„Jetzt, wo die Öffentlichkeit hinter mir steht, ist es SO viel besser“ – Gerwyn Price geht mit neuer Leichtigkeit in die WM
PDCGerwyn Price blickt voller Vorfreude auf die Darts WM im Alexandra Palace. Jahrelang kämpfte The Iceman mit Pfeifkonzerten und einem oft feindseligen Verhältnis zum Publikum. Doch in den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung grundlegend gewandelt – und das spürt der frühere Weltmeister bei jedem Auftritt.
„Jetzt, wo die Öffentlichkeit hinter mir steht, ist es SO viel besser“, sagte Price im Gespräch mit talkSPORT. „Die letzten Jahre waren manchmal hart, aber inzwischen unterstützen sie mich wirklich. Ich freue mich sogar darauf, dieses Jahr nach Ally Pally zu gehen.“
„Es war nicht immer mein Lieblingsort“ – Ally Pally bekommt neue Bedeutung
Die Darts-WM bleibt im Alexandra Palace, wird ab dem kommenden Jahr jedoch deutlich größer. Mit der erweiterten Kapazität passen künftig rund 70.000 zusätzliche Fans in das Kultvenue, das seit 2008 als Tempel des Sports gilt. Für Price fühlt sich dieser Ort inzwischen vollkommen anders an als in schwierigen Zeiten.
„Was die Atmosphäre angeht, gibt es keinen besseren Ort als den Ally Pally“, betont er. „Es war nicht immer mein Lieblingsort – aus bekannten Gründen. Aber wenn man sieht, wie es zuletzt war… ja, es ist fantastisch.“
Premier-League-Hallen groß – WM-Atmosphäre einzigartig
Trotz seiner Liebe für große Arenen bleibt für Price klar: Nichts kommt an die besondere Stimmung der Weltmeisterschaft heran. „Einige dieser Hallen sind riesig. Aber eine Atmosphäre wie bei der WM? Das ist einmalig.“
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Intensive Vorbereitung: „Mehr trainiert als im ganzen letzten Monat“
Im Vorfeld der Weltmeisterschaft geht der Waliser besonders fokussiert an seine Arbeit. „Wahrscheinlich habe ich in dieser Woche mehr trainiert als im ganzen letzten Monat“, sagt Price lachend. Der vollgepackte PDC-Kalender lässt ihm vor allem während der Premier League kaum Zeit zu Hause.
„In dieser Phase sind wir sechs Tage pro Woche unterwegs. Wenn ich dann mal einen Tag daheim bin, trainiere ich meistens nicht. Meine Spiele sind dann mein Training. Aber jetzt, mit etwas mehr Ruhe, verbringe ich täglich ein paar Stunden am Dartboard.“
Auftakt gegen Adam Gawlas: „Ich nehme niemanden selbstverständlich“
In Runde eins trifft Price auf den Tschechen Adam Gawlas. Auf dem Papier wirkt es wie ein lösbares Duell, doch Price warnt vor falscher Sicherheit.
„Ich glaube, ich habe schon einmal gegen ihn gespielt. Er ist jung und aufstrebend. Ich nehme niemanden als selbstverständlich hin. Ich erwarte ein hartes Duell.“
Seine eigene Marschroute bleibt unverändert: „Ich spiele zu 100 Prozent gegen das Board, nicht gegen meinen Gegner. Man kann nicht kontrollieren, was der andere macht. Also spiele ich mein eigenes Spiel.“
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Beau Greaves im Fokus: „Sie spielt fantastisch“
Eines der meistdiskutierten Erstrundenmatches ist das Duell zwischen Daryl Gurney und Beau Greaves. Die 20-jährige Ausnahmespielerin dominiert derzeit die Frauenwelt und wird von Experten längst als Geheimtipp unter den Männern gehandelt.
Diese Einschätzung teilt Price: „Sie gewinnt SO viele Turniere hintereinander… bei den Frauen ist sie auf einem anderen Niveau. Und auch bei den Männern kann sie absolut mithalten. Sie spielt fantastisch.“
Ob Greaves Gurney schlagen kann, lässt Price offen – nicht ohne ein Schmunzeln: „Ich weiß es nicht… auch weil ich nicht sicher bin, ob ich später im Turnier unbedingt gegen sie spielen möchte.“
„Wir werden noch mehr Spieler wie Luke Littler sehen“ – Talente schießen aus dem Boden
Der Sport erlebt seit Jahren einen Boom, und Price erkennt überall neue Talente. „Es gibt jetzt SO viele Akademien, so viele junge Spieler. Seit Luke Littler seinen Durchbruch geschafft hat, sieht man das noch stärker. Ich denke, wir werden in den nächsten Jahren noch mehr Spieler wie Luke sehen – vielleicht sogar bessere.“
Einer dieser Spieler ist Gian van Veen, oft „Dutch Littler“ genannt. Price ist beeindruckt: „Er hat die Darts-Europameisterschaft und die Junioren-WM gewonnen. Ein großartiger Spieler, ein echtes Talent. Und davon gibt es noch viele mehr.“
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Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









