Peter Wright tief in der Krise: 70er-Average verschärft die Sorgen – „Er hat ein Vermögen verdient – er muss nicht mehr spielen“

PDC
durch Nic Gayer
Freitag, 27 Februar 2026 um 12:30
Peter Wright
Die sportliche Talfahrt von Peter Wright setzt sich fort. Bei Players Championship 6 kassierte der Schotte am Mittwoch in der zweiten Runde eine deutliche 0:6-Niederlage gegen Landsmann David Sharp. Mit einem Average von 70,77 spielte „Snakebite“ eines der schwächsten Matches seiner gesamten Profikarriere.
Es ist der nächste Rückschlag in einer bislang enttäuschenden Saison. Auf der Pro Tour scheiterte Wright bei den bisherigen Floor-Turnieren bereits viermal in der ersten Runde. Für die ersten beiden Events der European Tour konnte er sich nicht einmal qualifizieren.

Mason bringt Pause ins Spiel

Ex-Profi Chris Mason beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Für ihn stellt sich die Frage, ob ein vorübergehender Rückzug helfen könnte. „Peter Wright muss im Training noch immer ein gewisses Niveau erreichen, sonst würde man sich das nicht antun“, sagte Mason. „Er hat ein Vermögen verdient. Er muss nicht mehr spielen, das sei vorweg gesagt.“
Zählt zu den größten Sorgenkindern des PDC-Circuits: Peter „Snakebite“ Wright
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Mason zollt Wright Respekt für dessen Durchhaltewillen, zweifelt jedoch am aktuellen Ansatz. „Alle Achtung vor ihm, viele Spieler hätten längst gesagt: ‚Weißt du was, ich nehme mir etwas Zeit für mich.‘ Vielleicht ist das die Lösung. Einfach ein paar Wochen auf Kreuzfahrt gehen, alles loslassen und danach neu anfangen.“
Wright selbst denkt nicht ans Aufhören. Die aktuelle Nummer 33 der Welt kennt seine Probleme, glaubt aber, dass die geringere Aufmerksamkeit auch Vorteile mit sich bringt.
„Ich spiele das ganze Jahr schon schlecht“, erklärte Wright im Vorlauf der Darts WM 2026 gegenüber The Sun. „Alle Augen sind auf die zwei Lukes und auf Gezzy gerichtet, das ist in Ordnung. Ich bin überrascht, dass überhaupt jemand mit Wrighty sprechen will.“

Hoffnung unter dem Radar

Die veränderte Wahrnehmung sieht er als Chance. „Eigentlich gefällt mir das sogar. Weil ich nicht liefere, sehen die großen Namen mich nicht mehr wirklich als Gefahr. Vielleicht kann ich unter dem Radar bleiben und ein paar überraschen.“
Dennoch belasten ihn die Leistungen. „Ich fühle mich schlecht für meine Fans, so wie ich gespielt habe. Das ist vielen nicht immer bewusst. Im Training spiele ich fantastisch, aber auf der Bühne kommt es nicht raus.“
Ein grundlegendes Problem erkennt Wright bislang nicht. „Wenn ich im Training auch schlecht spielen würde, dann würde ich vielleicht denken: Lass es langsam ausklingen. Aber das ist nicht der Fall.“
Fest steht: Die Diskrepanz zwischen Trainingsform und Bühnenleistung bleibt das zentrale Rätsel. Und solange sich daran nichts ändert, werden die Sorgen um Peter Wright weiter wachsen.
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