Luke Humphries und Luke Littler werden beim ersten European-Tour-Event in der Slowakei vom 19. bis 21. Juni aller Voraussicht nach nicht antreten. Während zwei der größten Namen der PDC fehlen, führen Spieler wie Michael van Gerwen, Jonny Clayton und Gian van Veen das Feld in Bratislava an.
Die Abwesenheit der beiden Topstars sorgte nach Veröffentlichung der Meldeliste für Diskussionen. Humphries reagierte direkt und erklärte offen, warum er nicht in der Slowakei spielen wird: Die unmittelbar folgenden
US Darts Masters machen eine Teilnahme für ihn praktisch unmöglich.
Terminchaos zwingt Topstars zum Verzicht
Das Problem liegt im engen Turnierkalender. Die US Darts Masters finden nur wenige Tage später, vom 25. bis 26. Juni in New York, statt. Für viele Spieler entsteht dadurch ein erheblicher logistischer Aufwand. Neben der langen Reise müssen sie ausreichend Zeit einplanen, um den Jetlag zu verarbeiten und Medientermine vor Ort wahrzunehmen.
Humphries brachte es klar auf den Punkt: „Ich wäre hingefahren, aber New York ist in der Woche danach – logistisch ist das ein Albtraum.“ Er erklärte, dass er bereits am Montag in die USA reisen müsse und es zeitlich nicht schaffe, nach dem Turnier in der Slowakei rechtzeitig zurückzukehren, um den Flug zu erreichen.
Im Gegensatz dazu planen mehrere Topspieler aktuell beide Events ein. Jonny Clayton, Gerwyn Price, James Wade, Stephen Bunting, Josh Rock und Gian van Veen stehen sowohl für Bratislava als auch für New York auf der Teilnehmerliste.
Kritik an Terminplanung wächst
In der Darts-Community wächst derweil die Kritik an der Terminierung. Fans und Beobachter sehen eine verpasste Chance, den Sport in einem neuen Markt optimal zu präsentieren. Auch Humphries deutete an, dass das Timing unglücklich gewählt sei und eine bessere Planung im kommenden Jahr sinnvoll wäre.
Er machte zudem deutlich, dass auch Luke Littler vermutlich in Bratislava angetreten wäre, hätte es keine Überschneidung gegeben. Die Absagen wirken daher weniger wie eine bewusste Pause, sondern vielmehr wie eine notwendige Entscheidung aufgrund der Umstände.
Gerade für ein neues European-Tour-Event stellt sich damit die Frage, wie attraktiv ein Turnier ohne mehrere Topstars ist. Wenn die PDC den Standort Bratislava langfristig etablieren will, dürfte eine Anpassung des Kalenders unausweichlich sein.
Trotz der Absage bleibt Humphries der
European Tour treu. Bereits am darauffolgenden Wochenende wird er in Riesa wieder ans Oche treten – ein klares Zeichen, dass nicht fehlende Motivation, sondern ausschließlich die Planung hinter seiner Entscheidung steht.