"Ich fühle mich wie ein Fisch auf dem Trockenen" – Phil Taylor findet sich in neuer Rolle als TV-Experte noch nicht ganz zurecht
PDCPhil The Power Taylor, 16-facher Weltmeister und Ikone des Dartsports, hat das Oche endgültig verlassen – und wagt sich auf neues Terrain. Nach seinem offiziellen Rücktritt im Mai dieses Jahres tritt Taylor nun als Kommentator vor die Kameras. Sein Debüt gibt er am Sonntag, den 29. Juni, beim World Seniors Darts Champion of Champions, das live auf Pluto TV übertragen wird.
Doch der Schritt in die Medienwelt fällt ihm nicht leicht. „Ich fühle mich im Moment wie ein Fisch auf dem Trockenen“, räumt Taylor gegenüber dem Mirror ehrlich ein. „Ich bin immer noch am Lernen. Ich ziehe meinen Hut vor denen, die das seit Jahren machen.“
Der Übergang vom Oche zum Mikrofon
Taylor hat in seiner Karriere alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt: 87 große Titel, darunter 14 PDC- und zwei BDO-Weltmeisterschaften sowie sagenhafte 16 Erfolge beim World Matchplay. Selbst nach seinem Rücktritt von der PDC im Jahr 2018 blieb er dem Sport verbunden – zuletzt auf der World Seniors Tour. Doch im Mai 2024 beendete er auch dieses Kapitel endgültig.
Mikrofon statt Barrels? Am Oche fühlte sich The Power wohler
Nun also der Schritt ins TV-Studio – eine völlig andere Herausforderung. Taylor beschreibt seine ersten Gehversuche vor der Kamera als holprig, aber lehrreich. „Jedes Mal, wenn ich dabei bin, lerne ich etwas. Ich sehe es als eine Art Praktikum. Man muss den Job lernen, indem man ihn ausübt.“
Was ihm dabei besonders gefällt: der fehlende Druck. „Es gibt keinen Stress. Ich muss nicht trainieren, mich nicht auf ein Spiel vorbereiten. Ich kann mich einfach entspannen und Spaß haben.“
Abschied aus Respekt vor den Fans
Seine Entscheidung, endgültig vom aktiven Dartsport zurückzutreten, traf Taylor mit Bedacht – und aus Respekt vor seinem Publikum. „Ich mochte die Idee der Seniorentour sehr, und am Anfang war ich begeistert“, sagt er. „Aber ich konnte nicht mehr so auftreten, wie es von Phil Taylor erwartet wird. Und das brach mir ein wenig das Herz.“
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Mit bald 65 Jahren habe der Körper nicht mehr mitgespielt. „Ich konnte das Niveau, das ich von mir selbst kenne, nicht mehr erreichen. Und die Leute zahlen Geld, um mich spielen zu sehen. Da muss es stimmen.“
Taylor, bekannt für seinen unbedingten Siegeswillen und Perfektionismus, wollte sich nicht damit abfinden, unter seinen Möglichkeiten zu bleiben. „Wenn ich etwas mache, dann muss es gut sein. Und sonst nicht.“
Obwohl er nun eine neue Rolle einnimmt, bleibt Taylors Präsenz im Dartsport spürbar. Auch wenn er sich in der Kommentatorenkabine erst noch einfinden muss, spricht aus jeder seiner Aussagen der Respekt vor dem Spiel – und die Liebe zum Sport, die ihn über Jahrzehnte hinweg zur Legende gemacht hat.
Phil Taylor looking forward to the BETGOODWIN World Seniors Darts Champion of Champions
— BetGoodwin (@betgoodwinuk) June 28, 2025
Raymond Van Barneveld has been smashed off the boards from *5/2* all the way down to currently *13/8* and the punters are still lumping on !!
The best of luck to all 12 players for Sunday !… pic.twitter.com/Pjh3rwR5MM

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










