„Es ruft Erinnerungen an Menschen wach, die mich nicht akzeptierten wegen dessen, wer oder was ich bin“ – Alte Traumata flammen bei Noa-Lynn van Leuven nach schmerzhafter PDC-Entscheidung auf

PDC
Donnerstag, 07 Mai 2026 um 13:00
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Noa-Lynn van Leuven hat sich kürzlich erstmals ausführlich zur jüngsten Entscheidung der PDC geäußert, trans Frauen von Frauenturnieren im Darts auszuschließen. Die Niederländerin spricht über die Auswirkungen und dass die Entscheidung dazu geführt hat, dass bestimmte Kindheitstraumata wieder hochgekommen sind.
Durch neue Regeln der Darts Regulation Authority (DRA) darf Van Leuven nicht mehr an der Women's Series teilnehmen. Die Organisation ließ von einer externen Stelle ein Gutachten erstellen, woraufhin beschlossen wurde, trans Frauen von Frauenturnieren auszuschließen.
In diesem Bericht hieß es, dass kleine biologische Unterschiede zu einem Vorteil im Sport führen können.
Für die 29-Jährige kam die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Einen Tag bevor die Entscheidung öffentlich gemacht wurde, erhielt sie eine E-Mail mit der Mitteilung. „Es hat alles verändert“, sagt sie der Press Association.

Alte Traumata kommen wieder hoch

Van Leuven räumt ein, dass sie die Entscheidung stark getroffen hat. So kamen unter anderem alte Gefühle aus ihrer Jugend durch diesen Beschluss wieder hoch. „Es weckt Erinnerungen an meine Kindheit, an Menschen, die mich nicht akzeptierten für das, was oder wer ich bin. Es passierte in der weiterführenden Schule, im Kindergarten … es kam immer wieder hoch.“
Obwohl die vergangenen Wochen schwer waren, lässt sie sich von der Situation nicht unterkriegen. „Es fühlt sich an, als würde jedes Jahr etwas passieren. Und jedes Mal, wenn ich aus dem tiefen Loch klettere, in das ich gestoßen wurde, komme ich wieder zurück“, klingt es kämpferisch.
Der größte Reizpunkt für Van Leuven ist die Argumentation des Verbands. Ihrer Ansicht nach spielt Gender keine entscheidende Rolle. „Ich glaube schlicht nicht, dass Darts eine genderbeeinflusste Sportart ist. Wenn man sagt, Männer hätten Vorteile, weil sie größer sind oder längere Arme haben, dann schaut euch doch mal die größten Champions an.“
Mit diesen Champions führt sie anschließend Beispiele wie Phil Taylor und Luke Littler an. „Keiner von beiden ist größer als 1,80 Meter. Also ich verstehe es einfach nicht.“
Auch wenn bei Van Leuven derzeit vor allem Enttäuschung überwiegt, will sie keinesfalls die Flinte ins Korn werfen. Sie konzentriert sich weiterhin auf ihre Entwicklung und hofft, sich am Ende eine PDC Tour Card zu sichern. „Ich möchte einfach wieder versuchen, das Spiel zu genießen. Ich will mich dieses Jahr verbessern und hoffentlich nächstes Jahr eine Tour Card holen“, klingt es ambitioniert. Dennoch bleibt die Lücke groß. „Alle meine Ziele für dieses Jahr sind weg. Das tut weh.“
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