Michael van Gerwen konnte beim zweiten Major-Turnier des Jahres 2026,
den UK Open, erneut nicht überzeugen. Dadurch sammelte der Niederländer nur wenig Preisgeld, das er dringend benötigt, um seine Position in der Weltrangliste zu verteidigen. Der 36-Jährige gewann in Minehead zwar seine ersten beiden Partien, scheiterte anschließend jedoch im Achtelfinale deutlich an James Wade.
Für dieses Ergebnis kassierte Van Gerwen „nur“ 12.500 Pfund Preisgeld – eine Summe, die kaum ausreicht, um seine Verfolger in der Order of Merit auf Distanz zu halten. In der neuesten Folge des
Darts Draait Door-Podcasts blickte
Vincent van der Voort auf das Turnier seines Landsmanns und guten Freunds zurück.
Van der Voort sieht van Gerwens Ranglistenplatz in Gefahr
Auch van der Voort sieht die aktuelle Situation kritisch. Der ehemalige Profi hält es für gut möglich, dass van Gerwens vierter Platz in der Order of Merit unter Druck gerät.
Schied im Achtelfinale der UK Open 2026 deutlich mit 3:10 gegen James Wade aus: Michael van Gerwen
„Jeder wird van Gerwen dieses Jahr im Nacken sitzen, das kommt nicht überraschend.“
Sollte van Gerwen bei den Major-Turnieren nicht konstant liefern, könnte die Lage sogar noch düsterer werden. Laut van der Voort ist es durchaus realistisch, dass der Niederländer das Jahr 2027 außerhalb der Top-16 der Weltrangliste beginnen könnte.
„Er muss jetzt also so viel leisten, dass er da wieder herausklettert. So weit ist es im Moment. Phasenweise sehen wir einen starken van Gerwen, und seinen Wurf bekommen wir auch immer besser in den Griff. Er ist auch komplett wiederhergestellt (nach gesundheitlichen Beschwerden im vergangenen Monat, Red.).“
Vor allem die fehlende Konstanz sieht van der Voort als zentrales Problem.
„Jetzt müssen wir wirklich hoffen, dass er drei, vier Monate nirgendwo gegen anläuft. Kein Theater oder Probleme mit seinem Körper. Dass er wirklich an seiner Form arbeiten und jede Woche spielen kann. Derzeit läuft es sehr gut und dann wieder sehr mäßig. Diese Ausreißer, die er derzeit manchmal hat, dürfen ihm nicht passieren. Solche Dinge müssen raus. Er lässt auch noch zu viele Chancen liegen.“
Dabei hatte van Gerwen das Jahr 2026 eigentlich solide begonnen. Der dreimalige Weltmeister holte einen Titel auf der World Series, erreichte dort außerdem ein Finale und feierte einen Wochensieg in der Premier League Darts. Dennoch verlor er durch eine krankheitsbedingte Pause erneut den Rhythmus.
„Er muss Woche für Woche gegen die Topspieler antreten. Er war gut unterwegs, musste dann aber plötzlich wieder Turniere absagen, und dann wirst du zurückgeworfen. Er braucht den Aufbau Richtung World Matchplay (18.–26.07., Red.) jetzt wirklich“, erklärte van der Voort abschließend.