„Meine Oma hat das Wandbild früher gesehen als wir alle“ – Luke Littler mit riesigem Mural in der Heimat geehrt

PDC
durch Nic Gayer
Freitag, 31 Juli 2026 um 8:30
Luke Littler jubelt auf der Blackpool-Bühne.
Luke Littler sorgt in der Dartswelt weiterhin für Schlagzeilen – längst nicht mehr nur mit seinen Leistungen auf der Bühne. Während der amtierende Weltmeister einen Titel nach dem anderen gewinnt, wurde ihm nun auch abseits des Oches eine besondere Ehre zuteil. In seiner Geburtsstadt Warrington ist am Donnerstag ein riesiges Wandgemälde enthüllt worden, das den erst 19-Jährigen würdigt.
Für Littler war die Enthüllung ein emotionaler Moment. Umso amüsanter war für ihn die Tatsache, dass ausgerechnet seine Großmutter das Kunstwerk bereits vor der offiziellen Präsentation entdeckte. Während einer Busfahrt sah sie die Künstler bei der Arbeit, stieg kurzerhand aus und kam mit ihnen ins Gespräch.

Großmutter entdeckte das Wandgemälde zuerst

„Es ist großartig“, sagte Littler in Zitaten, die von ESPN gesammelt wurden. „Meine Oma saß gestern im Bus, als sie die Künstler bei der Arbeit sah. Sie stieg aus, um kurz mit ihnen zu plaudern. Danach rief sie meinen Vater an, um zu erzählen, was sie gesehen hatte. Sie hat die Wandmalerei also früher gesehen als wir alle.“
Luke Littler posiert mit der Phil Taylor Trophy als Sieger des World Matchplay 2026.
Luke Littler freut sich über ein monumentales Wandgemälde in seiner Heimatstadt Warrington – eine besondere Auszeichnung für den amtierenden Darts-Weltmeister.
Die Geschichte brachte den Engländer zum Schmunzeln. Gleichzeitig machte er deutlich, wie viel ihm die Ehrung bedeutet. „Wir können es eigentlich alle noch immer nicht fassen. Der alte Luke Littler hätte nie gedacht, dass so etwas jemals passieren würde. Aber es ist passiert, und darüber bin ich unglaublich froh.“
Dass Littler inzwischen mit einem monumentalen Wandgemälde in seiner Heimatstadt geehrt wird, überrascht angesichts seiner jüngsten Erfolge kaum. Erst in der vergangenen Woche gewann er das World Matchplay 2026 und fügte seiner beeindruckenden Titelsammlung einen weiteren prestigeträchtigen Major-Titel hinzu.
Zuvor hatte der Engländer in diesem Jahr bereits die Weltmeisterschaft, die UK Open, die Premier League Darts und das World Masters gewonnen. Damit bleibt er auf Kurs, sämtliche TV-Major-Titel innerhalb einer Saison zu gewinnen.
Beim World Matchplay in Blackpool präsentierte sich Littler einmal mehr in herausragender Form. Im Finale gegen Gerwyn Price spielte er einen Average von 111,53 Punkten – ein neuer Rekord für ein Endspiel dieses Turniers. Darüber hinaus gelangen ihm während des gesamten Wettbewerbs insgesamt 66 Aufnahmen mit der Höchstpunktzahl von 180 – ebenfalls ein neuer Bestwert.
Diese Leistungen geben ihm viel Selbstvertrauen für den weiteren Saisonverlauf. „Mit Leistungen wie vergangene Woche können mich nicht viele Spieler stoppen“, sagte Littler. „Ich fühle mich sehr gut. Dieser Clean Sweep ist definitiv noch möglich.“

Urlaub in den USA statt Training

Bevor die Saison in ihre nächste Phase geht, gönnt sich Littler jedoch bewusst eine Auszeit. Der Weltmeister reist nach Orlando und möchte während seines Urlaubs vollständig vom Darts abschalten.
„Letzte Woche war vielleicht eines meiner besten Turniere überhaupt“, blickte er zurück. „Darüber bin ich sehr glücklich. Aber jetzt ist es Zeit zu entspannen, in die USA zu fliegen, es sich gutgehen zu lassen und einmal nicht an Darts zu denken. Danach komme ich frisch für die World Series zurück.“
Seine Pfeile bleiben dabei zu Hause. „Ich werde in den USA keine Darts werfen. Ich werde einfach entspannen.“

Vergleiche mit Phil Taylor

Mit seinen außergewöhnlichen Erfolgen wird Littler inzwischen regelmäßig mit Phil Taylor verglichen, der mit 16 Weltmeistertiteln nach wie vor als größter Dartspieler der Geschichte gilt. Der Youngster selbst bleibt dabei jedoch bescheiden.
„Es ist großartig, dass die Leute mich mit Phil Taylor vergleichen, aber ich bin einfach ich“, erklärte Littler. „Wenn ich eines Tages seine Rekorde breche, bin ich vielleicht der Beste aller Zeiten. Doch vorerst bleibt Phil für mich der GOAT.“

Besondere Anerkennung in der Heimat

Für Littler hatte die Enthüllung des Wandgemäldes eine ganz besondere Bedeutung – vor allem, weil die Ehrung ausgerechnet in seiner Heimatstadt Warrington ihren Platz gefunden hat.
„Sie haben wirklich fantastische Arbeit geleistet“, sagte Littler. „Ich hätte das auf keinen Fall ausgeschlagen, schon gar nicht in Warrington.“
Mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft, mehreren Major-Titeln, eindrucksvollen Rekorden und nun auch dieser besonderen Ehrung in seiner Heimat setzt Luke Littler seinen außergewöhnlichen Aufstieg eindrucksvoll fort.
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