Zum ersten Mal seit 2011: Zweimaliger Weltmeister Peter Wright fällt aus den Top 32 der Weltrangliste

PDC
Mittwoch, 18 Februar 2026 um 10:00
Peter Wright
Der sportliche Absturz von Peter Wright hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Bei Players Championship 4 scheiterte der zweifache Weltmeister erneut in der ersten Runde. Der 55-jährige Schotte verlor mit 4:6 gegen die Nummer 82 der Welt, Thomas Lovely, und wartet im Jahr 2026 weiterhin auf seinen ersten Sieg auf der ProTour.
Wright spielte einen Average von 85,94 Punkten – ein Wert, der unterstreicht, dass es derzeit an Schärfe und Scoring-Power fehlt. Während er in seinen Glanzjahren für konstante 100+ Averages und gnadenlose Finishes bekannt war, wirkt sein Spiel nun unsicher und wechselhaft. Es ist bereits das vierte Mal in Folge in dieser Saison, dass er bei einem Players Championship-Turnier schon in seinem Auftaktmatch ausscheidet.

Kein Preisgeld, keine Ranglistenpunkte

Die frühen Niederlagen haben nicht nur sportliche, sondern auch finanzielle Folgen. Bei den PDC-Floor-Events wird erst ab der zweiten Runde Preisgeld ausgezahlt, mit 1.250 £ als Einstiegsbetrag. Da Wright noch kein Match gewinnen konnte, hat er 2026 auf der ProTour noch keinen Pfund verdient.
Dieser schwache Start wirkt sich direkt auf seine Position in der PDC Order of Merit aus. Durch seine Niederlage ist Wright auf Platz 33 der Weltrangliste abgerutscht. Es ist das erste Mal seit 2011, dass er außerhalb der Top 32 steht. Eine schmerzhafte Statistik für einen Spieler, der jahrelang zur absoluten Weltspitze gehörte und sogar die Nummer-eins-Position innehatte.
Sein Absturz bedeutete zudem, dass Andrew Gilding ihn im Ranking überholte. Und die Gefahr ist noch nicht gebannt: Sollten Konkurrenten in den kommenden Wochen punkten, könnte Wright weiter abrutschen, bevor er wieder antritt.

Auch auf der European Tour läuft es schief

Die Probleme beschränken sich nicht auf die Players Championship-Turniere. Peter Wright schaffte es nämlich auch nicht, sich für die ersten beiden European Tour-Events des Jahres zu qualifizieren. Daher fehlt er am kommenden Wochenende bei der Poland Darts Open in Krakau.
Das ist erneut ein markanter Bruch mit der Vergangenheit. Seit 2012 hatte Wright sich stets für Euro Tour-Turniere qualifiziert, es sei denn, er zog sich freiwillig zurück oder entschied sich gegen eine Teilnahme. Dass er nun bereits in der Qualifikation scheitert, zeigt, wie stark sein Niveau derzeit abgefallen ist.
Sein nächster geplanter Auftritt ist am kommenden Dienstag bei Players Championship 5 in Leicester. Dort hofft er, den Negativlauf endlich zu durchbrechen.
Peter Wright in Aktion
Peter Wright steht erstmals seit langer Zeit nicht mehr in den Top 32 der Weltrangliste

Von Viertelfinals zu frühen Niederlagen

Die aktuelle Formkrise steht in scharfem Kontrast zu Teilen der vergangenen Saison. 2025 erreichte Wright noch die Viertelfinals von vier European Tour-Turnieren, zuletzt mit einem starken Lauf beim German Darts Championship im Oktober. Auch wenn er dort keinen Titel holte, zeigte er damals, dass er mit der Spitze mithalten konnte.
Seither setzte jedoch der Niedergang ein. Auf der großen Bühne der WM im Dezember scheiterte er bereits in der zweiten Runde nach einer Niederlage gegen Arno Merk. Anschließend verpasste er auch das Hauptturnier des Winmau World Masters, nach einer Pleite gegen Graham Hall in den letzten 64 der Qualifikation. Insgesamt hat Wright in diesem Kalenderjahr lediglich 750 £ an Preisgeld gesammelt.

Ein imposanter Palmarès unter Druck

Dass die aktuelle Situation so bedrückend wirkt, liegt auch an Wrights beeindruckender Bilanz. Seit seinem Wechsel zur PDC im Jahr 2004 verdiente er mehr als sechs Millionen Pfund an Preisgeldern und gewann elf große TV-Turniere, darunter zwei WM-Titel. Jahrelang galt er als feste Größe in den Top 10 und als Publikumsliebling dank seines flamboyanten Auftretens und farbenfroher Frisuren.
Doch Darts ist ein Sport, in dem Ranglistenprämien über zwei Jahre verteidigt werden. Große Erfolge aus der Vergangenheit schützen nicht vor aktuellen Rückschlägen. Gelingt es Wright nicht bald wieder, Matches zu gewinnen und Preisgeld zu sammeln, droht er weiter abzurutschen – mit möglicherweise sogar Qualifikationsproblemen für große Majors als Folge.
Vorerst dominiert vor allem die Frage: Kann „Snakebite“ das Ruder noch herumreißen? Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für einen Spieler, der jahrelang Synonym für Stabilität an der Spitze war, nun aber darum kämpft, seinen Platz unter den besten 32 der Welt zu behaupten.
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