„Es sollte nicht bei den Olympischen Spielen dabei sein“ – Wayne Mardle lehnt Darts bei Olympia klar ab

PDC
Donnerstag, 19 Februar 2026 um 14:45
mvg olympics
Die Diskussion um eine olympische Zukunft des Darts nimmt weiter Fahrt auf. Ausverkaufte Hallen, starke TV-Quoten und eine stetig wachsende internationale Fangemeinde verleihen der Sportart enormen Rückenwind. Immer mehr Stimmen fordern deshalb die Aufnahme ins olympische Programm. Für Ex-Profi und TV-Experte Wayne Mardle kommt das jedoch nicht infrage.
Der Engländer positioniert sich deutlich gegen entsprechende Pläne. „Es sollte nicht bei den Olympischen Spielen dabei sein“, erklärt Mardle im Gespräch mit JOE. Für ihn steht fest: Eine olympische Goldmedaille besitzt im Darts nicht den gleichen Stellenwert wie in klassischen Disziplinen. „Der absolute Höhepunkt für einen Olympioniken ist eine Goldmedaille. Für einen Darter wäre das nicht das Größte, was man erreichen kann.“

Wachstum des Sports befeuert die Debatte

Mardle stellt die Grundidee der Olympischen Spiele in den Mittelpunkt seiner Argumentation. Für ihn verkörpert Olympia eine besondere Form körperlicher und athletischer Höchstleistung. Genau dort zieht er die Grenze zum Darts. „Olympioniken waren früher anders geboren, so sehe ich das“, sagt er. „Das ist für mich das, was ein Olympionike sein sollte.“ Mit Blick auf das aktuelle Programm ergänzt er kritisch: „Ich halte jetzt schon die Hälfte der Sportarten, die dabei sind, für nichts.“
Dabei spielt er auf Disziplinen an, die aus seiner Sicht nicht dem traditionellen Bild olympischer Wettbewerbe entsprechen. Häufig fällt in diesem Zusammenhang der Vergleich mit Schießsportarten oder Bogenschießen. Mardle weist dieses Argument zurück. Nur weil andere Präzisionssportarten olympisch seien, müsse Darts nicht automatisch dazugehören. „Wenn das dein Argument ist, dann ja … aber für mich? Nein. Absolut nicht.“
Während Mardle klare Kante zeigt, sehen andere Stars die Lage anders. Luke Humphries kann sich Darts auf der größten Sportbühne der Welt gut vorstellen. Für den Weltklassespieler würde eine Goldmedaille eine besondere Lücke schließen. „Ich habe so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Eine Goldmedaille wäre dann die nächste“, erklärt er selbstbewusst.
Auch Michael van Gerwen ordnet die Debatte ein – allerdings mit mehr Gelassenheit. Der Niederländer betrachtet Darts als Mischung aus Sport und Entertainment. Die Frage nach Olympia besitzt für ihn keine Priorität. „Was die Leute auch darüber sagen, es ist mir eigentlich egal“, sagt van Gerwen nüchtern.
Die Meinungen gehen also auseinander – und genau das hält die olympische Diskussion im Darts weiter am Leben.
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