Patrik Kovacs hat am Samstagnachmittag für den ersten echten Paukenschlag beim
German Darts Grand Prix gesorgt. Der Ungar feierte in München seinen Premierensieg auf der European Tour – und setzte dabei direkt ein Ausrufezeichen gegen einen erfahrenen Gegner: Joe Cullen.
Schon zum Auftakt des
vierten Euro-Tour-Events der Saison entwickelte sich in der Zenith Arena eine mitreißende Atmosphäre. Mehrere gesetzte Spieler mussten früh die Segel streichen, doch vor allem Kovacs rückte in den Fokus. Der 29-Jährige nutzte seine Chance und lieferte den bislang emotionalsten Moment des Tages.
Kovacs nutzt seine Chance und schreibt Geschichte
Vor dem Turnier stand Kovacs unter Druck. Sieben Auftritte auf der European Tour hatte er zuvor absolviert – ohne einen einzigen Sieg. In München durchbrach er diese Serie eindrucksvoll. Mit mehreren gewonnenen Legs in Folge sicherte er sich einen verdienten 6:3-Erfolg gegen Cullen, den ehemaligen Masters-Champion.
Kovacs trifft in der zweiten Runde auf Ross Smith
Nach dem Match zeigte sich Kovacs sichtlich bewegt. „Es ist unglaublich“, erklärte er im Interview auf der Bühne. „Ich habe versucht, mein eigenes Spiel zu spielen. Ich war sehr nervös, aber es ist ein fantastisches Gefühl, hier zu gewinnen.“
Auch wenn Cullen nicht sein bestes Niveau abrufen konnte, überzeugte Kovacs genau in den entscheidenden Momenten. Vor allem auf die Doppelfelder präsentierte er sich nervenstark und effizient. „Joe hat nicht sein bestes Match gespielt, aber ich war bereit“, sagte Kovacs ehrlich. „Ich habe meine Doppel getroffen, und das war entscheidend.“
Mit diesem Erfolg schrieb der Ungar zudem ein Stück Darts-Geschichte. Er ist der erste Spieler seines Landes, der ein European-Tour-Match außerhalb Ungarns gewinnen konnte – ein Meilenstein für ihn persönlich und für den ungarischen Dartsport.
„Das war immer mein Traum“, betonte Kovacs. „Mein erster Sieg auf dieser Bühne bedeutet mir alles.“
Als Belohnung wartet nun die nächste Herausforderung: ein Duell gegen Ross Smith. Auch dort geht Kovacs als Außenseiter an die Oche – doch nach diesem Auftritt dürfte ihn niemand mehr unterschätzen.