Der Terminplan der absoluten Weltspitze des Dartsports hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verdichtet. Vor allem Spieler, die in der prestigeträchtigen Premier League Darts antreten, jagen von Spiel zu Spiel. Auch der niederländische WM-Finalist Gian van Veen erlebt diesen eng getakteten Rhythmus hautnah – gönnte sich zuletzt jedoch ein paar Tage Erholung unter der Sonne.
Der 23-Jährige musste bei den UK Open ein frühes Aus hinnehmen. Van Veen stieg am Freitagabend in der vierten Runde ins Turnier ein, doch dort endete seine Reise bereits. Der erfahrene Engländer Rob Cross erwies sich beim 10:7-Erfolg als zu stark für den Niederländer.
Ab in die Sonne
Das Ausscheiden bedeutete zwar sportlich einen Rückschlag, eröffnete van Veen aber auch eine unerwartete Gelegenheit. Der Niederländer nutzte das freie Wochenende: Gemeinsam mit seiner Freundin Kyana Frauenfelder setzte er sich ins Flugzeug und flog Richtung Sonne.
Gian van Veen steht derzeit auf Rang drei der PDC-Weltrangliste
Das Paar verbrachte einige Tage im beliebten Ferienort Costa Adeje auf der spanischen Insel Teneriffa. In den sozialen Medien veröffentlichte van Veen ein Foto mit Blick über den Urlaubsort und kommentierte den Beitrag mit den Worten: „Ein paar schöne Tage nach den UK Open.“
Die kurze Auszeit kommt für van Veen genau zum richtigen Zeitpunkt. Der Niederländer erlebt derzeit die bislang intensivste Phase seiner Karriere. Seinen großen Durchbruch schaffte er Ende 2025, als er auf beeindruckende Weise die European Championship gewann. Es war sein erster großer TV-Titel – und zugleich ein entscheidender Schritt in Richtung Weltspitze.
Doch damit nicht genug: Einige Wochen später folgte ein sensationeller Lauf bei der Darts WM 2026. Van Veen spielte sich bis ins Finale des größten Turniers im Kalender. Dort musste er sich letztlich dem Phänomen Luke Littler geschlagen geben.
Der Finaleinzug brachte dem Niederländer jedoch nicht nur internationale Anerkennung, sondern auch eine enorme finanzielle Belohnung. Für seine Leistung im Alexandra Palace kassierte Van Veen stolze 400.000 Pfund Preisgeld. Auch dank dieses Erfolgs kletterte er auf Rang drei der Weltrangliste.
Debüt in der Premier League Darts
Mit dem sportlichen Aufstieg öffneten sich für van Veen auch neue Türen. Der Niederländer erhielt eine Einladung für die Premier League Darts sowie für mehrere Turniere der World Series. Gleichzeitig bedeutet das: Sein Terminkalender ist voller als je zuvor.
Bereits zu Beginn dieses Jahres sprach van Veen im Podcast Darts Draait Door offen über diese neue Realität. „Der Spielplan wird immer dichter“, erklärte er. „Aber das Schöne ist, dass man sich gelegentlich auch etwas gönnen kann. Manchmal ist eine etwas teurere Reise drin, die man dann umso mehr genießt. Natürlich bleibt das alles im Rahmen.“
Solche kurzen Auszeiten sind für den Niederländer wichtig, um mental frisch zu bleiben. „Man ist fast jede Woche in einer anderen Stadt und steht ständig unter Spannung. Da tut es gut, mal von allem weg zu sein und einfach zu entspannen.“
Lange dauert die Pause allerdings nicht an. Bereits am Mittwoch reist van Veen zurück ins Vereinigte Königreich. Dort steht in der Motorpoint Arena in Nottingham der sechste Spielabend der Premier League Darts an. Im Viertelfinale wartet direkt eine schwere Aufgabe: Van Veen trifft auf die aktuelle Nummer zwei der Welt, Luke Humphries.
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
Early exit in Minehead.
A tough one to take after going down 10-7 to Rob Cross. It was a pretty even game and I felt like I was playing well in some moments. A 101 average and the doubles were not bad either, but when the key moments came I just could not find the shots I