Der vierte Pro-Tour-Tag der Saison 2026 ist Geschichte: Bei
Players Championship 4 in Wigan setzte sich Luke Humphries die Krone auf. Der Weltranglistenzweite bestätigte seine starke Tagesform im Finale gegen Wessel Nijman und holte sich mit einem 8:6-Erfolg den Titel – während aus deutscher Sicht ein intensiver Turniertag mit einzelnen Highlights, aber ohne tiefen Run zu Ende ging.
Der Turniertag begann aus deutscher Sicht mit Licht und Schatten. Früh erwischte es Ricardo Pietreczko, der bereits in Runde eins ausschied, ebenso Niko Springer und Dominik Grüllich, die ihre Auftaktmatches verloren. Auch für Maximilian Czerwinski war zum Start Endstation. Positive Signale setzte zunächst Gabriel Clemens, der eine umkämpfte Partie gegen Mario Vandenbogaerde mit 6:4 für sich entschied und in Runde zwei einzog. Erfreuliche Nachrichten gab es zudem für Tour-Card-Rookie Marvin Kraft, der mit einem 6:3-Erstrundensieg seinen ersten Erfolg als PDC-Profi verbuchte.
Hopp schlägt Clayton
Für das deutsche Highlight des Tages sorgte
Max Hopp: Der „Maximiser“ bezwang Topstar Jonny Clayton nach starkem Zwischenspurt und 121er-Finish, ehe es im Anschluss zum deutsch-deutschen Duell mit Arno Merk kam. Merk setzte sich dort mit 6:4 durch und hielt die deutschen Hoffnungen zunächst am Leben. Auch Leon Weber präsentierte sich in guter Verfassung, feierte unter anderem einen Whitewash-Sieg gegen Cameron Menzies und erreichte ebenso wie Merk das Boardfinale.
Dort endete jedoch die deutsche Reise: Weber unterlag Kim Huybrechts, Merk musste sich deutlich Daryl Gurney geschlagen geben. Zuvor war auch Clemens nach einem spektakulären 156er-Checkout seines Gegners gegen Andrew Gilding ausgeschieden. Für Lukas Wenig reichte es nach einem Decider-Sieg in Runde eins bis in die zweite Runde, wo er in einem hochklassigen Duell an Jermaine Wattimena scheiterte. Ebenfalls früh erwischte es
Kai Gotthardt, der Damon Heta nur knapp unterlag, sowie
Yorick Hofkens, der gegen Wessel Nijman chancenlos blieb.
An der Spitze des Turniers übernahmen anschließend die internationalen Schwergewichte. Luke Humphries marschierte mit einem 108er-Average ins Halbfinale, Gerwyn Price setzte sich souverän durch, während Wessel Nijman nach einem nervenstarken Decider gegen Gurney ebenfalls die Vorschlussrunde erreichte. Komplettiert wurde das Halbfinale von Callan Rydz.
In den Halbfinals bestätigten Humphries und Nijman ihre starke Tagesform: Humphries bezwang Price mit 7:4, Nijman setzte sich mit 7:3 gegen Rydz durch – damit standen sich im Endspiel zwei der formstärksten Spieler der Welt gegenüber.
Finale: Humphries dreht das Match und setzt sich durch
Das Endspiel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch zwischen zwei formstarken Akteuren. Nijman erwischte den besseren Start und setzte mit frühen Holds die ersten Akzente, Humphries hielt jedoch mit hohem Tempo dagegen und glich mehrfach aus. Nach einem Break des Niederländers zum 5:3 schien Nijman die Partie zunehmend unter Kontrolle zu bringen, doch „Cool Hand Luke“ antwortete mit einem starken Zwischenspurt.
Mit mehreren 12- und 14-Dartern drehte Humphries das Match, holte sich das entscheidende Break zum 6:5 und ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen. Ein weiterer souveräner Hold brachte ihn auf 7:5, ehe der Engländer den Sack schließlich zu und den Titel perfekt machte. Mit einem Average von rund 105 Punkten unterstrich Humphries seine Dominanz an diesem Tag – ein verdienter Triumph für den konstantesten Spieler des Turniers, während Nijman seinen überragenden Saisonstart weiter untermauerte.