„Ich muss mindestens zwei Abende gewinnen“ – Stephen Bunting vor Premier-League-Showdown gegen Price

PDC
Donnerstag, 30 April 2026 um 17:00
Stephen Bunting (1)
Im Vorfeld von Spieltag 13 der Premier League Darts steht Stephen Bunting vor einem klaren Auftrag. Der Engländer weiß genau, was nötig ist, um seine Play-off-Chancen am Leben zu halten. In Aberdeen wartet am Donnerstagabend ein entscheidendes Duell mit Gerwyn Price — und die Rechnung ist simpel.
„Es stehen noch vier Abende aus und ich muss mindestens zwei davon gewinnen“, sagt Bunting ohne Umschweife. „Ich habe die Messlatte für mich selbst hoch gelegt. Ich will die Saison stark beenden.“
Der Premier-League-Abend in Aberdeen stellt für Bunting einen wichtigen Wendepunkt dar. Der Rückstand auf die Top Vier ist beträchtlich, aber nicht unüberbrückbar. Dennoch weigert sich Bunting, weiter als bis zu seiner nächsten Partie zu schauen.
„Ich weiß, was ich zu tun habe. Ich habe hier letztes Jahr gegen Gerwyn gespielt und ihn damals schlagen können“, blickt er zurück. „Also fangen wir damit an. Nicht zu weit vorausblicken. Der gesamte Fokus liegt auf Price. Hoffentlich kann ich liefern und einen richtig guten Abend hinlegen.“

Besondere Woche abseits des Darts

Im Vorfeld des Abends in Aberdeen erlebte Bunting auch einen auffälligen Abstecher. Der Engländer tauchte nämlich beim Fußballklub Coventry City auf. Der Verein stieg kürzlich von der Championship in die Premier League auf, und „The Bullet“ spielte eine besondere Rolle in den Feierlichkeiten.
„Es war ein großartiger Tag“, erzählt er. „Einer der Jungs bei Coventry nutzte meine Walk-on-Musik im Mannschaftsbus. Sie hatten mich gebeten, vorbeizukommen und die Spieler zu überraschen.“
Das Treffen mit Team und Staff hinterließ Eindruck. „Es war schön, alle kennenzulernen. Und als wir wieder aufbrachen, warteten vor dem Stadion Fans auf die Spieler. Ich ging hinaus und plötzlich wollten alle Autogramme und Fotos. Das war ziemlich surreal, gerade vor einem Fußballstadion.“
Selbst als Anhänger des Liverpool FC konnte er sich über den Erfolg eines anderen Vereins freuen. „Die Saison von Liverpool war nicht großartig, daher war es schön, jemanden anderen einen Titel gewinnen zu sehen“, sagt er mit einem Lächeln.
Als ob Darts und Fußball nicht genug wären, hat sich Bunting auch der Pferdesportwelt zugewandt. Gemeinsam mit unter anderem Luke Littler und Ex-Profi Michael Owen ist er Miteigentümer eines Rennpferds. „Wir schauen immer nach Dingen, die wir neben dem Darts machen können“, erklärt Bunting. „Das ist eine großartige Zusammenarbeit zwischen uns dreien. Wir sind wirklich begeistert von dem Pferd.“
Das erste Rennen ist für Ende Mai geplant. „Wir müssen noch kurz mit Trainer Hugo Palmer Rücksprache halten, aber die Signale sind positiv. Was er uns sagt, klingt alles sehr vielversprechend.“
Stephen Bunting zupft am Kragen seines Trikots und blickt in die Ferne.
Sollte Bunting in Aberdeen gegen Price verlieren, scheint er die Play-offs endgültig abschreiben zu müssen.

Respekt für Beau Greaves

Neben seinen eigenen Ambitionen nahm sich Bunting auch Zeit für die große Meldung der Woche in der Dartswelt: den historischen Titel von Beau Greaves beim Players Championship 11. „Es ist großartig, was sie leistet“, sagt er anerkennend. „Schon eine Tourkarte zu gewinnen, ist eine enorme Leistung, aber sie hat das wirklich überzeugend geschafft.“
Laut Bunting liegt die Zukunft für die junge Engländerin offen. „Sie sagte selbst, sie habe nicht gedacht, dass sie Pro Tours gewinnen würde, aber sie hat sich bereits bewiesen. Sie wird nur besser. Dieser Schub an Selbstvertrauen wird ihr enorm helfen.“
Er sieht in Greaves sogar eine künftige Major-Siegerin. „Sie hat alles. Sie kann Averages von über 100 spielen, ihre Scoring-Power ist fantastisch und auch auf ihre Finishes ist sie wirklich stark.“ Bunting verweist auf ein spezifisches Finish als Beleg für ihre Klasse: „Dieses 142-Finish gegen Michael — das sagt alles. Sobald die ersten Pfeile in der Triple 20 steckten, wusste er, dass die Stunde geschlagen hat.“
Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: „Wir bekommen alle ein bisschen Probleme, wenn sie so weitermacht. Hoffentlich lose ich sie nicht zu oft in der ersten Runde.“
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