„Ich hoffe, er bekommt Hilfe“ – Ehemaliger Olympiasieger schockiert über Raymond van Barnevelds Aussagen
PDC
Die offenen Worte von Raymond van Barneveld über die Wirkung von Niederlagen haben viel Diskussion ausgelöst. Der fünffache Weltmeister sagte kürzlich, dass sich eine Pleite bei der World Darts Championship emotional anfühlen könne wie der Verlust eines geliebten Menschen. Dieser prägnante Vergleich sorgte für breite Debatten und rief auch eine Reaktion der ehemaligen Olympia-Radsportmeisterin Leontien van Moorsel hervor.
Das Thema kam in der TV-Sendung De Oranjezomer auf. Moderatorin Hélène Hendriks fragte Van Moorsel, wie sie früher mit Enttäuschungen umging, wenn sie ein wichtiges Radrennen nicht gewann. Die ehemalige Topsportlerin räumte ein, dass sie eine Niederlage durchaus traf, betonte jedoch, dass sie ihren Fokus schnell neu ausrichtete.
„Mir war schlecht deswegen, aber ich begann auch sofort zu analysieren, um zu wissen, was ich im nächsten Rennen besser machen musste“, sagte Van Moorsel. Sie ist der Ansicht, dass Enttäuschungen Teil des Spitzensports sind, es aber wichtig ist, sie in Motivation für die nächste Aufgabe zu verwandeln.
Van Barnevelds Vergleich mit dem Verlust eines geliebten Menschen ging ihr jedoch viel zu weit. „Nein, das ist überhaupt nicht vergleichbar“, reagierte sie bestimmt.
Studiogast Rutger Castricum äußerte sich ebenfalls zu den Aussagen des niederländischen Dartspielers. Nachdem ein Clip von Van Barneveld gezeigt worden war, sagte er: „Das ist auch ein Problem, das er mit sich herumträgt. Wenn sich Verlieren so anfühlt, als würdest du ein Familienmitglied verlieren, dann wirst du nicht gewinnen.“
Sorgen um mentale Belastung
Van Moorsel stimmte zu und äußerte ihre Sorge über die mentale Belastung, die Van Barneveld offenbar erlebt. „Das ist doch furchtbar, oder? Schau, wie oft er in den letzten Jahren verloren hat. Was für ein elendes Leben er dann eigentlich gehabt hat. Ich hoffe auch, dass ihm Hilfe angeboten wurde. Ich finde das einfach traurig.“
Castricum nannte die Situation anschließend „tragisch“ und wies darauf hin, dass Van Barneveld in der erfolgreichsten Phase seiner Karriere diese schweren Gefühle scheinbar weniger hatte. „Er war auch ein riesiger Held. Es gab eine Zeit, in der er viel gewonnen hat. Offenbar hatte er das damals nicht.“

Raymond van Barneveld ist aktuell die Nummer 41 der Welt
Einblick in den mentalen Kampf
Van Barnevelds Aussagen stammen aus Wilfred Genees Showbird-Podcast. Darin gewährte der 59-jährige Dartspieler Einblick in den mentalen Kampf, den er seit Jahren führt. Er sagte, dass er als Kind verschiedene Sportarten ausprobierte, aber nie wirklich herausragte. Erst als er ein Dart-Set in die Hand bekam, entdeckte er sein Talent.
Genau deshalb fühlt sich eine Niederlage für ihn besonders schwer an. „Jedes Mal falle ich voll auf die Nase, und das ist in den vergangenen Jahren regelmäßig passiert, dann kehre ich zu dem kleinen Jungen von früher zurück. So nach dem Motto: Siehst du, du taugst gar nichts. Du kannst im Leben nichts. Das habe ich mir selbst gesagt“, so Van Barneveld.
Weiterlesen
Mit diesem offenen Eingeständnis zeigte die niederländische Darts-Legende, dass es im Spitzensport nicht nur um Leistungen am Oche geht, sondern auch um den mentalen Druck, der damit einhergeht. Seine Worte haben nun eine breitere Diskussion über die psychologische Seite des Hochleistungssports und die Auswirkungen jahrelangen Wettkampfs auf höchstem Niveau ausgelöst.

Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Mentor
Pascal Michiels ist Chefredakteur von Dartsnews.de und verantwortlich für die strategische, redaktionelle und SEO-basierte Ausrichtung der Plattform. In dieser Rolle steuert er redaktionelle Standards, Themenpriorisierung und Qualitätskontrolle und arbeitet eng mit Redaktion und Management zusammen, um Reichweite, Sichtbarkeit und inhaltliche Qualität nachhaltig zu stärken.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er im Bereich Media Analysis bei Report International, wo er unter anderem für internationale Kunden wie Mercedes, BMW, Opel, Ford Europe sowie Olympiabewerbungen tätig war. Dort leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte umfangreiche Erfahrung in redaktioneller Koordination, Medienanalyse und Leistungsbewertung.
In den folgenden Jahren arbeitete Pascal als Business-IT-Coach und selbstständiger Berater, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Später wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Dartsnews.de verantwortet er heute die redaktionelle Governance der Plattform. Dazu zählen die Festlegung von Quellenstandards, die Sicherstellung von Genauigkeit und Konsistenz sowie die Koordination von Aktualisierungen und Korrekturen bei neuen, verifizierten Informationen. Neben seiner strategischen Arbeit ist er auch redaktionell tätig und unterstützt das Team bei Textstruktur, Themenwahl und Headline-Optimierung.
Darüber hinaus ist Pascal auch in die strategische Entwicklung von Radsportaktuell.de eingebunden.
Klatscht 2Besucher 2
Gerade In
Beliebte Nachrichten
Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









