Der sportliche Absturz von
Peter Wright nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an. Der zweimalige Weltmeister ist mittlerweile aus den Top-32 der
PDC Order of Merit gerutscht und steht zunehmend unter Druck, den Negativtrend zu stoppen.
Jermaine Wattimena hält es sogar für möglich, dass Wright langfristig seine Tour Card verlieren könnte.
Über viele Jahre gehörte der inzwischen 56-jährige Schotte zur absoluten Weltelite. 2020 und 2022 krönte sich Wright zum Weltmeister, zudem war er lange in der Spitzengruppe der Weltrangliste zu finden. Von dieser komfortablen Position ist inzwischen kaum noch etwas übrig. Noch vor rund zweieinhalb Jahren belegte „Snakebite“ etwa Rang sieben – mittlerweile wird er nicht einmal mehr unter den besten 32 Spielern der Welt geführt.
Wattimena warnt: „Innerhalb von drei Jahren“ könnte die Tour Card weg sein
Im Podcast
„Dartpraat“ wurde Wrights sportliche Situation zum Thema. Wattimena sollte einschätzen, wie lange der für sein extravagantes Auftreten bekannte Schotte noch auf dem professionellen PDC-Circuit spielen wird. Der Niederländer zeichnete dabei ein wenig optimistisches Zukunftsszenario: „So wie es jetzt aussieht, wird er innerhalb von drei Jahren seine Tour Card verlieren.“
Peter Wright steckt in einer schwierigen Phase seiner Karriere. Der zweimalige Weltmeister ist mittlerweile aus den Top-32 der PDC Order of Merit gerutscht.
Wattimena geht damit zwar nicht davon aus, dass Wright bereits kurzfristig um seinen Profistatus fürchten muss. Die Entwicklung in der Weltrangliste verdeutlicht seiner Ansicht nach jedoch, wie schnell selbst ein langjährig etablierter Spieler in Schwierigkeiten geraten kann, wenn die notwendigen Ergebnisse über einen längeren Zeitraum ausbleiben.
Fehlende Starts bei großen Turnieren werden zum Problem
Die PDC Order of Merit basiert auf dem erspielten Preisgeld innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren. Erfolgreiche Ergebnisse müssen deshalb kontinuierlich bestätigt beziehungsweise ersetzt werden. Genau das wird für Wright zunehmend schwieriger: Der Schotte erreicht immer seltener die entscheidenden Phasen großer Turniere, während selbst die Qualifikation für bedeutende Events längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
Darin sieht Wattimena die größte Gefahr für den ehemaligen Weltranglistenersten. Wer auf dem heutigen PDC-Circuit erst einmal an Boden verliert, kann innerhalb kürzester Zeit noch deutlich weiter abrutschen.
„Wenn du dich nicht mehr für Euro Tours qualifizierst, nicht mehr für TV-Turniere und viele Partien in Schlüsselmomenten verlierst, dann kann es sehr schnell gehen.“
Die Konsequenzen dieser Entwicklung bekommt Wright mittlerweile unmittelbar zu spüren. Seine Platzierung außerhalb der Top-32 erschwert ihm den Zugang zu mehreren großen Turnieren – und damit ausgerechnet zu jenen Events, bei denen besonders viel Preisgeld für die Weltrangliste zu gewinnen ist. Weniger Qualifikationen bedeuten gleichzeitig weniger Chancen, verlorenes Rankinggeld wieder einzuspielen.
Wright muss den freien Fall stoppen
Für Wright beginnt damit eine richtungsweisende Phase seiner Karriere. Der Schotte hat im Laufe seiner außergewöhnlichen Laufbahn nahezu alles gewonnen, was es innerhalb der PDC zu gewinnen gibt. Auf seinen großen Erfolgen der Vergangenheit kann er sich im Kampf um seine Weltranglistenposition jedoch nicht mehr ausruhen. Wright benötigt neue Resultate, um den Absturz zu stoppen und sich im Ranking wieder nach vorne zu arbeiten.
Besonders die großen TV-Turniere und letztlich die
Weltmeisterschaft im Alexandra Palace könnten dabei von enormer Bedeutung sein. Eine starke Serie bei einem der prestigeträchtigen Events könnte Wrights Situation innerhalb kurzer Zeit deutlich verbessern. Ein frühes Ausscheiden hingegen würde ihm kaum Möglichkeiten bieten, den verlorenen Boden wieder gutzumachen.
Dass Wright weiterhin zu den bekanntesten Gesichtern des Dartsports zählt, steht außer Frage. Seine extravaganten Frisuren, farbenfrohen Outfits und permanenten Wechsel seiner Darts machten ihn über Jahre zu einer der unverwechselbarsten Figuren auf dem Circuit. Während sein Wiedererkennungswert ungebrochen ist, ist seine sportliche Stellung an der Weltspitze inzwischen alles andere als selbstverständlich.