Der 20-Jährige nahm sich vor wenigen Wochen eine Woche frei, um nach Hildesheim zu reisen – eine produktive Deutschland-Tour, mit der er seinen Namen auf die Darts-Landkarte setzte. Als erst fünfter Spieler, der einen ProTour-Titel
ohne Tour Card gewann, zeigte Coates sein entfesseltes Potenzial gegen die Weltspitze.
Nun gilt er als Mann, den man im Blick behalten sollte – Teil einer spannenden Generation junger Spieler, die in den Sport drängen und die Elite herausfordern wollen. Für Coates ist das Balanceakt: Training und Turniere neben der Arbeit mit seinem Vater in einem völlig anderen Beruf. Bislang zahlt es sich aus.
Vom Burger-Braten zu Duellen mit den besten Dartspielern der Welt
Im Gespräch mit dem
Weekly Dartscast sprach der Engländer offen über seinen Job. „Ich bin Teilzeit-Metzger im Betrieb meines Vaters“, erklärte er. „Ich arbeite dort drei Tage pro Woche, mache Burger und erledige allgemeine Aufgaben.“
Wenn er nicht arbeitet, steht er am Oche. „Ich spiele an den Abenden, an denen ich nicht arbeite. Meistens ein paar Stunden. Außerdem spiele ich drei Abende in der Woche.“
Dieser Beruf ist ein Plus, falls die Darts-Karriere nicht wie geplant verläuft. Doch Coates hat sich in eine sehr gute Position gebracht, um durchzustarten. Aktuell liegt er in den vorläufigen Qualifikationsrängen für die PDC World Darts Championship und die Players Championship Finals, doch bis zu den großen TV-Turnieren bleibt noch Arbeit.
Er peilt diese goldenen Erfahrungen an, bleibt aber gelassen, falls es noch nicht reicht. „Wenn ich reinkomme, wenn ich weiter gut spiele, sammle ich eine weitere neue Erfahrung“, gab er zu. „Wenn nicht, dann liegen noch viele Jahre vor mir.“
Der nächste Schritt ist die Tour Card. An Fähigkeit und Überzeugung fehlt es Coates nicht – zumindest in seinem Kopf. „Einfach das Vertrauen zu haben, dass ich konstant 90er-Averages plus spielen kann und die Hunderter-Plus bringe, wenn es nötig ist. Ich denke, in Zukunft wäre ich zuversichtlich, meine Tour Card zu holen.“