Jonny Clayton triumphiert in Auckland – „The Ferret“ bezwingt Kumpel Price im Finale des New Zealand Darts Masters

PDC
durch Nic Gayer
Samstag, 15 August 2026 um 12:58
Jonny Clayton
Jonny Clayton hat einen nahezu perfekten Finaltag in Auckland mit dem Titel gekrönt. Der Waliser bezwang im Endspiel seinen Landsmann und guten Freund Gerwyn Price mit 8:4 und sicherte sich damit den Titel beim New Zealand Darts Masters 2026. Dabei setzte „The Ferret“ den Schlusspunkt passend zu einem Tag, an dem vor allem sein Timing auf den Doppelfeldern den Unterschied machte: Mit einem spektakulären 124er-Finish auf dem Bullseye verwandelte Clayton den entscheidenden Matchdart und machte seinen Triumph perfekt.
Auf dem Weg zum Titel räumte Clayton gleich drei hochkarätige Gegner aus dem Weg. Zunächst warf der 51-Jährige den topgesetzten Gian van Veen aus dem Turnier, anschließend ließ er James Wade im Halbfinale beim deutlichen 7:2 kaum eine Chance. Price hatte sich seinerseits souverän gegen Damon Heta und Überraschungsmann Raymond Smith durchgesetzt, fand im rein walisischen Endspiel jedoch früh seinen Meister. Clayton erwischte den deutlich besseren Start und gab die Kontrolle über das Finale trotz einiger kurioser Szenen auf der Zielgeraden nicht mehr aus der Hand.

Clayton wirft die Nummer eins der Setzliste raus

Den Finaltag eröffneten Gian van Veen und Jonny Clayton – und das erste Viertelfinale entwickelte sich zunächst zu einem offenen Schlagabtausch. Clayton landete sofort das Break, van Veen antwortete jedoch mit einem Re-Break und einem starken 12-Darter zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung.
Jonny Clayton in Aktion.
Jonny Clayton krönte einen überragenden Finaltag in Auckland mit einem 8:4-Erfolg über Gerwyn Price und dem Titel beim New Zealand Darts Masters 2026.
Davon ließ sich „The Ferret“ jedoch nicht beeindrucken. Zwei 15-Darter brachten Clayton wieder nach vorne und diesmal gab der Waliser die Führung nicht mehr aus der Hand. Besonders auf den Doppelfeldern präsentierte er sich nahezu makellos: Sechs seiner sieben Versuche fanden ihr Ziel. Ein 120er-Finish setzte schließlich den sehenswerten Schlusspunkt unter den 6:3-Erfolg gegen den Setzlistenersten.

Wade stoppt Rock mit typischer Effizienz

Auch James Wade musste in seinem Viertelfinale zunächst einen Rückschlag verkraften. Josh Rock eröffnete das Match mit einem Break, doch Wade antwortete umgehend – und standesgemäß spektakulär. Mit einem 128er-Checkout über das Bullseye holte sich „The Machine“ das Anwurfleg direkt zurück.
Rock setzte seinerseits mit einem gewaltigen 156er-Finish zum 3:3 ein Ausrufezeichen. In der entscheidenden Phase war es jedoch Wade, der die Partie zunehmend unter Kontrolle brachte. Der Engländer zog auf 5:3 davon und ließ sich anschließend nicht mehr stoppen. Ein 81er-Finish besiegelte den 6:4-Erfolg und das Halbfinalduell mit Clayton.

Price lässt Heta keine Chance

Gerwyn Price unterstrich anschließend erstmals, dass an diesem Finaltag mit ihm zu rechnen sein würde. Der Iceman erwischte gegen Damon Heta einen hervorragenden Start und zog schnell mit 2:0 davon. Zwar gelang dem Australier noch das Break zum 1:2, die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten.
Mit einem 72er-Checkout holte sich Price das Break umgehend zurück – begleitet vom ersten lautstarken „Come on!“ des Tages. Spätestens danach hatte der Waliser die Partie fest im Griff. Legs in 15 und 14 Darts brachten ihn auf 5:1 davon, ehe er den 6:2-Erfolg mit einem 56er-Finish vollendete. Ein Average von 98,24 Punkten unterstrich die bis dahin stärkste Vorstellung des „Iceman“ an diesem Wochenende.

Smith entscheidet das Duell der Überraschungsmänner

Nach ihren sensationellen Erfolgen gegen Ross Smith beziehungsweise Stephen Bunting trafen Adam Leek und Raymond Smith im rein australischen Duell aufeinander – und zunächst setzte Leek seine Geschichte nahtlos fort.
Mit einem 100er-Finish gelang ihm direkt das Break. Smith konterte jedoch mit einem 15-Darter und übernahm anschließend zunehmend das Kommando. Ein starkes 12-Dart-Break brachte den „Guru“ mit 3:1 in Führung.
Wie schon am Vortag geriet Leek damit deutlich ins Hintertreffen und versuchte erneut, ein Comeback zu starten. Diesmal ließ sein Landsmann die Tür allerdings nicht weit genug offen. Smith überzeugte mit einem Average von 96,72 Punkten und vier 180ern, ehe er 64 Punkte eiskalt in zwei Darts zum 6:3-Erfolg aus dem Board nahm.

Clayton dreht gegen Wade richtig auf

Im ersten Halbfinale erreichte Jonny Clayton dann sein bestes Niveau des Wochenendes. Bereits das erste Leg gegen James Wade gehörte dem Waliser – und mit einem 118er-Finish setzte er sofort ein deutliches Zeichen.
Was folgte, war eine nahezu komplette Vorstellung. Clayton zog mit zwei 17-Dartern auf 3:0 davon und führte zur Pause bereits mit 5:1. Insbesondere auf den Doppelfeldern agierte „The Ferret“ mit beeindruckender Konsequenz. Wade bekam kaum Möglichkeiten, um sich in die Partie hineinzuspielen.
Nach der Unterbrechung folgte das nächste Highlight: Clayton räumte 135 Punkte sehenswert über Single Bull, Triple-20 und Bullseye aus dem Board. Wenig später verwandelte er ein 64er-Finish zum deutlichen 7:2-Erfolg. Mit einem Average von 98,93 Punkten und einer Checkoutquote von 70 Prozent hatte Clayton die Messlatte für das zweite Halbfinale hoch gelegt.
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Price beendet Smiths Märchen – Wales-Finale perfekt

Dort versuchte Raymond Smith, seinem ohnehin bemerkenswerten Wochenende das nächste Kapitel hinzuzufügen. Chancen waren durchaus vorhanden: Bereits im ersten Leg ließ der Australier vier Möglichkeiten auf ein frühes Break liegen, ehe Price zuschlug. Smith stellte anschließend zwar auf 1:1, doch danach übernahm zunehmend der Favorit.
Price landete das Break zum 3:1 und baute seinen Vorsprung auf 4:1 aus. Smith verkürzte noch einmal, wirklich gefährlich wurde er dem Waliser allerdings nicht mehr. Stattdessen begann Price in der Schlussphase noch einmal, mit der Perfektion zu flirten.
Zunächst eröffnete der Iceman ein Leg mit sieben perfekten Darts, wenig später legte er erneut sechs perfekte Pfeile nach. Einen 9-Darter gab es zwar nicht mehr zu bestaunen, dafür aber die endgültige Entscheidung: Price räumte 56 Punkte aus dem Board und machte seinen 7:2-Erfolg perfekt.
Damit war das Finale komplett. Jonny Clayton gegen Gerwyn Price – zwei enge Freunde, zwei Waliser und nur noch ein Match vom Titel in Auckland entfernt.

Clayton krönt seinen Finaltag mit Bullseye-Show

Schon in den ersten Minuten des Endspiels machte Clayton deutlich, dass er seinen starken Lauf unbedingt mit dem Titel veredeln wollte. Nachdem er sein erstes Anwurfleg sicher durchgebracht hatte, schnappte sich „The Ferret“ mit einem 72er-Finish sofort das Break. Das erste große Ausrufezeichen folgte nur wenig später: 158 Punkte löschte Clayton in beeindruckender Manier aus dem Board und zog auf 3:0 davon. Price antwortete zwar mit einem 14-Darter, doch sein Kumpel ließ sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen. Selbst einen Ausrutscher in die Single-5 korrigierte Clayton spektakulär über Single-Bull und Bullseye zum 4:1.
Vor allem auf den Doppelfeldern spielte Clayton in dieser Phase beinahe fehlerfrei. Seine ersten fünf Versuche im äußeren Ring fanden allesamt ihr Ziel, sodass er mit einer komfortablen 5:1-Führung in die Pause ging. Price bekam durchaus seine Möglichkeiten, konnte daraus aber viel zu selten Kapital schlagen. Nachdem der „Iceman“ zunächst den 170er-Bigfish auf dem Bullseye verpasst und anschließend weitere Doppelchancen ausgelassen hatte, bestrafte Clayton die Fehler konsequent und zog auf 6:1 davon. Wenig später fehlte ihm beim Stand von 7:1 nur noch ein Leg zum Titel.
Dass es anschließend doch noch einmal etwas kurios wurde, lag auch an Clayton selbst. Zunächst ließ der Waliser drei Matchdarts auf der Doppel-11 aus, ehe Price sein zweites Leg mit einem augenzwinkernden „Come on!“ feierte. Im nächsten Durchgang erspielte sich Clayton erneut eine Chance auf dem Bullseye – entschied sich diesmal jedoch bewusst gegen den Wurf auf den Titel und stellte sich stattdessen 32 Restpunkte. Price, der bei 56 Punkten wartete, nahm das Geschenk an und scherzte anschließend mit seinem Landsmann über dessen ungewöhnliche Entscheidung.
Der Ausgang des Finales geriet dennoch nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Price verkürzte noch einmal auf 4:7, ehe Clayton für einen Abschluss sorgte, der kaum besser zu diesem Finaltag hätte passen können. Diesmal nahm The Ferret die Chance auf dem Bullseye an – und wie: Mit einem herausragenden 124er-Finish traf er den roten Knopf zum Titel. Mit einer Doppelquote von 53,3 Prozent, fünf 180ern und einem 8:4-Erfolg setzte Clayton den Schlusspunkt unter einen Finaltag, an dem er im entscheidenden Moment immer wieder die richtige Antwort parat hatte.
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