Der erste Final-Stage-Tag der European
Q-School in Kalkar endet mit einem deutschen Erfolgsmoment:
Arno Merk hat sich erstmals die PDC Tour Card gesichert. Nach einem langen, intensiven Turniertag bewies der 33-Jährige im Finale Nerven aus Stahl, überstand mehrere Matchdarts und krönte seinen starken Auftritt mit dem Tagessieg. Neben Merk durfte sich auch Filip Bereza über eine Profi-Lizenz freuen – der Pole gewann das zweite Finale gegen
Jeffrey de Zwaan im Decider.
Merk marschiert durch die Final Stage
Schon früh am Tag zeigte
Arno Merk, dass mit ihm zu rechnen ist. Nach einem kontrollierten Auftaktsieg gegen Danny Jansen setzte sich der Deutsche auch in Runde zwei souverän gegen Romeo Grbavac durch und bestätigte seine starke Form anschließend in der dritten Runde: Gegen Mylo Michiels bewies Merk erstmals Comeback-Qualitäten, kämpfte sich nach Rückstand zurück und gewann ein hochklassiges Match mit 6:4. Spätestens hier war klar: Merk ist bereit für den großen Wurf.
Nervenstärke im Viertel- und Halbfinale
Nach einem 6:4-Sieg über den Niederländer Jeffrey Keen lieferte sich Merk im Viertelfinale ein enges Duell mit Damian Mol, das er in Weltklasse-Manier für sich entschied: Merk checkte unter höchstem Druck 164 Punkte zur 5:4-Führung, ehe er das Match mit einem überragenden 120er-Finish beendete.
Drama im Finale: Merk übersteht Matchdarts und greift zu
Im Endspiel gegen Jeffrey Sparidaans entwickelte sich ein echtes Nervenduell. Merk startete stark, geriet zwischenzeitlich jedoch ins Hintertreffen und sah sich bereits mehreren Matchdarts seines Gegners ausgesetzt. Doch der Deutsche blieb eiskalt: Mit wichtigen Checkouts hielt er sich im Spiel, landete das Break zum 5:5 und nutzte anschließend seinen Anwurf. Der große Triumph folgte schließlich auf der Doppel-4 –
Arno Merk checkte eiskalt mit dem ersten Dart und machte den Traum von der Tour Card perfekt.
Bereza holt zweite Tour Card – De Zwaan geschlagen
Im zweiten Finale des Tages setzte sich Filip Bereza gegen
Jeffrey de Zwaan durch. Der Pole profitierte von ausgelassenen Matchdarts seines Gegners, rettete sich in den Decider und behielt dort die Oberhand. Für Bereza ist es der erstmalige Gewinn einer Tour Card, während de Zwaan vorerst knapp an einem Profi-Comeback scheitert.
UK Q-School
In Milton Keynes erlebten zwei Legenden einen starken Final-Stage-Auftakt: John Henderson spielte sich mit Siegen über Ronan McDonagh (6:2), Stephen Burton (6:5) und Llew Bevan (6:5) in das Achtelfinale. Dort war beim 0:6 gegen Derek Coulson schließlich Endstation.
Steve Beaton marschierte am Donnerstagnachmittag sogar noch eine Runde weiter: Der „Bronzed Adonis“ setzte sich nacheinander gegen Devon Petersen (6:3), Brett Claydon (6:4), Henry Coates (6:2) und Thomas Cromwell (6:4) durch, ehe er im Viertelfinale am späteren Tour-Card-Gewinner Adam Leek scheiterte (5:6).
Der Australier Leek krönte sich in einem der beiden Tagesfinals zum PDC-Profi. Im Decider setzte er sich gegen den Youngster Tyler Thorpe durch. Die zweite Tour Card des Tages ging an Rhys Griffin, der einen dominanten 6:0-Whitewash-Sieg über Routinier Scott Waites feierte.