Die erste Folge des
Darts Draait Door-Podcasts von Damien Vlottes und
Vincent van der Voort im Jahr 2026 hatte sofort einen besonderen Gast: Niemand Geringerer als WM-Finalist
Gian van Veen nahm im Studio Platz. Der Niederländer ist durch seinen starken Lauf im Alexandra Palace inzwischen auf die
dritte Position der Weltrangliste geklettert. Das bringt viele Vorteile mit sich, doch dadurch hat er auch deutlich weniger Ruhe, als er es gewohnt ist.
Zunächst musste er nach seinem mit 1:7 verlorenen Finale gegen den 18-Jährigen sämtlichen Medien Rede und Antwort stehen, ehe er am Sonntagabend bereits in Deutschland für die
Promi Darts WM sein musste. Dort spielte er zusammen mit Cathy Hummels, der Ex-Frau des Fußballers Mats Hummels.
„Dieses Showturnier habe ich rein aus Willenskraft gespielt, es war ein zäher Tag“, erzählte Van Veen in der neuesten Folge. Er sollte an jenem Sonntag nach dem Finale um 13:15 Uhr ins Flugzeug steigen und um 15:30 Uhr in Deutschland landen. Er hatte jedoch über drei Stunden Verspätung und musste anschließend auch noch auf sein Gepäck warten. Das Turnier begann um 20:00 Uhr, weshalb er sich beeilen musste. „Ich bin um 19:30 Uhr in die Halle reingelaufen, also war ich schön pünktlich“, lachte der Niederländer.
Der Abend selbst verlief dann auch nicht so, wie Van Veen es im Voraus erwartet hatte. Er spielte im Doppel mit Cathy Hummels, da die Paare aus einem Topspieler und einer Berühmtheit bestehen müssen. „Sie ist Moderatorin und sagte, dass sie OnlyFans hat und Pilates macht“, erinnerte er sich. „Sie hat auch fast 700.000 Follower in den sozialen Medien, also musste ich die ganze Zeit überall mit hin, um Videos aufzunehmen. Sie war sehr nett, aber sie konnte kein Darts spielen. Wir verloren im Halbfinale und in zwei Legs war ihre höchste Aufnahme 35. Oft landeten auch alle drei ihrer Pfeile außerhalb des Boards.“
Dennoch gab es auch Höhepunkte. Beide Legs, die sie gewannen, checkte Hummels nämlich aus. Die Prominenten mussten nicht über die Doppel ausmachen, sodass sie nur die großen Felder treffen mussten. Einmal fand sie die große 12, ein anderes Mal traf sie sogar Tops. „Ich ging zum Board, um zu zeigen, wo er sitzt. Da sagte der Schiedsrichter zu mir, ich solle ihr lieber sagen, dass sie zwei große Felder treffen solle. Aber ich hatte vollstes Vertrauen und sie warf die Tops einfach mit dem ersten Pfeil. Ich kam nicht mehr klar vor Lachen.“
Van Veen hat nun ein paar Tage frei, doch Urlaub ist für den Niederländer nicht drin. Eigentlich wollte Van Veen nach Sansibar reisen, doch durch seinen Finaleinzug kann er das nun streichen. Er muss sich später in diesem Monat bereits für die ersten beiden World Series-Turniere in Bahrain und Saudi-Arabien melden. Trotzdem gönnt er sich ein paar Tage Auszeit. „Es waren fünf sehr hektische Tage in diesem neuen Jahr. Ich darf mich überhaupt nicht beklagen, darum geht’s nicht, aber die ganze zusätzliche Unruhe… Ich freue mich schon darauf, ein paar Tage in die Sonne zu fliegen.“
Van Veen betont, dass viele Menschen denken, Darts sei nur „mal eben ein paar Pfeile werfen“. Mit all dem Reisen kommt jedoch deutlich mehr zusammen. Van Veen klagt keineswegs, aber er merkt, dass er dringend eine kleine Pause braucht.
Vincent van der Voort konnte das voll und ganz nachempfinden. „Ich denke, es ist auch sehr wichtig, einmal komplett abzuschalten und wieder kurz aufzuladen. Denn es steht natürlich eine sehr lange Saison an, mit deutlich mehr Medienaufmerksamkeit als zuvor.“
Van Veen kletterte durch seinen starken WM-Lauf auf Rang drei der Weltrangliste
Während Dartprofis „früher“ nach der WM den gesamten Januar frei hatten, sorgt die Einführung der World Series dafür, dass die Weltspitze sofort wieder im Einsatz ist. Jetzt, da Van Veen auf Rang drei der Weltrangliste geklettert ist, gehört er zu dieser Weltspitze und muss bereits nächste Woche in Bahrain antreten. Entsprechend musste er seine Pläne anpassen. „Es ist kein Urlaub in Sansibar geworden, das war etwas zu… In Dubai scheint auch schön die Sonne, also fliege ich da für ein paar Tage hin.“
Es ist das erste Mal für Van Veen, dass er bei diesen Turnieren antreten darf. Dort kann er viel lernen und wieder mehr Preisgeld einstreichen, wird dadurch aber wahrscheinlich auch zu anderen Zeitpunkten Turniere auslassen. „In den vergangenen Jahren dachte ich schon: Ende Juni hast du World Series und im August und Januar. Dann hast du einfach schön frei. Tja, das geht dieses Jahr nicht. Also muss ich selbst ein paar weniger wichtige Turniere auslassen, um mir dann die nötige Ruhe zu holen. Das ist wirklich notwendig“, so Van Veen.
Außerdem bedeutet seine neue Position in der Weltrangliste, dass er neben den Reisen nach Bahrain und Saudi-Arabien auch zu den World Series-Turnieren in den Vereinigten Staaten, Australien und Neuseeland reisen darf. Diese Chance will er voll ausschöpfen. „Genauso wie beim WM-Finale: Man weiß nicht, wie oft man für solche Dinge noch eingeladen wird. Also mache ich beim ersten Mal alles mit.“