„Hier habe ich nur eine Chance pro Jahr“ – Krzysztof Ratajski genießt einen historischen Abend im eigenen Land

PDC
Samstag, 21 Februar 2026 um 17:15
Krzysztof Ratajski
Krzysztof Ratajski hat in Krakau ein Stück Darts-Geschichte geschrieben. Beim ersten Ranglistenturnier auf polnischem Boden krönte sich die nationale Nummer eins bei den Poland Darts Open selbst – und erlebte einen der emotionalsten Momente seiner Karriere. Der Triumph auf der European Tour wog für ihn schwerer als viele andere Erfolge zuvor.
Vor heimischem Publikum zu spielen, bedeutete Ratajski alles. Die Halle bebte, die Fans trugen ihn durch den Abend. Entsprechend bewegt zeigte sich der 47-Jährige nach dem Spiel bei den Poland Darts Open im Gespräch mit Tungsten Tales. „Es war auf jeden Fall etwas Besonderes“, sagte er. „Das erste Ranglistenturnier in Polen, eine großartige Location, so viele Fans. Hier zu spielen und hier zu gewinnen, ist fantastisch.“

Heimdruck, Heimstärke – Ratajski hält dem Erwartungsdruck stand

Während Ratajski in England Woche für Woche auf der Tour antritt und regelmäßig Bühnenzeit bekommt, stellt ein Auftritt in Polen eine Ausnahme dar. Genau das erhöht den Druck. „Hier habe ich nur eine Chance pro Jahr, um zu zeigen, was ich kann“, erklärte er offen. „In England gibt es viele Turniere. Wenn ich dort schlecht spiele, bekomme ich schnell eine neue Gelegenheit. Hier muss ich ein Jahr warten.“
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Krzysztof Ratajski trifft in der zweiten Runde auf Luke Humphries
Diese besondere Konstellation spürte man auch an seinem Fokus. Ratajski trat konzentriert und stabil auf, ließ sich von der Bedeutung des Moments nicht überwältigen. Mit einem Average von rund 96 Punkten lieferte er ein starkes Niveau ab. „Ich bin wirklich froh darüber, was ich hier gespielt habe. Es war ein gutes Spiel, wirklich gut“, sagte er zufrieden.
Unvergesslich blieb auch der Walk-on. Die Zuschauer sangen seinen Namen, die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt, noch bevor der erste Dart geworfen war. Ratajski versuchte dennoch, die Emotionen zu kontrollieren. „Ich versuche immer, nicht zu sehr daran zu denken, dass das Publikum etwas von dir erwartet“, betonte er. „Aber das hier war natürlich besonders."
Am Ende zählte für ihn vor allem die eigene Haltung. „Ich habe alles gegeben, um zu gewinnen“, stellte er klar. „Und diesmal hat es geklappt. Selbst wenn ich verloren hätte, aber hundert Prozent gegeben hätte, wäre es in Ordnung gewesen.“
Dass sich Einsatz und Leistung in einem historischen Heimsieg vereinten, rundete den Abend perfekt ab. „Es hat ein glückliches Ende gefunden“, sagte Ratajski – und man spürte: Dieser Erfolg bleibt.
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