Bei den Poland Darts Open finden am Samstagabend die nächsten acht Zweitrundenpartien statt – und erstmals betreten die größten Namen die Bühne in Krakau. Mit
Luke Littler, Luke Humphries und
Gian van Veen steigen die drei bestplatzierten Spieler der Welt in das Turnier ein. Die Zuschauer dürfen sich auf ein hochklassiges Programm freuen.
Das Event markiert den Auftakt der
European Tour 2026 – und gleichzeitig die Premiere eines
European-Tour-Turniers auf polnischem Bode. Die Professional Darts Corporation setzt damit ein weiteres Ausrufezeichen in ihrer internationalen Expansion.
Poland Darts Open 2026
Samstag, 21.02.2026
Abendsession (ab 19:00 Uhr)
| 19:00 | Josh Rock | v | William O'Connor | R2 |
| 19:30 | Jonny Clayton | v | Adam Gawlas | R2 |
| 20:00 | Michael Smith | v | Joe Cullen | R2 |
| 20:30 | Luke Littler | v | Mike de Decker | R2 |
| 21:00 | Callan Rydz | v | Luke Woodhouse | R2 |
| 21:30 | Luke Humphries | v | Krzysztof Ratajski | R2 |
| 22:00 | Stephen Bunting | v | Niels Zonneveld | R2 |
| 22:30 | Gian van Veen | v | Andrew Gilding | R2 |
Josh Rock gegen William O’Connor
Die Abendsession eröffnet ein Duell zweier erfahrener Tour-Profis. Josh Rock reist als Nummer neun der Setzliste an und gehört längst zur erweiterten Weltspitze. Im vergangenen Jahr gewann er gemeinsam mit Daryl Gurney den World Cup of Darts und bestätigte seine Entwicklung mit konstant starken Leistungen. In der Premier League Darts wartet der 24-Jährige allerdings noch auf seinen ersten Sieg in dieser Saison.
Sein Gegner William O’Connor bringt viel Erfahrung mit. Der Ire setzte sich in Runde eins mit 6:4 gegen Andreas Harrysson durch und präsentierte sich dabei stabil auf die Doppel. Der direkte Vergleich zwischen Rock und O’Connor steht bei 2:2 – ein Duell auf Augenhöhe zum Auftakt des Abends.
Jonny Clayton gegen Adam Gawlas
Mit Jonny Clayton folgt einer der formstärksten Spieler der vergangenen Wochen. „The Ferret“ gewann kürzlich einen Spieltag der Premier League und reist mit breiter Brust nach Krakau. Als Nummer fünf gesetzt, bringt Clayton reichlich Erfahrung auf der European Tour mit. Drei Titel hat er dort bereits gesammelt, darunter im Vorjahr das Dutch Darts Championship.
Herausforderer Adam Gawlas kehrte zu Beginn des Jahres auf die Tour zurück und nutzte seine Chance eindrucksvoll. In der ersten Runde eliminierte er Dirk van Duijvenbode mit 6:3. Die bisherigen beiden direkten Duelle zwischen Clayton und Gawlas endeten ausgeglichen, allerdings liegt das letzte Aufeinandertreffen bereits mehrere Jahre zurück.
Michael Smith gegen Joe Cullen
Mit Michael Smith und Joe Cullen treffen zwei frühere Major-Champions aufeinander, die aktuell um Anschluss an die Weltspitze kämpfen. Smith rückte kurzfristig ins Teilnehmerfeld, nachdem Michael van Gerwen krankheitsbedingt absagen musste.
Cullen überzeugte in Runde eins mit einem 6:2-Erfolg über Krzysztof Kciuk. Im direkten Vergleich liegt Smith klar vorn. Beide kennen sich aus zahlreichen intensiven Duellen, doch die Formkurve wird an diesem Abend eine entscheidende Rolle spielen.
Luke Littler gegen Mike De Decker
Der Auftritt von Luke Littler sorgt für besondere Aufmerksamkeit. Der Weltmeister von 2026 bekommt es mit
Mike De Decker zu tun – eine Neuauflage ihres Duells bei den Winmau World Masters. Damals vergab De Decker einen Matchdart, Littler drehte die Partie und sicherte sich später auch den Titel.
In der Premier League musste Littler zuletzt einige Niederlagen hinnehmen, auch gesundheitliche Probleme bremsten ihn aus. Dennoch zählt der Engländer in jedem Turnier zum engsten Favoritenkreis. De Decker zeigte zum Saisonstart schwankende Leistungen, erreichte jedoch ein Viertelfinale auf der Pro Tour. Sein Scoring-Potenzial steht außer Frage. Allerdings wartet er nach acht Duellen noch immer auf den ersten Sieg gegen Littler – eine mentale Hürde, die er überwinden muss.
Mike De Decker trifft auf Luke Littler
Callan Rydz gegen Luke Woodhouse
Callan Rydz gilt als einer der unberechenbarsten Akteure auf der Tour. Kurzfristig rückte er für Gerwyn Price ins Feld. An einem starken Tag spielt Rydz Weltklasse-Averages, an einem schwächeren verliert er früh die Kontrolle.
Sein Landsmann Luke Woodhouse blickt dagegen auf ein konstantes Jahr zurück. Er kletterte in der Weltrangliste deutlich nach oben und gewann sein Auftaktmatch gegen Carl Sneyd souverän mit 6:2. Bemerkenswert: Beide Profis stehen sich erstmals auf der Tour gegenüber.
Luke Humphries gegen Krzysztof Ratajski
Mit Luke Humphries greift auch der amtierende Weltranglisten-Zweite ins Geschehen ein. Humphries überzeugt seit zwei Jahren mit beeindruckender Konstanz und zählt auf der European Tour zu den dominierenden Figuren. Seine Mischung aus hohem Scoring und starker Doppelquote macht ihn zu einem der komplettesten Spieler im Feld.
Krzysztof Ratajski genießt in Krakau Heimvorteil. Der erfahrene Pole liebt die großen Bühnen und nutzt die Unterstützung des Publikums häufig als zusätzlichen Antrieb. Wenn Ratajski früh in seinen Rhythmus findet, kann er das Match lange offenhalten.
Niels Zonneveld trifft auf Stephen Bunting
Stephen Bunting gegen Niels Zonneveld
Im vorletzten Match des Abends trifft Stephen Bunting auf
Niels Zonneveld. Zonneveld setzte sich in Runde eins souverän gegen Piotr Maciejczak durch und präsentiert sich seit Monaten mit wachsendem Selbstvertrauen.
Bunting reist als Nummer sieben der Setzliste an und gewann im vergangenen Jahr zwei European-Tour-Titel. In der Premier League blieb ihm zuletzt jedoch der ganz große Wurf verwehrt. Der direkte Vergleich spricht klar für den Engländer, der bislang alle drei Duelle gewann. Dennoch dürfte Zonneveld mit seiner aktuellen Form ein ernstzunehmender Prüfstein werden.
Gian van Veen ist die aktuelle Nummer drei der Welt
Gian van Veen gegen
Andrew Gilding
Den Abschluss bildet Gian van Veen. Der 23-Jährige erreichte zu Jahresbeginn das Finale der PDC World Darts Championship und bestätigte seine Klasse mit starken Auftritten in der Premier League. Auf der European Tour stand er bereits mehrfach im Endspiel, wartet jedoch noch auf seinen ersten Titel.
Sein Gegner Andrew Gilding zeigte in Runde eins mit einem Average jenseits der 106 Punkte eine beeindruckende Leistung gegen Jeffrey de Graaf. Gilding spielt unorthodox, aber effektiv – und er bringt die Erfahrung zahlreicher Major-Auftritte mit. Der direkte Vergleich mit van Veen ist ausgeglichen, sodass auch hier ein enges Match zu erwarten ist.