Der September 2026 bringt den PDC-Circuit zurück auf Betriebstemperatur. Nach den ruhigeren Sommerwochen zieht der Turnierkalender spürbar an, und an fast jedem Wochenende steht ein bedeutendes Event auf dem Programm. Von der European Tour über die Players Championships bis zur Entscheidung auf der Challenge Tour kämpfen die Spieler in diesem Monat auf mehreren Ebenen um Preisgeld, Ranglistenpunkte und Startplätze.
Gleichzeitig läutet der September die entscheidende Phase der Saison ein. Die World Series Finals eröffnen die intensive TV-Phase des Herbstes, bevor am Monatsende der
World Grand Prix beginnt. Parallel entscheidet sich, wer sich rechtzeitig für die großen Turniere am Jahresende positioniert. Ein Überblick über die wichtigsten PDC-Termine im September 2026.
4.-6. September: Czech Darts Open
Prag liefert die erste große Standortbestimmung des Monats: Dort steigt die sechste Auflage der Czech Darts Open. Für das zwölfte Euro-Tour-Turnier der Saison reist nahezu die komplette Weltspitze in die tschechische Hauptstadt, was den Titelkampf entsprechend hochkarätig besetzt.
Luke Humphries verteidigt seinen Titel aus dem Vorjahr, als er die Czech Darts Open mit einem 8:5-Finalsieg gegen Josh Rock gewann. Eine Wiederholung wird für den Engländer jedoch zur echten Herausforderung: Luke Littler, Michael van Gerwen, Gian van Veen, Gerwyn Price und Gary Anderson zählen zu den prominentesten Konkurrenten in Prag.
11.-13. September: Flanders Darts Trophy
Eine Woche später zieht der Euro-Tour-Tross nach Belgien weiter. Am zweiten September-Wochenende trägt Antwerpen die dritte Auflage der
Flanders Darts Trophy aus. Luke Littler sicherte sich den Titel im Vorjahr mit einem knappen 8:7-Erfolg im Finale gegen Josh Rock.
Wie gewohnt umfasst das Feld auf der European Tour 48 Spieler. Die Top 16 der Weltrangliste sowie die Top 16 der Pro-Tour-Order-of-Merit erhalten eine direkte Einladung, die übrigen 16 Startplätze vergeben verschiedene Qualifikationsturniere. Die belgischen Fans dürfen sich zudem auf ein besonders starkes Feld freuen: Neben Littler haben unter anderem auch Humphries, van Gerwen, Price, Rock und Anderson für die Antwerp Expo gemeldet – vorbehaltlich möglicher späterer Absagen.
Luke Littler ist der Titelverteidiger bei der Flanders Darts Trophy
17.-20. September: World Series Finals
Die World Series Finals bilden traditionell den Auftakt zur intensiven TV-Phase im Herbst. In Amsterdam beschließen
32 Spieler die World Series, wobei das erspielte Preisgeld nicht in die PDC Order of Merit einfließt.
24 Akteure haben sich über ihre Leistungen bei den einzelnen World-Series-Events eine Einladung verdient und stellen damit den Großteil des Feldes. Vier weitere Spieler sichern sich ihr Ticket über die Weltrangliste, die letzten vier Plätze vergibt ein Qualifikationsturnier. Michael van Gerwen holte sich 2025 den Titel vor heimischem Publikum: Der Niederländer erreichte das Finale im AFAS Live und setzte sich dort mit 11:7 gegen Luke Littler durch.
22.-23. September: Players Championship 29-30
Am 22. und 23. September treffen sich die Pro-Tour-Spieler in Den Bosch zu den
Players Championships 29 und 30 der Saison. Pro Event schütten die Veranstalter 150.000 Pfund Preisgeld unter den Teilnehmern aus.
Ein
Players Championship umfasst standardmäßig 128 Teilnehmer, in der Regel die 128 Inhaber einer PDC Tour Card. Meldet sich ein Tour-Card-Inhaber nicht an oder zieht kurzfristig zurück, füllen die bestplatzierten Spieler der Challenge Tour Order of Merit die freien Plätze auf.
24. September: ET15 Tour Card Holder Qualifier
Am 24. September rückt die Maaspoort in Den Bosch in den Fokus: Dort entscheidet sich die Qualifikation für das Dutch Darts Championship, das letzte Euro-Tour-Turnier der Saison. Für Spieler ohne Direktqualifikation bietet dieser Qualifier die letzte große Chance auf ein Euro-Tour-Ticket.
Entsprechend viel steht auf dem Spiel. Ein Start auf der Euro Tour bringt nicht nur Preisgeld und Ranglistenpunkte, sondern kann auch das Rennen um die Qualifikation für die großen TV-Turniere am Jahresende entscheiden.
26.-28. September: Challenge Tour 21-24
An diesem Wochenende fällt die Entscheidung auf der Challenge Tour. Vom 26. bis 28. September steigen die letzten vier Turniere der Saison, und die Organisatoren vergeben die letzten Tour Cards sowie WM-Tickets.
Die Nummer eins der Rangliste sichert sich die größten Prämien: Sie startet sowohl beim Grand Slam of Darts als auch bei der Darts WM und erhält zusätzlich eine Tour Card. Aktuell führt Derek Coulson die Wertung an, der bei den ersten zwanzig
Challenge-Tour-Turnieren des Jahres 15.150 Pfund Preisgeld einspielte.
Die Top 3 qualifizieren sich für die WM Darts, zusätzlich erhält auch die Nummer zwei eine Tour Card. Joe Hunt liegt derzeit mit 13.050 Pfund auf Rang zwei, hat sich jedoch bereits virtuell über die Pro Tour für die WM Darts qualifiziert – wodurch auch der Vierte der Rangliste auf eine WM-Teilnahme hoffen darf. Platz drei und vier belegen aktuell Daniel Klose (10.800 Pfund) und Tommy Morris (9.100 Pfund). Tommy Lishman (8.350 Pfund) und Daniel Ayres (7.300 Pfund) folgen als nächste Verfolger.
28.09. – 04.10.: World Grand Prix
Vom 28. September bis zum 4. Oktober richtet sich der Blick auf das erste große Ranking-Major des Herbstes. Der World Grand Prix bietet mit einem Gesamtpreispool von 750.000 Pfund außergewöhnlich viel Preisgeld, wodurch Spieler große Sprünge in der PDC Order of Merit schaffen können. Zugleich eröffnet das Turnier eine wichtige Serie Richtung Grand Slam of Darts und WM Darts – in Leicester zeigt sich früh, wer rechtzeitig seine Topform findet.
Der World Grand Prix hebt sich seit Jahren durch sein besonderes Double-in-Double-out-Format vom übrigen PDC-Kalender ab. Während Spieler normalerweise nur zum Auschecken ein Doppel benötigen, müssen sie bei diesem Turnier jedes Leg zusätzlich mit einem getroffenen Doppel eröffnen.
Auch der Spielmodus unterscheidet sich von vielen anderen großen PDC-Turnieren: Die Spieler tragen ihre Partien in Sets aus. Besonders in der ersten Runde bleibt der Spielraum für Fehler minimal, da das Turnier im Best-of-3-Sets-Format startet. Mit fortschreitendem Turnierverlauf verlängern sich die Partien, bis das Finale schließlich im Best-of-11-Sets-Format über den Sieger entscheidet.
Luke Littler reist als Titelverteidiger nach Leicester. Das englische Ausnahmetalent dominierte das Finale der Ausgabe 2025 und bezwang Luke Humphries deutlich mit 6:1 in Sets.