Gary Anderson hat am zweiten Turniertag des
World Matchplay 2026 das Ausrufezeichen der Nachmittagssession gesetzt. Der Schotte spielte sich mit einem Average von 109,96 Punkten zum Matchplay-Bestwert seiner Karriere und ließ Ryan Joyce beim 10:2-Erfolg keine Chance. Ebenfalls im Achtelfinale stehen
Michael van Gerwen nach einer starken Aufholjagd gegen Andrew Gilding,
Jonny Clayton nach einem hochklassigen Duell mit Damon Heta sowie Dirk van Duijvenbode, der sich in einem dramatischen Auftaktmatch gegen Chris Dobey durchsetzte.
Gleich die erste Partie der Nachmittagssession entwickelte sich zu einem echten Thriller. Dirk van Duijvenbode setzte sich nach einem dramatischen Schlagabtausch mit 13:11 gegen Chris Dobey durch und löste damit als erster Spieler des Tages das Ticket für das Achtelfinale. Der Niederländer verspielte zwischenzeitlich mehrfach aussichtsreiche Führungen, profitierte in der Verlängerung jedoch von insgesamt vier vergebenen Matchdarts seines Gegners und machte den Erfolg schließlich mit einem 82er-Checkout perfekt.
Spektakuläre Verlängerung entscheidet Auftaktmatch
Bereits über die reguläre Distanz lieferten sich beide Akteure ein Duell auf Augenhöhe. Van Duijvenbode erarbeitete sich nach mehreren Breaks eine 9:7-Führung und stand bei eigenem Anwurf kurz vor dem Sieg, ehe Dobey mit einem 110er-Checkout und dem Ausgleich zum 9:9 die Verlängerung erzwang. Dort schien der Engländer am Drücker, vergab jedoch zunächst einen Matchdart und wenig später gleich drei weitere Sieg-Chancen auf der Doppel-8. Van Duijvenbode blieb cool, schnappte sich wenig später das entscheidende Break und zog nach einem hochklassigen Erstrundenkrimi in die nächste Runde ein.
Anderson begeistert mit Rekord-Average
Noch beeindruckender verlief der Auftritt von Gary Anderson. Der Matchplay-Champion von 2018 dominierte Ryan Joyce von Beginn an nach Belieben und feierte einen überragenden 10:2-Erfolg. Mit einem Average von 109,96 Punkten stellte der Schotte zugleich den höchsten Wert seiner gesamten Matchplay-Karriere auf.
Gary Anderson überzeugte beim 10:2-Erfolg gegen Ryan Joyce mit einer Galavorstellung und spielte mit 109,96 Punkten den höchsten Matchplay-Average seiner Karriere.
Schon der Auftakt ließ erahnen, was folgen sollte: Anderson eröffnete die Partie mit sechs perfekten Darts und einem 71er-Checkout, ehe er seine Führung kontinuierlich ausbaute. Ein 10-Darter, Highfinishes von 144 und 141 Punkten sowie ein überragendes Timing auf die Doppelfelder sorgten für eine Galavorstellung, auf die Joyce keine Antwort fand. Nach nur zwölf Legs machte der Flying Scotsman seinen eindrucksvollen Auftritt perfekt und untermauerte seine Ambitionen auf den zweiten Matchplay-Titel nach 2018.
Van Gerwen dreht Fehlstart souverän
Auch Michael van Gerwen steht im Achtelfinale des
World Matchplay 2026. Der dreimalige Champion geriet gegen Andrew Gilding zunächst überraschend deutlich mit 1:4 in Rückstand, fand anschließend jedoch immer besser in die Partie und setzte sich letztlich verdient mit 10:6 durch.
Gilding erwischte den deutlich besseren Start und setzte sich dank eines 102er-Checkouts früh ab. Van Gerwen antwortete jedoch eindrucksvoll, verkürzte nach acht perfekten Darts zunächst auf 2:4 und gewann anschließend drei Legs in Serie zum Ausgleich. Nach einem zwischenzeitlichen 6:6 nutzte der Niederländer die Fehler seines Gegners konsequent aus, entschied mehrere Schlüssellegs mit Breaks für sich und machte den Einzug ins Achtelfinale schließlich souverän auf der Doppel-16 perfekt.
Clayton entscheidet hochklassiges Duell für sich
Zum Abschluss der Nachmittagssession zog auch Jonny Clayton ins Achtelfinale ein. Der Waliser setzte sich nach einer starken Vorstellung mit 10:7 gegen Damon Heta durch und trifft nun auf Gary Anderson. Vor allem seine außergewöhnliche Stärke auf die Doppel machte den Unterschied: Clayton verwandelte zehn seiner 16 Doppelversuche und begeisterte zudem mit gleich vier Checkouts jenseits der 100-Punkte-Marke.
Nach einem ausgeglichenen Beginn übernahm der Premier-League-Champion aus dem Jahr 2021 zunehmend die Kontrolle. Ein spektakuläres 152er-Checkout brachte ihm die 4:2-Führung, ehe weitere starke Finishes über 74, 64 und 121 Punkte den Vorsprung bis auf 8:3 anwachsen ließen. Heta kämpfte sich mit mehreren Leggewinnen zwar noch einmal heran, doch Clayton fand im richtigen Moment die passende Antwort. Erst checkte der Waliser 107 Punkte zum vorentscheidenden 9:6, ehe er seinen Erfolg mit einem brillanten 144er-Checkout eindrucksvoll besiegelte.