„Er war wirklich sehr gut, damit kann ich leben“ – Gian van Veen arrangiert sich mit Platz zwei bei der Darts WM 2026

PDC
Sonntag, 04 Januar 2026 um 8:00
Gian van Veen (5)
Gian van Veen hat sich mit seinem zweiten Platz bei der Darts WM abgefunden. Der Niederländer musste im Alexandra Palace die Überlegenheit von Luke Littler anerkennen, der sich den Titel mit großem Abstand sicherte. Enttäuscht war Van Veen selbstverständlich, doch in seiner Analyse konnte „GVV The Giant“ nur feststellen, dass Littler schlichtweg besser war.
Mit dem Pokal für den Finalverlierer der Darts WM in der Hand stellte sich Van Veen anschließend vor die Kamera von Viaplay. „Er ist etwas kleiner, als ich gehofft hatte“, sagte er mit einem bitteren Lächeln. Danach folgte unmittelbar die sportliche Anerkennung. „Er war heute Abend einfach der bessere Spieler. Sehr frustrierend.“
Diese Frustration lag vor allem im Kontrast zum restlichen Turnier. Van Veen hatte sich mit überzeugenden Siegen unter anderem gegen Luke Humphries und Gary Anderson ins Finale gespielt und war in den vergangenen Wochen in ausgezeichneter Form. Gerade deshalb traf das einseitige Finale hart. „Ich habe ein sehr gutes Turnier gespielt, aber heute war es etwas weniger“, stellte er fest.
Laut Van Veen lag der Unterschied nicht an Mut oder Einstellung, sondern an Details, die auf diesem Niveau entscheidend sind. „Mein erster Pfeil landete oft nicht in der Triple-20“, erklärte er. „Und er wirft eine 180 nach der anderen. Und dann weißt du: Er wird nicht nervös, er wird nicht verwerfen.“
Während Van Veen in früheren Partien seine Chancen gnadenlos nutzte, lief er nun den Fakten hinterher. Der Niederländer bekam Möglichkeiten, früh davonzuziehen, ließ diese aber ungenutzt. „Ich habe Chancen auf eine 2:0-Führung in Sätzen ausgelassen“, räumte er ein. Dieser Moment erwies sich im Nachhinein als entscheidend, denn danach übernahm Littler endgültig die Initiative.
Van Veen beobachtete, wie der amtierende Weltmeister sein Spiel immer weiter anzog. Die Scores kamen konstant, die Finishes fielen zum richtigen Zeitpunkt und jeder kleine Hoffnungsschimmer wurde schnell im Keim erstickt. „Dann weißt du einfach, dass es sehr schwierig wird“, so Van Veen, der merkte, dass Littler keinen Moment wankte.
Dennoch wollte Van Veen sein Finale nicht auf reine Enttäuschung reduzieren. So widersprüchlich es auch klang, er blickte mit Stolz auf seine WM zurück. „Ich bin frustriert, dass es heute Abend nicht geklappt hat, aber er war einfach der beste Spieler“, sagte er. „So verrückt es klingt, ich bin stolz auf dieses Turnier. Er war heute Abend wirklich sehr gut, damit kann ich leben.“
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