„Ich spiele für meinen eigenen Lebensunterhalt, nicht für mein Land“ – Mike De Decker äußert sich klar zum Stimmungsbild rund um den World Cup of Darts
Mike De Decker hat mit einer markanten Aussage über sein Spielen für Belgien für Verwirrung gesorgt. In einem Interview sprach man den belgischen Darter auf eine frühere Bemerkung an, in der er erklärt hatte, nicht mehr für sein Land zu spielen. De Decker stellte nun klar: Er meinte diese Worte vor allem als Scherz, und andere rissen sie aus dem ursprünglichen Zusammenhang.
Die Aussage stammt laut De Decker aus dem vergangenen Jahr rund um den World Grand Prix. „Ich spiele nicht mehr für mein Land", ließ er damals notieren. Die Bemerkung löste anschließend einige Reaktionen aus. De Decker blickt mit einem Lächeln darauf zurück und betont, dass keinerlei tiefere Bedeutung dahintersteckte.
Keine falschen Schlüsse ziehen
„Ich spiele für mein eigenes Brot", erklärte er. Damit wollte der Belgier verdeutlichen, dass in erster Linie seine eigenen Leistungen und Interessen als Profidarter seine Karriere bestimmen. Dennoch kam die Aussage bei manchen anders an. De Decker erhielt nach eigenen Angaben damals etliche Nachrichten aufgrund seiner Worte. „Die Nachrichten, die ich damals bekam...", erzählte er und stellte erneut klar: Seine Äußerung richtete sich weder gegen das belgische Team noch gegen das Konzept des World Cup of Darts.
Mike De Decker war in diesem Jahr zusammen mit Dimitri Van den Bergh beim World Cup of Darts im Einsatz
Laut De Decker sollte niemand aus seinen Worten falsche Schlüsse ziehen. Sie bedeuten nicht, dass er nicht stolz wäre, Belgien zu vertreten. Im Gegenteil: Seine Bemerkung hatte nichts mit mangelndem Stolz zu tun, für sein Land anzutreten, sondern war vor allem eine lockere Reaktion auf die gestellte Frage.
Der belgische Darter verwies zudem auf den chauvinistischen Zug, der rund um Ländervergleiche im Sport entstehen kann. Der World Cup of Darts zählt schließlich zu den wenigen Events im PDC-Kalender, bei denen Spieler nicht individuell, sondern für ihr Land an den Start gehen. Für viele Darter markiert das einen besonderen Moment, in dem der nationale Stolz eine wichtige Rolle spielt.
Mit seiner früheren Aussage wollte De Decker vor allem klarstellen, dass er als Profi letztlich für sich selbst spielt. „Ich spiele für mein eigenes Brot" bildete den Kern seiner Botschaft. Seine Ergebnisse bestimmen schließlich sein Ranking, das Preisgeld und die weitere Karriere – losgelöst von der Frage, ob er Belgien mit Stolz vertreten will oder nicht.
Der richtige Kontext
Die Verwirrung entstand laut De Decker vor allem dadurch, dass andere seine Aussage ohne den ursprünglichen Kontext erneut aufgriffen. Hört man nur die Worte „Ich spiele nicht mehr für mein Land", klingt das natürlich so, als würde der Belgier bewusst Abstand zur Nationalmannschaft suchen. Das trifft jedoch keineswegs zu.
De Decker hat in der Vergangenheit oft gezeigt, dass er klare Worte nicht scheut. Der Belgier steht für seine direkte Kommunikation und schmückt Aussagen selten lange aus. Auch hier wählte er eine kurze, prägnante Replik – die dann ein Eigenleben entwickelte.
Belgische Darts-Fans können beruhigt sein: De Decker tritt auch im nächsten Jahr beim World Cup of Darts für Belgien an.
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.