„Nein, das ist nichts für mich“ – Gian van Veen probiert eine urholländische Leckerei, hat aber nach einem Bissen genug
PDC
Gian van Veen gehört an diesem Wochenende zum Teilnehmerfeld der World Series of Darts Finals in Amsterdam, wo er seine zweite Major-Trophäe ins Visier nimmt. Für „The Giant“ ist das Heimturnier zugleich der Schlusspunkt eines Jahres, in dem er mit der World Series um die Welt reiste.
Nahm Van Veen 2024 und 2025 noch als Local Player an den Dutch Darts Masters teil, etablierte er sich in diesem Jahr als fester PDC-Starter auf der World Series. Vom Nahen Osten nach Skandinavien, von Nordamerika nach Ozeanien: Van Veen spulte reichlich Kilometer ab. Unterwegs machte er es sich zur Gewohnheit, lokale Spezialitäten zu probieren und zu bewerten.
Für das Finale seiner sogenannten „Local Treat Tour“ musste er nicht weit reisen. Van Veen fuhr nach IJmuiden, um eine urholländische Delikatesse zu testen.
„Hallo zusammen“, begann er sein Video. „Willkommen zurück bei der Local Treat Tour. Das ist das Finale. Wir waren in Kopenhagen, in New York, in Auckland und in Sydney. Aber jetzt sind wir hier in IJmuiden in den Niederlanden und machen es auf Niederländisch.“
Erst gewinnen, dann an die Heringe
Bevor Van Veen sich dem Essen widmete, blickte er kurz auf seinen Einstand bei den World Series of Darts Finals zurück. Dort setzte er sich mit 6-2 gegen Chris Dobey durch.
„Also, gestern habe ich in der ersten Runde gegen Chris Dobey gespielt“, erzählte Van Veen. „Solider 6-2-Sieg, ziemlich zufrieden mit der Leistung. Etwas Auf und Ab, aber am Ende ein leichter Erfolg. Das ist, was zählt, denke ich.“
Van Veen spielte einen average von 95,47 und setzte mit 101 die höchste Finish des Matches. Dobey haderte vor allem auf die Doppel und ließ elf Chancen aus. Damit feierte Van Veen seinen ersten Sieg überhaupt bei den World Series of Darts Finals.
Lange wollte er sich mit dem Erfolg jedoch nicht aufhalten. „Aber jetzt haben wir Wichtigeres im Kopf. Ich fahre jetzt nach IJmuiden, in den Hafen, für frischen Fisch direkt aus der Nordsee. Wir gehen fischen.“
Angekommen wusste Van Veen genau, was er probieren musste. „So, hier sind wir im Hafen von IJmuiden. Lokaler geht’s nicht, oder? Und weil wir hier in den Niederlanden sind, hier in IJmuiden, gibt es eigentlich nur eine echte Option, die ich heute probiere. Das ist der frische Hering. Nicht wirklich mein Ding, aber für euch ist es den Versuch wert.“

Gian van Veen ist bei der World Series of Darts wieder im Einsatz
Van Veen zeigt sich von holländischem Hering unbeeindruckt
Noch vor dem ersten Bissen wirkte Van Veen wenig begeistert. „Ich habe das noch nie probiert, aber es sieht nicht gut aus. Na gut, los geht’s.“
Seine erste Begegnung mit Hering wurde dann kein Erfolg. „Nein, das ist nichts für mich. Tja, so schmeckt Fisch, aber man sieht: sehr glitschig. Die Zwiebeln daneben überdecken etwas Fischgeschmack, was mir ganz recht ist. Aber oh nein, das ist nicht mein Ding.“ Ein zweiter Bissen kam nicht infrage. „Nein, das mache ich nicht, sorry“, klang es resolut.
Auch bei der Endnote ließ sich Van Veen nicht von seiner niederländischen Herkunft leiten. „Dann das Fazit. Ich weiß, ich sollte voreingenommen sein, weil es mein eigenes Land ist, aber das werde ich nicht sein. Der Hering überzeugt mich nicht. Mehr noch, ich setze ihn ans Ende der Liste. Eine 3,5. Ihr habt es gesehen: ein Biss, danach ging nicht mehr viel. Also nein, ganz unten auf der Liste.“
Damit landete der holländische Hering in Van Veens kulinarischer World Series-Tour auf dem letzten Platz. Die New Yorker Bagel führte mit einer 8,2 das Ranking an, dicht gefolgt von der dänischen Kanelsnegle mit einer 8. Die Kiwi Pie bekam eine 6,5 und lag damit klar vor Vegemite, das Van Veen mit 4,5 bewertete. Der Hering beschloss die Reihe mit 3,5.
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Van Veen jagt dem Erfolg in Amsterdam nach
Auf dem Board erlebt Van Veen bislang ein wechselhaftes erstes komplettes Jahr auf der World Series. Er startete stark in Bahrain, erreichte das Finale und verlor dort gegen Michael van Gerwen. Anschließend scheiterte er in Saudi-Arabien und Dänemark im Viertelfinale. In New York schaffte es Van Veen ins Halbfinale, bevor seine Ozeanien-Tour zweimal im Viertelfinale endete.
In Amsterdam hofft Van Veen, sein World-Series-Jahr doch noch mit einem Highlight zu krönen. Nach seinem Sieg über Dobey setzte er sich in der zweiten Runde gegen Karel Sedlacek durch. Im Viertelfinale wartet ein rein niederländisches Duell mit Dirk van Duijvenbode, der überraschend Luke Humphries aus dem Turnier warf. Für Van Veen ist damit der Weg frei, vor heimischem Publikum den Angriff auf seinen zweiten Major-Titel zu starten.
Mats Leering ist seit 2024 Co-Chefredakteur von Dartsnieuws.com, der niederländischen Schwesterwebsite von Dartsnews.de. Dort ist er für die tägliche redaktionelle Leitung, die Schlussredaktion und die Liveberichterstattung über internationale Dartturniere verantwortlich. Darüber hinaus veröffentlicht er Beiträge auf Dartsnews.de und bringt dort seine Erfahrung in der professionellen Dartsberichterstattung ein.
Innerhalb der Redaktion erstellt er Liveblogs und Spielberichte zu großen PDC-Veranstaltungen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Dabei verbindet er die Echtzeitberichterstattung mit Analysen des Spielverlaufs, relevanten Statistiken und historischen Hintergründen.
Seine Berichterstattung basiert auf offiziellen Turnierinformationen, Interviews und spezialisierten Datenquellen. Dadurch kann er Ergebnisse, Statistiken und Entwicklungen im professionellen Dartsport präzise einordnen.
Im Jahr 2018 schloss er seine Ausbildung zum Medienredakteur am Mediacollege Amsterdam ab. Seitdem ist er im Sportjournalismus tätig und konzentriert sich auf die schnelle und zuverlässige Berichterstattung über internationale Dartwettbewerbe.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










