„Ich höre nicht auf, bevor ich bekomme, was ich will" – Michael Smith weigert sich, nach Verletzungssorgen das Handtuch zu werfen
PDCFür den fünfzehnten Winter in Folge steht Michael Smith kurz vor dem Start auf der größten Bühne seines Sports. Die Darts WM bedeutet ihm mehr als jedes andere Turnier – und auch in diesem Dezember kehrt der ehemalige Weltmeister mit neuer Energie in den Alexandra Palace zurück, dorthin, wo er 2023 den bislang größten Triumph seiner Karriere feierte.
Damals beendete Smith zwei Jahre voller Rückschläge und holte endlich den WM-Titel. Das Finale ging in die Geschichte ein: Michael van Gerwen verpasste knapp die Doppel-12 zum Neun-Darter – Smith dagegen traf. Sekunden später lag der Engländer in den Armen seiner Familie, die Sid Waddell Trophy in den Händen. Seitdem verbindet ihn mit dem „Ally Pally“ mehr als nur sportlicher Erfolg – es ist der Ort, an dem ein Lebenstraum wahr wurde.
„Ein Turnier kann das ganze Jahr verändern“
„Es ist immer großartig, in den Ally Pally zurückzukehren“, sagt Smith gegenüber PDC.tv. „Wenn du den Hügel hinauffährst und die Lichter siehst, bekommst du sofort dieses seltsame Gefühl. Und es geht nie weg – egal, ob es mein erstes Match 2011 oder mein nächstes in diesem Jahr ist. Dieses Gefühl verschwindet nie.“

Michael Smith krönte sich 2023 zum Weltmeister.
Für Smith ist die Weltmeisterschaft der Inbegriff des Sports. „Sie ist die wichtigste von allen. Wenn sie vorbei ist, denkst du schon ans nächste Jahr. Wenn ich die WM gewinne, vergessen wir die letzten elf Monate – ein Turnier kann das ganze Jahr verändern“, erklärt der Engländer.
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Wiedererstarkung nach schwerem Jahr
Seit dem Titel im Januar 2023 lief für Smith allerdings nicht alles rund. Verletzungen warfen ihn zurück, im Ranking rutschte er zwischenzeitlich auf Platz 31 ab. Doch beim Grand Slam of Darts im November blitzte erstmals wieder das alte Level auf – genug für den Einzug ins Viertelfinale und den Glauben, dass er rechtzeitig zur WM in Form kommt.
„Ihr habt mich ganz sicher noch nicht zum letzten Mal gesehen“, stellt Smith klar. „Sonst hätte ich dieses Jahr schon aufgehört. Aber aufgeben steht nicht in meinem Wörterbuch. Ich höre nicht auf, bevor ich bekomme, was ich will – und das habe ich in den letzten zwölf Monaten bewiesen.“
Im Training hat Smith die Intensität deutlich angezogen. Sein Scoring, sein Timing, seine Checkouts – alles nähert sich wieder dem Niveau, das ihn einst zum Titelträger machte. „Ich score und checke wieder gut. Die Herausforderung ist jetzt, das mit nach London zu nehmen“, sagt er. „Ich fühle mich gut, bereit. Noch nicht bei 100 Prozent, aber wenn ich bei der WM das abrufen kann, was in mir steckt, kann ich gewinnen. Ich habe diese Trophäe schon einmal in die Höhe gestemmt – und ich weiß, wie es geht.“
Auftakt gegen Lisa Ashton
Zum Start der WM 2026 trifft Smith auf Lisa Ashton, die Siegerin des Women’s World Matchplay. Das Duell sorgt schon im Vorfeld für Gesprächsstoff – nicht nur, weil Ashton ein Publikumsliebling ist, sondern auch, weil beide schon 2022 beim Grand Slam aufeinandertrafen. Damals gewann Smith knapp mit 5:3.
„Ich freue mich auf das Match“, sagt er. „Lisa kann stark scoren, ich aber auch. Ich hoffe einfach, dass ich ein bisschen zu stark für sie bin – das ist der Plan.“
Dabei geht es für Smith nicht nur um das Ergebnis, sondern um innere Ruhe. „Ich muss meine Emotionen kontrollieren und gleich zu Beginn in den richtigen Modus kommen. Ich weiß, dass ich es schaffen kann – nichts hält mich davon ab, wieder zurückzukommen. Ich muss nur meinen Job machen. Und der Job ist, dafür zu sorgen, dass ich zurückkehre.“
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Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








