Order of Merit 2026 seit Jahresbeginn: Schindler führt deutsches Quartett an, Littler und Nijman dominieren

PDC
Montag, 29 Juni 2026 um 12:15
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Die Year-to-date Order of Merit basiert auf den Leistungen aller Spieler im Jahr 2026. Diese Rangliste enthält – im Gegensatz zur regulären PDC Order of Merit – ausschließlich das in dieser Saison erspielte Preisgeld und bezieht sich somit nicht auf die vergangenen zwei Jahre.
Wie erwartet führt Luke Littler die Rangliste an. Die 19-jährige Sensation gewann in diesem Jahr bereits die World Masters, die Premier League Darts, die UK Open und den World Cup of Darts. Obwohl Premier League und World Cup nicht für die Rangliste zählen, hat er dennoch genug Preisgeld verdient, um Platz eins zu belegen. „The Nuke“ hat in diesem Jahr bislang 260.000 Pfund erspielt.

Deutsche Spieler in den Top 60: Schindler führt das Feld an

Aus deutscher Sicht ist Martin Schindler der bestplatzierte Spieler in der Year-to-date Order of Merit 2026. Der Strausberger liegt mit 67.000 Pfund Preisgeld auf Rang 28 und ist damit der einzige Deutsche in den Top 30. Schindler bleibt damit auch in dieser Jahreswertung die klare deutsche Nummer eins, auch wenn der Abstand zur absoluten Spitze beträchtlich ist.
Direkt dahinter folgt Niko Springer, der mit 63.500 Pfund auf Platz 31 geführt wird. Der junge Deutsche bestätigt damit sein starkes Jahr und hat sich in der erweiterten Spitzengruppe festgesetzt. Nur wenige Plätze trennen ihn von Schindler, was zeigt, dass sich im deutschen Darts hinter der etablierten Nummer eins zunehmend neue Kräfte bemerkbar machen.
Auch Max Hopp und Gabriel Clemens sind in den Top 60 vertreten. Hopp liegt mit 40.750 Pfund auf Rang 50, Clemens folgt unmittelbar dahinter mit 40.000 Pfund auf Platz 51. Für beide ist es eine solide Position, allerdings auch ein Hinweis darauf, dass der Anschluss an die Top 30 im laufenden Jahr noch fehlt. Gerade Clemens wird sich in der zweiten Saisonhälfte steigern wollen, um wieder näher an die internationale Spitze heranzurücken.
Damit stehen vier deutsche Spieler unter den besten 60 der Jahreswertung: Schindler, Springer, Hopp und Clemens. Während Schindler weiterhin die deutsche Spitze anführt, sorgt vor allem Springer für frischen Druck.
Für Hopp und Clemens geht es in den kommenden Monaten darum, mit tiefen Läufen auf der Pro Tour oder European Tour wieder deutlich Boden gutzumachen.

Mageres Jahr bislang für große Namen

Es gibt auch einige große und bekannte Namen, die für ihren Status und ihre Position auf der allgemeinen PDC Order of Merit in dieser Rangliste eher niedrig stehen. So liegt Jonny Clayton mit 117.500 Pfund auf Rang zwölf. „The Ferret“ hat in diesem Jahr noch keinen einzigen Titel gewonnen. Er erreichte zwar zweimal ein Pro-Tour-Finale und einmal ein European-Tour-Endspiel, doch alle gingen verloren.
Michael van Gerwen spielt bislang ebenfalls noch kein herausragendes Jahr. Der Niederländer steht mit 88.000 Pfund auf Platz 19, eine Position, die nicht zu einem Spieler mit seiner Vita passt. Der Niederländer kämpft jedoch bereits seit einiger Zeit mit seiner Form und agiert nicht mehr so konstant wie in seinen besten Jahren. Hohe Ausschläge wechseln sich mit sehr schwachen Auftritten ab, wodurch er schlicht zu unbeständig auftritt. Mit den großen Major-Turnieren vor der Tür muss „Mighty Mike“, der zum Zeitpunkt des Schreibens noch die Nummer 4 der Welt ist, zudem ernsthaft um einen Absturz in der regulären Rangliste bangen. Sollte er bei den großen TV-Turnieren unterperformen, droht Van Gerwen ernsthaft aus der Weltspitze zu rutschen.
Für jemanden geht es hingegen noch nicht ganz so rasant bergab: Gian van Veen. Der Niederländer ist seit der vergangenen WM die Nummer 3 der Welt, doch in diesem Jahr will es noch nicht richtig laufen. „The Giant“ steht mit 82.000 verdienten Pfund Sterling auf Rang 21. Auch wegen seines Premier-League-Debüts, bei dem er zudem mit Nierensteinen zu kämpfen hatte, zeigt der Niederländer in diesem Jahr zu viele schwankende Leistungen. Dadurch steht er in dieser Rangliste niedriger, als es seinem Potenzial entspricht.
Michael van Gerwen ist sichtbar frustriert.
Van Gerwen erlebt bislang ein wechselhaftes Jahr 2026.

Niederländer in der Spitze stark vertreten

Littler wird jedoch von Wessel Nijman dicht verfolgt, der mit 246.000 verdienten Pfund Sterling knapp hinter dem Weltmeister liegt. Der Niederländer glänzt in diesem Jahr vor allem auf der Pro Tour und hat insgesamt bereits 6 Players Championship-Turniere gewonnen. Das ist mehr als ein Viertel aller bislang ausgetragenen Turniere. Zudem holte Nijman auch zwei Titel auf der European Tour. Es kann daher mit Recht gesagt werden, dass Nijman neben Littler der Mann der Stunde ist.
Ein weiterer Niederländer, der ein herausragendes Jahr erlebt, ist Kevin Doets. „Hawkeye“ gewann Anfang des Jahres in Hildesheim seinen ersten Players Championship-Titel. Außerdem erreichte er dreimal das Halbfinale und mehrfach das Viertelfinale und ist damit neben Nijman wohl der konstanteste Spieler auf der Pro Tour in diesem Jahr. Auch auf der European Tour hat er sich gezeigt. So erreichte er bei den Austrian Darts Open das Finale, verlor dort jedoch unglücklich gegen Josh Rock. Dennoch beweisen Doets’ Resultate, dass mit ihm in diesem Jahr zu rechnen ist.
Den Rest der Top 10 stellen überwiegend Engländer. Ross Smith ist mit 166.000 Pfund die Nummer 3 der Rangliste. „Smudger“ gewann in diesem Jahr bereits zwei Pro-Tour-Events und holte zudem die International Darts Open. Dahinter folgt Gerwyn Price, der insgesamt 149.000 Pfund erspielt hat. „The Iceman“ gewann in diesem Jahr PC6 in Leicester und sicherte sich auch den Titel bei der European Darts Grand Prix. Dennoch hofft der Waliser wieder auf einen Major-Erfolg, denn sein letzter wirklich großer Titel datiert bereits aus dem Jahr 2022.
James Wade ist die Nummer 5 der Rangliste und hat in diesem Jahr bislang 146.500 verdient. „The Machine“ erreichte das Finale der UK Open und gewann das allererste Players Championship-Turnier des Jahres. Dahinter folgt Luke Humphries, der mit nur 2.000 Pfund weniger auf Rang sechs steht. Die aktuelle Nummer zwei der Welt holte in diesem Jahr neben zwei Pro-Tour-Titeln auch die Belgian Darts Open. Chris Dobey (133.750 Pfund), Josh Rock (131.500 Pfund) und Luke Woodhouse (131.250 Pfund) komplettieren die Top 10. Danny Noppert liegt mit 126.250 auf Platz elf knapp dahinter.

Greaves, Zonneveld und Reyes mit Topjahr

Während einige Spieler in diesem Jahr enttäuschen, gibt es selbstverständlich auch Akteure, die ein Topjahr hinlegen. So steht Niels Zonneveld auf einem starken 22. Platz mit 76.500 Pfund. Der Niederländer erreichte in diesem Jahr bereits zweimal das Halbfinale auf der European Tour und schaffte auf der Pro Tour zudem zweimal den Sprung ins Viertelfinale. Damit hat er sich sein Ticket für das World Matchplay so gut wie gesichert und liegt auch mit Blick auf den World Grand Prix hervorragend im Rennen. Zonneveld belegt derzeit Rang 36 in der regulären Order of Merit, doch mit guten Auftritten bei diesen Turnieren kann er durchaus die Top 32 ins Visier nehmen.
Beau Greaves ist ein weiterer Name, der in dieser Liste ins Auge fällt. Das weibliche Darts-Phänomen hat erst kürzlich ihre Tour Card erhalten, spielt auf der Tour jedoch, als wäre sie seit Jahren dabei. Insgesamt hat sie bereits 57.500 Pfund verdient, womit sie auf Platz 34 liegt. Das ist unter anderem ihrer Titelpremiere beim Players Championship 11 zu verdanken, mit der sie Geschichte schrieb, als erste Frau überhaupt einen Titel innerhalb der PDC zu gewinnen.
Auch Cristo Reyes und Kim Huybrechts verdienen es, erwähnt zu werden. Reyes holte sich im Januar erstmals seit 2021 seine Tour Card über die Q-School zurück, was ihm offenbar Flügel verliehen hat. Der Spanier spielte in diesem Jahr bereits 59.750 Pfund ein. Das liegt unter anderem daran, dass er sich über die Qualifikationsturniere für nahezu jedes European Tour-Turnier qualifiziert hat. Zudem erreicht er auf dem Floor regelmäßig das Achtelfinale.
Huybrechts erlebt aktuell ebenfalls einen Aufschwung. Der Belgier hatte einige schwierige Jahre, doch in diesem Jahr spielt er wieder konstant, was ihm mit 62.250 Pfund Rang 32 in dieser Liste einbringt. „The Hurricane“ stand dreimal im Achtelfinale der European Tour, und auch auf dem Floor gewinnt er regelmäßig genug Partien, um Preisgeld zu sammeln.

Order of Merit 2026 seit Jahresbeginn

PositionSpielerPreisgeld (in Einheiten von 1000 £)
1 Luke Littler 260
2 Wessel Nijman 246
3 Ross Smith 166
4 Gerwyn Price 149
5 James Wade 146.5
6 Luke Humphries 144.5
7 Kevin Doets 137
8 Chris Dobey 133.75
9 Josh Rock 131.5
10 Luke Woodhouse 131.25
11 Danny Noppert 126.25
12 Jonny Clayton 117.5
13 Rob Cross 116.5
14 Andrew Gilding 111.25
15 Krzysztof Ratajski 101
16 Ryan Searle 99.75
17 Stephen Bunting 93.5
18 Jermaine Wattimena 88.5
19 Michael van Gerwen 88
20 Nathan Aspinall 86.25
21 Gian van Veen 82
22 Niels Zonneveld 76.5
23 Ryan Joyce 73.75
24 Daryl Gurney 72.5
25 Dave Chisnall 72
26 Joe Cullen 68.25
27 William O'Connor 67
28 Martin Schindler 67
29 Dirk van Duijvenbode 65.75
30 Damon Heta 65.75
31 Niko Springer 63.5
32 Kim Huybrechts 62.25
33 Cristo Reyes 59.75
34 Beau Greaves 57.5
35 Cameron Menzies 53
36 Michael Smith 53
37 Sebastian Bialecki 53
38 Gary Anderson 51
39 Madars Razma 50.75
40 Karel Sedlacek 50.75
41 Jeffrey de Graaf 49.25
42 Richard Veenstra 48.5
43 Keane Barry 47.25
44 Mensur Suljovic 46.75
45 Tom Bissell 46
46 Maik Kuivenhoven 44
47 Mike De Decker 43.75
48 Connor Scutt 43.75
49 Tom Sykes 41.75
50 Max Hopp 40.75
51 Gabriel Clemens 40
52 Alan Soutar 39
53 Callan Rydz 38.5
54 Rob Owen 38.5
55 Justin Hood 37.75
56 Ian White 37.5
57 Darryl Pilgrim 36.5
58 Mickey Mansell 36
59 James Hurrell 34.5
60 Charlie Manby 34
61 Joe Hunt 33.5
62 Jimmy van Schie 33.25
63 Lukas Wenig 32
64 Darius Labanauskas 31.75
65 Ritchie Edhouse 31.75
66 Christian Kist 30
67 Alexander Merkx 29
68 Shane McGuirk 28.5
69 Jim Long 28.25
70 Ricky Evans 28.25
71 Peter Wright 27.75
72 Thibault Tricole 25.5
73 Mervyn King 25
74 Ricardo Pietreczko 24.75
75 Adam Gawlas 24.5
76 Andy Boulton 23.75
77 Cam Crabtree 22.5
78 Brendan Dolan 22.5
79 Scott Waites 22.5
80 Jurjen van der Velde 22.25
81 Kai Gotthardt 22.25
82 Adam Lipscombe 22
83 Jeffrey Sparidaans 21.25
84 Thomas Lovely 21.25
85 Cor Dekker 21.25
86 Tommy Morris 21
87 Dimitri Van den Bergh 20.75
88 Owen Bates 20.25
89 Leon Weber 20.25
90 Martijn Dragt 20.25
91 Jeffrey De Zwaan 20
92 Ryan Meikle 19.75
93 Tyler Thorpe 19.5
94 Nick Kenny 19.5
95 Mario Vandenbogaerde 19.25
96 Martin Lukeman 19.25
97 Benjamin Pratnemer 18.75
98 Wesley Plaisier 18.75
99 Chris Landman 18.75
100 Niall Culleton 18.25
101 Scott Williams 18.25
102 Stephen Burton 18
103 David Sharp 17.75
104 Bradley Brooks 17.25
105 Jack Tweddell 17.25
106 Arno Merk 16.5
107 Derek Coulson 16.5
108 Sietse Lap 16.25
109 Tommy Lishman 16.25
110 Adam Leek 16
111 Marvin van Velzen 15.5
112 Dominik Gruellich 14.75
113 Stephen Rosney 14.5
114 Adam Paxton 14
115 Henry Coates 13.75
116 Raymond van Barneveld 13.75
117 Viktor Tingstrom 13.25
118 Greg Ritchie 13.25
119 Oskar Lukasiak 13
120 Rhys Griffin 12.25
121 Stefan Bellmont 11.5
122 Tavis Dudeney 11.5
123 Steve Lennon 11.25
124 Pascal Rupprecht 11
125 Harry Ward 9.75
126 Nathan Potter 9.75
127 Paul Krohne 9.5
128 Adam Warner 9
129 Carl Sneyd 8.5
130 Boris Krcmar 8.5
131 Yorick Hofkens 8.25
132 Marvin Kraft 8.25
133 Andy Baetens 8
134 Dennie Olde Kalter 7.75
135 Michael Unterbuchner 7.5
136 Samuel Price 7.5
137 Patrik Kovacs 7
138 Maximilian Czerwinski 6.25
139 Daniel Klose 6.25
140 Tytus Kanik 5.75
141 Marcel Hausotter 5.5
142 Lewis Pride 4.5
143 Johan Engstrom 4
144 Finn Behrens 4
145 Callum Goffin 4
146 Anton Ostlund 4
147 Daniel Ayres 3.75
148 Filip Bereza 3.75
149 Scott Campbell 3.75
150 Valters Melderis 3.5
151 Jack Aldridge 3.25
152 Stefaan Henderyck 3.25
153 Oliver Mitchell 3
154 Patrik Williams 3
155 Aden Kirk 2.5
156 Christopher Wickenden 2.5
157 Rusty-Jake Rodriguez 2.5
158 Graham Hall 2.5
159 Adrian Dudek 2
159 Gabriel Varaljay 2
159 Jan Sliacky 2
159 Juraj Holub 2
159 Peter Kelemen 2
164 Jason Riedtke 2
164 Nandor Major 2
164 Teemu Harju 2
167 Gyorgy Jehirszki 2
167 Liam Maendl-Lawrance 2
169 Aaron Hardy 2
169 Nick Zwittnigg 2
169 Zoran Lerchbacher 2
172 Michael Hurtz 2
172 Petr Krivka 2
172 Robin Masino 2
175 Jan Schmidt 2
175 Kevin Troppmann 2
177 Francois Schweyen 2
177 Jani Haavisto 2
177 Pascal Devroey 2
180 Dragutin Horvat 2
180 Florian Hempel 2
180 Florian Preis 2
180 Jonas Masalin 2
180 Wojciech Brulinski 2
185 Sam Spivey 2
186 Andreas Harrysson 2
186 Dawid Robak 2
186 Krzysztof Kciuk 2
186 Miroslaw Grudziecki 2
186 Piotr Maciejczak 2
191 Pero Ljubic 1.25
192 Danny Trueman 1.25
193 Ted Evetts 1.25
194 Matthias Ehlers 1.25
195 Jack Todd 1.25
195 Jamai van den Herik 1.25
195 Oliver King 1.25
195 Ron Meulenkamp 1.25
195 Samuel Whittaker 1.25
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