Beau Greaves ist überzeugt, dass
Luke Littler den Dartsport bereits jetzt nachhaltig geprägt hat. Die Weltranglistenerste der Frauen spricht vom „Littler-Effekt“. Dieser inspiriere eine komplett neue Generation und wirke weit über Alters- und Geschlechtergrenzen hinaus.
Die Spielerin aus Doncaster weiß, wovon sie spricht. Im vergangenen Jahr bezwang Greaves Littler im Halbfinale der World Youth Championship mit 6:5. Seitdem beobachtet sie einen spürbaren Boom bei jungen Teilnehmern und einen deutlich stärkeren Zulauf in Darts-Akademien.
„Es hat enormen Einfluss auf Jungen und Mädchen gehabt“, sagte Greaves. „Mit all den Akademien und allen, die jetzt spielen, war er unglaublich wichtig. Er hat buchstäblich für alle etwas verändert.“ Für die Engländerin steht fest: Diese Entwicklung sei außergewöhnlich positiv für den Sport.
Greaves erwartet, dass sich Littlers Wirkung langfristig niederschlägt. Sowohl auf der Männer- als auch auf der Frauentour rechnet sie mit weiterem Wachstum. „Hoffentlich sehen junge Kinder, die jetzt mit Darts anfangen, dass darin eine echte Zukunft liegt“, erklärte sie. Der Sport biete zunehmend Perspektiven für eine professionelle Karriere.
Die Zahlen der Darts-WM unterstreichen diesen Trend. Das Turnier wurde in diesem Jahr in der West Hall des Alexandra Palace ausgetragen, die Platz für 3.200 Zuschauer bietet. Aufgrund der enormen Nachfrage zieht die WM im kommenden Jahr in die Great Hall um, wo mehr als 5.000 Fans Platz finden.
Alle 170.000 Tickets für diese Darts-WM waren bereits im Vorverkauf vergriffen. Rund 20 Prozent gingen an internationale Fans. Besonders stark vertreten waren Anhänger aus Deutschland und den Niederlanden, aber auch aus Irland und den Vereinigten Staaten.
Auch vor den Bildschirmen setzte das Finale neue Maßstäbe. Bei Sky Sports schalteten in der Spitze 2,5 Millionen Zuschauer ein. Sie sahen, wie „The Nuke“ die Sid Waddell Trophy gegen Gian van Veen erfolgreich verteidigte. Der zehnfache Major-Sieger strich zudem das Rekordpreisgeld von einer Million Pfund ein.