Gerwyn Price lieferte am Donnerstagabend genau das Statement ab, das er sich vor der Darts WM 2026 gewünscht hatte. Der Waliser gewann gleich zweimal auf heimischem Boden und krönte die Modus Exhibition in Cardiff mit einem umkämpften 8:7-Erfolg über Jonny Clayton. Doch der Abend bot weit mehr als starke Formkurven etablierter Stars – ein 13-Jähriger stahl allen die Show.
Ein Teenager als Hauptattraktion
Der erste große Aufreger des Abends kam deutlich früher – und von einem der jüngsten Talente der Szene. Der 13-jährige Jayden Walker fegte Josh Rock mit 3:0 vom Board. Eine Leistung, die angesichts von Rocks Status als eines der größten Versprechen des Profizirkus für offene Münder sorgte.
In derselben Woche, in der der 15-jährige Mitchell Lawrie ins Finale der WDF-Weltmeisterschaft einzog, unterstrich Walkers Auftritt eindrucksvoll, wie rasant die Jugendbewegung im Dartsport an Fahrt gewinnt.
Price nutzte den Abend, um genau die Komponenten zu schärfen, die er für Ally Pally braucht: Rhythmus, Intensität und Feuer.
Zum Auftakt bezwang er Simon Whitlock mit 3:1 – „The Iceman freezes the Wizard“, wie es Modus formulierte – und nahm den Schwung mit bis ins Finale. Dort setzte er sich vor leidenschaftlicher Heimkulisse mit 8:7 gegen Jonny Clayton durch. Sein Clutch-Finishing erinnerte an jene Saisons, in denen er kaum zu stoppen war.
Modus brachte es treffend auf den Punkt: „Beide walisischen Stars kommen in bester Form vor dem Ally Pally.“
Bevor Price die Bühne dominierte, gehörte der lauteste Jubel dem jüngsten Teilnehmer.
Walker, passend als „The Young Gun in Cardiff“ angekündigt, trat frech, furchtlos und präzise auf. Sein 3:0-Erfolg gegen Rock wirkte wie eine kleine tektonische Verschiebung im Nachwuchsbereich – ein weiteres Talent, das aufzeigt, wie schnell das Level in jungen Jahren steigt.
Dass dieser Triumph wenige Tage vor Lawries historischem Einzug ins Lakeside-Finale folgte, verstärkte den Eindruck: Die nächste Generation klopft nicht mehr an – sie tritt die Tür ein.
Der Abend begann mit einem Erfolg von Stephen Bunting über Rob Owen. Jonny Clayton brachte das walisische Publikum anschließend mit einem 3:1 gegen Steve Beaton in Stimmung. Danach steigerte sich die Atmosphäre weiter, besonders als Price und Whitlock die Bühne betraten.
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
Glory for Gezzy in Cardiff 🏴❄️
Gerwyn Price edges out Jonny Clayton 8-7 in a thrilling final game in Cardiff. Both Welsh stars head to Ally Pally in fine form 🔥🔥👏🏻👏🏻