„Ich würde viel lieber für die Niederlande als für Schweden spielen“ – – Kevin Doets zwischen Topform, World-Cup-Traum und Nationenfrage

PDC
Samstag, 16 Mai 2026 um 18:00
Kevin Doets (2)
Kevin Doets zählt aktuell zu den formstärksten Spielern auf der PDC Tour. Mit konstant starken Leistungen und tiefen Runs auf der ProTour hat sich der Niederländer in der Weltspitze etabliert. Kaum ein Spieler begegnet ihm derzeit gern in der Auslosung – Doets gilt als gefährlicher Gegner, der jederzeit für einen Titel gut ist.
Der 26-Jährige spielte sich zuletzt bis auf Rang 32 der Weltrangliste nach vorne. Seinen ersten PDC-Rangtitel sicherte er sich beim Players Championship 13, als er im Finale die Nerven behielt und Luke Woodhouse bezwang. Wenig später bestätigte er seine Topform mit dem Einzug ins Finale der Austrian Darts Open. Dort musste er sich zwar Josh Rock geschlagen geben, setzte aber ein weiteres starkes Ausrufezeichen auf der European Tour.

World Cup bleibt vorerst außer Reichweite

Trotz seiner beeindruckenden Entwicklung bleibt der World Cup of Darts für Doets zunächst ein schwieriges Ziel. Die Konkurrenz innerhalb der Niederlande ist enorm. Mit Michael van Gerwen und Gian van Veen stehen zwei absolute Topspieler an der Spitze, die das Team in Frankfurt vertreten. Dahinter lauern mit Danny Noppert, Wessel Nijman, Jermaine Wattimena und Dirk van Duijvenbode weitere hochkarätige Namen, die in der Order of Merit aktuell vor Doets platziert sind.
Kevin Doets auf der Bühne
Kevin Doets jubelt auf der Bühne
Der Weg ins niederländische Nationalteam ist damit extrem anspruchsvoll. Ein Debüt beim prestigeträchtigen Nationenturnier liegt für Doets aktuell nicht in Reichweite – zumindest nicht über den klassischen Weg.
Eine alternative Option schließt der Niederländer allerdings nicht aus: einen Nationenwechsel.

Schweden als mögliche Alternative

Doets macht keinen Hehl daraus, dass sein Herz für die Niederlande schlägt. Dennoch denkt er offen über andere Möglichkeiten nach. Ein Start für Schweden könnte ihm den Weg auf die große Bühne deutlich erleichtern.
„Ich habe darüber nachgedacht. Wenn ich wechseln möchte, muss ich noch dreieinhalb Jahre warten. Aber ich würde lieber für die Niederlande spielen als für Schweden“, erklärte Doets im Weekly Dartscast.
Der Grund für seine Überlegungen liegt auf der Hand: Die Konkurrenzsituation im niederländischen Team gehört zu den härtesten im gesamten Dartsport. „Es ist im Moment extrem schwer, für die Niederlande zu spielen, weil gleich mehrere Spieler zur Weltspitze gehören. Der Weg in den World Cup ist dadurch enorm schwierig. Für Schweden wäre es aktuell deutlich einfacher“, so Doets.
Sportlich wäre er dort sofort die klare Nummer eins. Aktuell führt Jeffrey de Graaf die schwedische Rangliste an – auf Platz 55 der Welt. Ein Wechsel könnte Doets also nicht nur bessere Chancen auf Einsätze bringen, sondern auch finanziell attraktiv sein.
Trotzdem bleibt er zurückhaltend. „Wir müssen auch den finanziellen Aspekt betrachten. Aber ich würde viel lieber für die Niederlande spielen. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, für Schweden anzutreten, könnte ich sie nutzen – aber ich habe noch keine Entscheidung getroffen.“
Für Doets hätte ein Auftritt beim World Cup eine besondere Bedeutung. Der Niederländer musste in seiner Karriere große Hürden überwinden, insbesondere seine Probleme mit Dartitis. Heute steht er stärker denn je auf der Bühne.
„Ich bin sehr stolz darauf, wo ich jetzt stehe – gerade wegen der Dartitis. Auch wenn ich sie seit Jahren im Griff habe, bleibt sie im Kopf manchmal präsent“, sagte Doets. „Es kann schwierig werden, wenn man anfängt, darüber nachzudenken. Aber ich habe gelernt, damit umzugehen.“
Sein Weg zurück an die Spitze macht ihn nicht nur zu einem der formstärksten Spieler der Tour, sondern auch zu einem der spannendsten Kandidaten für die Zukunft – unabhängig davon, unter welcher Flagge er antreten wird.
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