Benjamin Dopfer gewinnt WDF World Masters: Deutsches Toptalent triumphiert im deutsch-deutschen Finale

WDF
durch Nic Gayer
Sonntag, 19 Juli 2026 um 14:00
Benjamin Dopfer
Benjamin Dopfer hat beim WDF World Masters 2026 in Las Vegas für den deutschen Höhepunkt des Turniers gesorgt. Der Bayer gewann das rein deutsche Finale gegen Eric Petereit mit 6:2 und sicherte sich damit den Titel im Open-Youth-Wettbewerb. Es ist der erste deutsche Triumph beim World Masters seit Nico Blums Erfolg im Jahr 2017.
Neben dem deutschen Erfolg wurden am Samstag auch die weiteren Titel vergeben. Gemma Hayter krönte sich nach einer dominanten Turnierwoche zur Siegerin des Frauen-Wettbewerbs, Chris Lim entschied das Open-Finale gegen Brian Raman im Entscheidungsleg für sich und Ruby Grey machte mit dem Gewinn des Mädchen-Turniers ihr Las-Vegas-Double perfekt.

Hayter lässt der Konkurrenz keine Chance

Bereits in der Gruppenphase hatte Hayter das Maß aller Dinge dargestellt. Die Engländerin gewann alle vier Round-Robin-Partien ohne Legverlust und führte zudem die Average-Tabelle des Frauenturniers an.
Gemma Hayter in Aktion.
Gemma Hayter krönte ihre dominante Turnierwoche in Las Vegas mit dem Titelgewinn beim WDF World Masters 2026.
Ihre beeindruckende Serie setzte sie anschließend mit einem glatten 5:0-Erfolg über Noelle Comyn fort und baute ihren perfekten Start auf 21 gewonnene Legs in Folge aus. Erst Titelverteidigerin Deta Hedman konnte diese Serie beenden, den Lauf Hayters jedoch nicht stoppen. Die Engländerin setzte sich mit 5:2 durch, ehe sie im Viertelfinale ihre bislang schwierigste Aufgabe zu bewältigen hatte. Eve Watson zwang die Favoritin ins Entscheidungsleg, doch Hayter behielt die Nerven und zog mit einem 5:4-Erfolg in die Vorschlussrunde ein.
Im Halbfinale wartete Rhian O'Sullivan, gegen die Hayter mit einem Average von 73,66 Punkten souverän mit 5:2 gewann. Aurora Fochesato sicherte sich derweil durch einen 5:3-Erfolg über Miyu Miyawaki bei einem Average von 75,38 Punkten das zweite Finalticket.
Im Endspiel zeigte Hayter schließlich ihre stärkste Leistung des Samstags. Mit einem Average von 81,55 Punkten – fast neun Zähler mehr als ihre Gegnerin – besiegte sie Fochesato mit 6:3 und sicherte sich neben dem World-Masters-Titel auch das Preisgeld von 6.000 US-Dollar.
Runde Spielerin 1 Ergebnis Spielerin 2
Halbfinale Aurora Fochesato (75.38) 5-3 Miyu Miyawaki (66.66)
Halbfinale Gemma Hayter (73.66) 5-2 Rhian O'Sullivan (67.66)
Finale Gemma Hayter (81.55) 6-3 Aurora Fochesato (72.64)

Chris Lim triumphiert im Entscheidungsleg

Die beiden Halbfinals des Open-Wettbewerbs verliefen zunächst überraschend deutlich. Brian Raman ließ Sean Fisher beim 6:1-Erfolg keine Chance und spielte dabei einen Average von 86,61 Punkten. Chris Lim zog mit einem ebenso klaren 6:1 gegen Stefan Schroder nach.
Im Finale entwickelte sich anschließend ein deutlich engeres Duell. Lim steigerte seinen Average auf 87,80 Punkte, Raman kam auf 81,06 Punkte. Erst das 13. und entscheidende Leg brachte die Entscheidung zugunsten des Amerikaners, der sich mit 7:6 den Titel sicherte.
Für Lim, den Sohn von Darts-Legende Paul Lim, ist es der nächste große Erfolg in Las Vegas. Bereits 2023 gewann er die Las Vegas Open, ehe er im Januar zum zweiten Mal in Folge das Las Vegas Classic für sich entschied.
Bei den separat ausgetragenen World Open war Lim am Freitag noch in der ersten Runde mit 1:4 an Matthew Edgar gescheitert. Im World Masters präsentierte er sich jedoch deutlich stärker und bezwang auf dem Weg zum Titel Ethan De Veyra, Boris Krcmar, Haupai Puha, David Fatum und Stefan Schroder, bevor er sich im Finale gegen Raman durchsetzte.
Mit dem Titelgewinn sicherte sich Lim neben einem Preisgeld von 12.000 US-Dollar auch die automatische Qualifikation für die WDF-Weltmeisterschaft 2026 in Lakeside.
Runde Spieler 1 Ergebnis Spieler 2
Halbfinale Brian Raman (86.61) 6-1 Sean Fisher (84.59)
Halbfinale Chris Lim (81.19) 6-1 Stefan Schroder (80.43)
Finale Chris Lim (87.80) 7-6 Brian Raman (81.06)

Dopfer triumphiert in deutsch-deutschem Finale

Aus deutscher Sicht sorgte Benjamin Dopfer für das große Highlight des World Masters. Der Bayer krönte sich in Las Vegas zum Champion im Open-Youth-Wettbewerb und bescherte dem Deutschen Dart-Verband damit den ersten World-Masters-Titel seit Nico Blums Triumph im Jahr 2017. Besonders bemerkenswert: Das Endspiel entwickelte sich zu einer rein deutschen Angelegenheit.
Bereits im Halbfinale setzte sich Dopfer mit 5:3 gegen Landsmann Cedric Kanisius durch. Im zweiten Halbfinale machte Eric Petereit das deutsch-deutsche Finale perfekt, als er sich in einer dramatischen Partie gegen den US-Amerikaner Conner Olson mit 5:4 behauptete.
Auf der Finalbühne zeigte Dopfer anschließend seine stärkste Leistung des gesamten Turniers. Mit einem Average von 84,93 Punkten – dem höchsten Wert aller Halbfinal- und Finalpartien im Jungen-Wettbewerb – setzte sich der Bayer deutlich mit 6:2 gegen Petereit durch. Nach einer 3:2-Führung zog er seinem Landsmann mit Checkouts nach 17, 16 und 18 Darts entscheidend davon und machte den Titelgewinn perfekt.

Ruby Grey macht das Double perfekt

Auch im Mädchen-Wettbewerb stand mit Ruby Grey eine Doppel-Siegerin fest. Nachdem sie bereits am Freitag den World-Open-Titel gewonnen hatte, setzte sie sich einen Tag später auch beim World Masters durch.
Im Halbfinale bezwang Grey Olivia Heaton mit 4:1 bei einem Average von 60,41 Punkten. Paige Pauling erreichte das Finale durch einen 4:2-Erfolg gegen Celina Glaser.
Das Endspiel entwickelte sich deutlich einseitiger als das Finale vom Vortag. Nachdem Grey das World-Open-Endspiel noch knapp mit 4:3 gewonnen hatte, ließ sie Pauling dieses Mal beim 5:0-Erfolg keine Chance. Mit dem World-Masters-Titel machte sie ihr Las-Vegas-Double perfekt und verbesserte sich zugleich gegenüber ihrem zweiten Platz aus dem Vorjahr.
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