Vorschau Premier League Darts 2026 – Spieltag 14 in Leeds: Littler jagt Rekorde, van Gerwen kämpft um die Play-offs
PDC
Die Premier League Darts 2026 biegt langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Am Donnerstagabend steht bereits der 14. Spieltag auf dem Programm – und der Kampf um die verbleibenden Plätze für die Play-offs spitzt sich weiter zu. Zwei der vier Tickets für den Finalabend sind bereits vergeben, doch dahinter ist das Rennen völlig offen.
In dieser Woche gastiert die Darts-Elite in Leeds – jener Stadt, die eng mit Luke Humphries verbunden ist. Die Nummer zwei der Welt darf sich in der First Direct Arena auf lautstarke Unterstützung freuen, nicht zuletzt wegen seiner Nähe zum Fußballklub Leeds United. Auch sein Einlauf-Song „I Predict a Riot“ ist längst zu einem echten Publikumsliebling geworden und sorgt regelmäßig für besondere Atmosphäre.
Humphries peilt dritten Leeds-Triumph in Serie an
Leeds gehört seit 2014 fest zum Kalender der Premier League und zählt damit zu den älteren Austragungsorten der Turnierserie. Aus dem aktuellen Teilnehmerfeld war einzig Michael van Gerwen bereits bei der Premierenausgabe in der First Direct Arena dabei – und zwölf Jahre später steht der Niederländer noch immer auf der großen Bühne.
In den vergangenen Jahren brachte der Spielort mehrere unterschiedliche Tagessieger hervor. 2022 sicherte sich van Gerwen den Wochensieg, profitierte dabei allerdings zunächst vom Rückzug von Gary Anderson und zog kampflos ins Halbfinale ein. Dort setzte er sich mit 6:3 gegen Peter Wright durch, ehe er im Finale James Wade mit einem klaren 6:1 bezwang.
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Ein Jahr später dominierte Michael Smith den Abend in Leeds. Der Engländer präsentierte sich in starker Form und ließ auf dem Weg zum Titel weder Chris Dobey (6:1) noch Peter Wright (6:2) oder Gerwyn Price (6:4) eine echte Chance.
Die vergangenen beiden Ausgaben standen schließlich ganz im Zeichen von Luke Humphries. 2024 nutzte der Engländer den Heimvorteil eindrucksvoll aus und gewann gegen Rob Cross (6:1), Michael Smith (6:1) sowie Michael van Gerwen (6:5). Auch ein Jahr später blieb Humphries vor eigenem Publikum ungeschlagen. Mit Erfolgen über van Gerwen (6:4), Stephen Bunting (6:4) und Luke Littler (6:5) sicherte er sich erneut den Tagessieg in Leeds.
Luke Humphries gilt in Leeds erneut als einer der großen Favoriten – vor heimischem Publikum gewann er die vergangenen beiden Premier-League-Abende
Ergebnisse und Spielplan Premier League Darts 2026
Donnerstag, 07.05.2026 (ab 20:00 Uhr)
First Direct Arena, Leeds - 14. Spieltag
| Uhrzeit | Spieler 1 | Ergebnis | Spieler 2 | Runde |
| 20:15 | Gerwyn Price | Jonny Clayton | VF | |
| 20:45 | Luke Littler | Michael van Gerwen | VF | |
| 21:15 | Josh Rock | Luke Humphries | VF | |
| 21:45 | Gian van Veen | Stephen Bunting | VF | |
| 22:15 | Sieger VF1 | Sieger VF2 | HF | |
| 22:45 | Sieger VF3 | Sieger VF4 | HF | |
| 23:15 | Sieger HF1 | Sieger HF2 | FINALE |
Gerwyn Price vs. Jonny Clayton
Gerwyn Price und Jonny Clayton eröffnen den Abend in Leeds mit einem rein walisischen Duell. Während Clayton sein Ticket für die Play-offs bereits sicher hat, kämpft er aktuell mit Luke Littler um Platz eins in der Tabelle. In Aberdeen verpasste „The Ferret“ in der vergangenen Woche jedoch die Chance, seine Spitzenposition zu verteidigen, und musste Littler vorbeiziehen lassen.
Für Gerwyn Price geht es dagegen vor allem darum, seine Position in den Top Vier abzusichern. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge meldete sich „The Iceman“ vergangene Woche mit einem hart erkämpften 6:5-Erfolg gegen Stephen Bunting zurück und sammelte damit wichtige Punkte im Rennen um die O2 Arena. Mit aktuell 21 Zählern rangiert Price auf Platz drei, darf sich im engen Kampf um die Play-off-Tickets aber weiterhin keinen Ausrutscher erlauben. Ein weiterer Sieg würde seine Ausgangslage deutlich verbessern.
Das Match in Leeds ist bereits das 43. direkte Duell der beiden Waliser auf der PDC-Tour. Die Statistik spricht dabei eindeutig für Gerwyn Price, der bislang dreißig Siege gegen Clayton feiern konnte.
Vor allem in jüngster Vergangenheit entwickelte sich das Duell nahezu zu einer klaren Angelegenheit für den ehemaligen Rugby-Profi. Price gewann zwölf der letzten dreizehn Begegnungen gegen „The Ferret“ und geht deshalb auch diesmal mit klaren Vorteilen in das walisische Kräftemessen.
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Gerwyn Price geht mit einer klar positiven Bilanz ins walisische Duell gegen Jonny Clayton und kämpft weiter um einen Platz in den Play-offs
Luke Littler vs. Michael van Gerwen
Luke Littler hat sich die Spitzenposition in der Premier League Darts zurückerobert. Bereits nach dem achten Spieltag hatte der englische Shootingstar erstmals die Tabellenführung übernommen, ehe Jonny Clayton nach Woche zehn vorbeizog. Dank zuletzt zwei Wochensiegen in Serie und inzwischen insgesamt fünf Tagestiteln steht Littler nun wieder an der Spitze – mit aktuell 34 Punkten.
Dabei könnte der Teenager in den verbleibenden drei Spielwochen sogar noch weitere historische Bestmarken aufstellen. Bereits im vergangenen Jahr gewann Littler sechs Wochentitel und sammelte insgesamt 45 Punkte während der Ligaphase. Zwei weitere Tagessiege sowie ein zusätzlicher Erfolg in einer weiteren Woche würden ausreichen, um beide Rekorde zu übertreffen.
Michael van Gerwen beschäftigt derzeit allerdings ein ganz anderes Thema. Statt auf Rekorde zu blicken, muss der Niederländer zunächst seinen Platz in den Top Vier verteidigen. Seit beinahe zwei Monaten rangiert „Mighty Mike“ auf dem vierten Tabellenplatz, doch der Vorsprung auf die Konkurrenz ist zuletzt deutlich geschrumpft.
Vor allem das anspruchsvolle Restprogramm sorgt für zusätzlichen Druck beim siebenfachen Premier-League-Champion. Van Gerwen benötigt dringend weitere Punkte, denn sowohl Gian van Veen als auch Luke Humphries sitzen ihm unmittelbar im Nacken.
Auch der direkte Vergleich mit Littler spricht inzwischen klar für den jungen Engländer. Bereits sechzehnmal konnte sich Littler gegen Van Gerwen durchsetzen, während der Niederländer bislang zehn Siege verbuchte. Die vergangenen drei Begegnungen gewann allesamt Littler – zweimal mit 6:5 und einmal mit 6:4.
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Luke Littler hat gegen Michael van Gerwen zuletzt mehrfach die Oberhand behalten – für „MVG“ wird das Duell in Leeds besonders wichtig
Josh Rock vs. Luke Humphries
Luke Humphries hat in der vergangenen Woche seine vielleicht letzte realistische Chance genutzt, um im Rennen um die Play-offs wieder entscheidend Boden gutzumachen. In Aberdeen setzte sich „Cool Hand Luke“ zunächst im Viertelfinale gegen direkten Konkurrenten Michael van Gerwen durch und spielte sich anschließend bis ins Endspiel vor. Dort musste er sich zwar Luke Littler geschlagen geben, dennoch nahm Humphries wichtige drei Punkte mit.
Damit hat der Engländer den Rückstand auf Gian van Veen inzwischen komplett aufgeholt. Gleichzeitig beträgt der Abstand auf Michael van Gerwen nur noch zwei Punkte. Auch das Restprogramm könnte Humphries zusätzlich in die Karten spielen, denn in den kommenden beiden Viertelfinals warten mit Josh Rock und Stephen Bunting Gegner, gegen die weitere wichtige Punkte durchaus realistisch erscheinen.
Für Josh Rock dagegen dürfte das Rennen um die Play-offs praktisch entschieden sein. Nach sieben Spielwochen noch ohne Punktgewinn, kämpfte sich der Nordire mit vier Viertelfinalsiegen in Serie zwar eindrucksvoll zurück, doch die jüngsten Niederlagen bremsten den Aufschwung wieder aus. Mit aktuell acht Punkten ist die Ausgangslage für „Rocky“ mittlerweile kaum noch zu retten.
Selbst wenn Rock alle verbleibenden Spieltage gewinnen würde, könnte er maximal noch auf 23 Punkte kommen – eine Marke, die aller Voraussicht nach nicht reichen wird. Dennoch bleibt der Nordire ein gefährlicher Gegner und könnte im Saisonendspurt noch entscheidend Einfluss auf den Kampf um die Top Vier nehmen.
Auch der direkte Vergleich spricht derzeit klar für Humphries. Rocks letzter Sieg gegen den Engländer liegt bereits mehr als anderthalb Jahre zurück. Seitdem gewann Humphries vier Begegnungen in Folge und führt das Head-to-Head inzwischen mit 5:3 an.
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Luke Humphries braucht im Rennen um die Play-offs dringend weitere Punkte – gegen Josh Rock geht der Engländer als Favorit ins Match
Gian van Veen vs. Stephen Bunting
Gian van Veen darf in seiner Debütsaison in der Premier League Darts weiterhin von den Play-offs träumen – und allein das ist bereits ein bemerkenswerter Erfolg. Der Niederländer hatte im März und April mit einem deutlichen Formtief zu kämpfen, nachdem ihn Nierensteine ausgebremst hatten. Inzwischen scheint van Veen jedoch wieder zu seiner alten Stärke zurückzufinden. Gegen Stephen Bunting steht er nun allerdings unter Zugzwang, denn nur ein Sieg hält die Hoffnung auf einen Platz in den Top Vier realistisch am Leben.
Für Stephen Bunting dagegen gleicht der Weg in die Play-offs inzwischen beinahe einem Wunder. Der Engländer liegt aktuell bei elf Punkten und damit bereits sieben Zähler hinter Rang vier. Zusätzlich müsste er auch den Rückstand auf die unmittelbar vor ihm platzierten Spieler noch aufholen.
Trotz der schwierigen Ausgangslage bleibt „The Bullet“ ein unangenehmer Gegner – besonders für jene Spieler, die noch mitten im Rennen um die Play-offs stecken. Ähnlich wie Josh Rock könnte auch Bunting in den verbleibenden Wochen entscheidend Einfluss auf die Tabelle nehmen. Sollte ihm in Leeds überraschend sogar ein Wochensieg gelingen, wäre ein Platz im Halbfinale plötzlich wieder deutlich näher.
Auch der direkte Vergleich zwischen beiden Spielern verspricht Spannung. Insgesamt standen sich van Veen und Bunting bislang zwölfmal gegenüber. Sieben Siege gingen an den Engländer, fünfmal setzte sich der Niederländer durch. In der laufenden Premier-League-Saison konnten beide jeweils ein Duell für sich entscheiden.
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Gian van Veen kämpft in seiner Premier-League-Debütsaison weiter um die Play-offs – Stephen Bunting braucht dagegen beinahe ein Wunder

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026












