre es deutlich schwieriger gewesen“, so Manby. „Sie haben an mich geglaubt, und das hat mir zusätzliche Motivation gegeben.“
Mit seiner Teilnahme an Players Championship 11 in Milton Keynes setzt Manby seine nächsten Schritte auf dem Profizirkel. Die Erwartungen an den Engländer steigen, doch er selbst bleibt auf Fortschritt fokussiert. „Ich will mich einfach weiter verbessern“, schließt er entschlossen.
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