„Er sagte: ‚Willst du, dass ich ihm die Beine breche?‘“ – Ehemalige Sky Sports-Journalistin erinnert sich an Eric Bristow

PDC
Freitag, 15 Mai 2026 um 11:00
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Laura Woods, jahrelang eines der bekanntesten Gesichter der Sky-Sports-Dartsberichterstattung, hat eine auffällige und leicht absurde Anekdote über den legendären englischen Dartspieler Eric Bristow geteilt. Der fünffache Weltmeister soll einst, in einem lockeren, aber bemerkenswert direkten Gespräch, angeboten haben, „die Beine zu brechen“ von ihrem Ex-Freund, nachdem er gehört hatte, dass die Beziehung beendet war.
Woods, die von 2010 bis 2022 die Darts-Übertragungen bei Sky Sports präsentierte und 2021 als erste Frau ein WM-Finale moderierte, erzählte die Geschichte im Double Tops Podcast. Ihren Worten nach spiegelte sie perfekt den rauen Humor und die direkte Art von Bristow wider, der 2018 verstarb.

„Direkter ging es nicht“

Die Szene spielte sich vor einem Hotel in der Nähe des Alexandra Palace ab, dem ikonischen Schauplatz der jährlichen Darts-WM. Woods erinnerte sich, wie Bristow, genannt „The Crafty Cockney“, sie nach einer persönlichen Situation ansprach. „Er sagte einfach: ‚Alles in Ordnung, Liebes?‘“, berichtete Woods. „Und ich antwortete: ‚Ja klar, alles gut.‘“
Danach kam Bristow ohne Umschweife zur Sache. Offenkundig hatte er gehört, dass sie sich gerade von ihrem Freund getrennt hatte. „Er schaute mich an und sagte: ‚Du bist doch getrennt von deinem Freund, oder?‘“, so Woods.
Als sie das bestätigte, folgte ein Satz, der ihr bis heute im Gedächtnis geblieben ist. „Er sagte: ‚Willst du, dass ich ihm die Beine breche?‘“, lachte Woods. „Und ich dachte nur: Er ist eigentlich ein wirklich netter Kerl, das ist nun wirklich nicht nötig.“

Eine Ikone des Darts

Eric Bristow war in den 1980er-Jahren eine dominierende Kraft in der Dartswelt. Er gewann fünf Weltmeistertitel und war am Oche für sein Selbstvertrauen, sein Charisma und mitunter seine arrogante Ausstrahlung bekannt. Sein Spitzname „The Crafty Cockney“ wurde zum Synonym für eine Ära, in der Darts noch rauer und ungeschliffener war als heute.
Nach seiner aktiven Laufbahn blieb er der Sportart als Experte und Mentor für junge Talente verbunden. Sein Einfluss auf spätere Darter-Generationen wird bis heute anerkannt.
Woods machte in ihrem Interview deutlich, dass sie Bristow nicht nur als Sportikone sah, sondern auch als Persönlichkeit, die Eindruck hinterließ. „Ich vermisse ihn wirklich“, gestand sie. „Erst im Nachhinein wird mir bewusst, wie viel Charakter er hatte. So jemanden trifft man nicht oft.“
Laura Woods bei der Darts-WM
Laura Woods arbeitete jahrelang für Sky Sports

Blick auf die moderne Generation: Luke Littler

Neben ihrer Anekdote über Bristow sprach Woods auch über die aktuelle Generation von Dartspielern, insbesondere über die Sensation Luke Littler, der in sehr jungen Jahren auf höchstem Niveau durchbrach. Laut Woods ist sein Aufstieg „außergewöhnlich beeindruckend“, aber durch den enormen Druck und die Aufmerksamkeit auch potenziell verletzlich. Sie schloss sich der Sorge unter anderem von Gary Anderson an, der findet, dass Littler vor negativen Reaktionen des Publikums geschützt werden müsse.
„Was er macht, ist so roh und pur“, sagte Woods. „Das ist Talent, das von der Zeit noch nicht geformt wurde. Man muss es schützen, sonst kann es zerbrechen.“
Sie verglich Littler mit Größen wie Phil Taylor und Michael van Gerwen, die ihre Karrieren Schritt für Schritt aufgebaut und Entwicklungsphasen durchlaufen haben, bevor sie ihre dominante Form erreichten.

Eine Sportart voller Persönlichkeiten

Woods’ Geschichte unterstreicht einmal mehr, wie bunt die Dartswelt ist, in der große Persönlichkeiten und starke Emotionen oft Hand in Hand gehen. Von Eric Bristows ungefiltertem Humor bis zu modernen Superstars wie Luke Littler: Darts bleibt eine Sportart, in der Charakter ebenso wichtig ist wie Scoring-Power.
Für Woods selbst bleibt ihre Zeit in diesem Sport offensichtlich eine Phase voller Erinnerungen, die sie bis heute mit Wärme und Staunen hervorholt. Wie sie es treffend zusammenfasste: „Darts ist voll von Geschichten, die man eigentlich nicht erfinden kann.“
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