„Nein, das ist nichts für mich“ – Gian van Veen probiert eine urholländische Leckerei, hat aber nach einem Bissen genug

PDC
Sonntag, 20 September 2026 um 8:00
Gian van Veen (2)
Gian van Veen gehört an diesem Wochenende zum Teilnehmerfeld der World Series of Darts Finals in Amsterdam, wo er seine zweite Major-Trophäe ins Visier nimmt. Für „The Giant“ ist das Heimturnier zugleich der Schlusspunkt eines Jahres, in dem er mit der World Series um die Welt reiste.
Nahm Van Veen 2024 und 2025 noch als Local Player an den Dutch Darts Masters teil, etablierte er sich in diesem Jahr als fester PDC-Starter auf der World Series. Vom Nahen Osten nach Skandinavien, von Nordamerika nach Ozeanien: Van Veen spulte reichlich Kilometer ab. Unterwegs machte er es sich zur Gewohnheit, lokale Spezialitäten zu probieren und zu bewerten.
Für das Finale seiner sogenannten „Local Treat Tour“ musste er nicht weit reisen. Van Veen fuhr nach IJmuiden, um eine urholländische Delikatesse zu testen.
„Hallo zusammen“, begann er sein Video. „Willkommen zurück bei der Local Treat Tour. Das ist das Finale. Wir waren in Kopenhagen, in New York, in Auckland und in Sydney. Aber jetzt sind wir hier in IJmuiden in den Niederlanden und machen es auf Niederländisch.“

Erst gewinnen, dann an die Heringe

Bevor Van Veen sich dem Essen widmete, blickte er kurz auf seinen Einstand bei den World Series of Darts Finals zurück. Dort setzte er sich mit 6-2 gegen Chris Dobey durch.
„Also, gestern habe ich in der ersten Runde gegen Chris Dobey gespielt“, erzählte Van Veen. „Solider 6-2-Sieg, ziemlich zufrieden mit der Leistung. Etwas Auf und Ab, aber am Ende ein leichter Erfolg. Das ist, was zählt, denke ich.“
Van Veen spielte einen average von 95,47 und setzte mit 101 die höchste Finish des Matches. Dobey haderte vor allem auf die Doppel und ließ elf Chancen aus. Damit feierte Van Veen seinen ersten Sieg überhaupt bei den World Series of Darts Finals.
Lange wollte er sich mit dem Erfolg jedoch nicht aufhalten. „Aber jetzt haben wir Wichtigeres im Kopf. Ich fahre jetzt nach IJmuiden, in den Hafen, für frischen Fisch direkt aus der Nordsee. Wir gehen fischen.“
Angekommen wusste Van Veen genau, was er probieren musste. „So, hier sind wir im Hafen von IJmuiden. Lokaler geht’s nicht, oder? Und weil wir hier in den Niederlanden sind, hier in IJmuiden, gibt es eigentlich nur eine echte Option, die ich heute probiere. Das ist der frische Hering. Nicht wirklich mein Ding, aber für euch ist es den Versuch wert.“
Gian van Veen zeigt in einer World Series of Darts-Szene auf die Kamera
Gian van Veen ist bei der World Series of Darts wieder im Einsatz

Van Veen zeigt sich von holländischem Hering unbeeindruckt

Noch vor dem ersten Bissen wirkte Van Veen wenig begeistert. „Ich habe das noch nie probiert, aber es sieht nicht gut aus. Na gut, los geht’s.“
Seine erste Begegnung mit Hering wurde dann kein Erfolg. „Nein, das ist nichts für mich. Tja, so schmeckt Fisch, aber man sieht: sehr glitschig. Die Zwiebeln daneben überdecken etwas Fischgeschmack, was mir ganz recht ist. Aber oh nein, das ist nicht mein Ding.“ Ein zweiter Bissen kam nicht infrage. „Nein, das mache ich nicht, sorry“, klang es resolut.
Auch bei der Endnote ließ sich Van Veen nicht von seiner niederländischen Herkunft leiten. „Dann das Fazit. Ich weiß, ich sollte voreingenommen sein, weil es mein eigenes Land ist, aber das werde ich nicht sein. Der Hering überzeugt mich nicht. Mehr noch, ich setze ihn ans Ende der Liste. Eine 3,5. Ihr habt es gesehen: ein Biss, danach ging nicht mehr viel. Also nein, ganz unten auf der Liste.“
Damit landete der holländische Hering in Van Veens kulinarischer World Series-Tour auf dem letzten Platz. Die New Yorker Bagel führte mit einer 8,2 das Ranking an, dicht gefolgt von der dänischen Kanelsnegle mit einer 8. Die Kiwi Pie bekam eine 6,5 und lag damit klar vor Vegemite, das Van Veen mit 4,5 bewertete. Der Hering beschloss die Reihe mit 3,5.

Van Veen jagt dem Erfolg in Amsterdam nach

Auf dem Board erlebt Van Veen bislang ein wechselhaftes erstes komplettes Jahr auf der World Series. Er startete stark in Bahrain, erreichte das Finale und verlor dort gegen Michael van Gerwen. Anschließend scheiterte er in Saudi-Arabien und Dänemark im Viertelfinale. In New York schaffte es Van Veen ins Halbfinale, bevor seine Ozeanien-Tour zweimal im Viertelfinale endete.
In Amsterdam hofft Van Veen, sein World-Series-Jahr doch noch mit einem Highlight zu krönen. Nach seinem Sieg über Dobey setzte er sich in der zweiten Runde gegen Karel Sedlacek durch. Im Viertelfinale wartet ein rein niederländisches Duell mit Dirk van Duijvenbode, der überraschend Luke Humphries aus dem Turnier warf. Für Van Veen ist damit der Weg frei, vor heimischem Publikum den Angriff auf seinen zweiten Major-Titel zu starten.
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