Für Krohne war es bereits der vierte Start auf der European Tour und nach 2025 der zweite Auftritt im Sindelfinger Glaspalast. Im Vorjahr hatte er dort noch eine deutliche 0:6-Niederlage gegen Ross Smith hinnehmen müssen. Entsprechend ordnete er seine Leistung ein: „Besser als letztes Jahr. Ich glaube, ich habe letztes Jahr besser gespielt – aber heute gingen leider zu viele Darts am Doppel vorbei.“
Respekt vor „Goldfinger“ Gilding
Mit Andrew Gilding traf Krohne auf einen der eigenwilligsten und erfahrensten Spieler der Tour. Für den Deutschen war es das erste direkte Duell mit „Goldfinger“. „Ich glaube, zum Spielen ist er sehr entspannt“, sagte Krohne. „Er spielt sein Spiel runter, egal was vom Gegner kommt, und von mir kam einfach zu wenig glaube ich.“
Wartet noch auf seinen ersten Erfolg beim European Darts Grand Prix: Paul Krohne
Dabei unterstreicht seine Teilnahme am European Darts Grand Prix einmal mehr die starke Form des Deutschen in diesem Jahr. Krohne gewann 2026 bereits die Dutch Open Darts – das größte Dartsturnier der Welt – und sicherte sich zudem zwei Titel auf der PDC Europe NEXT GEN.
Trotz dieser sportlichen Fortschritte bleibt Krohne bei der Planung seiner Zukunft bewusst bodenständig. Bereits 2024 hatte er sich eine PDC Tour Card erspielt, die er nach einem Jahr jedoch freiwillig zurückgab, um sich auf seine Ausbildung zu konzentrieren. An dieser Priorität hat sich bislang nichts geändert. „Erst einmal die Ausbildung zu Ende machen, danach kucken wir, was kommt“, erklärte er.
Schon in den kommenden Tagen wartet jedoch die nächste große Aufgabe: Bei der Modus Super Series tritt Krohne in der International Pairs Week gemeinsam mit Daniel Klose für Team Deutschland an. Die Erwartungen formuliert er bewusst zurückhaltend. „Ich glaube, wir haben beide Lust drauf und kucken einfach mal, was passiert.“