Luke Littler steht nach einem hart erkämpften 6:4-Sieg über Karel Sedlacek im Viertelfinale der Poland Darts Masters 2025. In einem intensiven Duell mit hohen Scores und engem Verlauf zeigte sich der Weltmeister zufrieden – und beeindruckt vom Niveau seines Gegners. Heute Abend trifft er in Gliwice auf Nathan Aspinall.
„Er hat mich die ganze Zeit gepusht“
„Es war ein sehr, sehr hartes Spiel“, erklärte Littler nach dem Match. Beide Spieler warfen im Schnitt knapp unter 98 Punkte – ein Zeichen dafür, wie ausgeglichen das Duell war. „Das ist es, was wir Premier-League-Spieler wollen – das Beste aus unseren Gegnern herausholen.“
Vor allem Sedlacek sorgte für unerwartet starke Gegenwehr. „Ich habe ihm gesagt: ‚Gut gespielt, mach weiter so.‘ Ich habe so eine Leistung ehrlich gesagt nicht von ihm erwartet – aber er hat mich über das ganze Spiel hinweg gepusht.“
Stimmung in Gliwice: „Es war laut – aber ich fürchte, ich habe das Spiel gewonnen“
Obwohl das Stadion nicht ganz ausverkauft war, zeigte sich Littler positiv überrascht: „Mir wurde gesagt, dass trotzdem 5.000 Zuschauer da waren – das ist beeindruckend. Es war laut, besonders bei den 180ern und großen Checkouts.“ Im letzten Leg allerdings wurde er beim Checkout ausgepfiffen – eine Reaktion, die er mit Humor nahm: „Ich glaube, sie wollten ein Entscheidungsleg – aber ich fürchte, ich habe das Spiel gewonnen.“
Blick nach vorn: Aspinall & die Millionenfrage
Mit dem Duell gegen Nathan Aspinall wartet heute Abend der nächste Prüfstein. Doch auch das große Ganze hat Littler im Blick – besonders die Weltmeisterschaft zum Jahresende, bei der erstmals eine Million Pfund an den Sieger ausgeschüttet wird.
„Das ist absolut gewaltig. Ich selbst habe einen großen Teil dazu beigetragen“, so Littler mit Blick auf seinen Einfluss auf den Boom der PDC. „Aber diese Entwicklung war längst überfällig. Wer die Weltmeisterschaft gewinnt, wird automatisch die Nummer eins – und das ist genau richtig so.“
Luke Littler ist angekommen – nicht nur als Favorit, sondern auch als Stimme des Dartsports. Gegen Sedlacek musste er tief gehen, gegen Aspinall wird er erneut gefordert sein. Doch eines ist sicher: Die Jagd auf Titel, Trikots und nun auch Millionen hat gerade erst begonnen.
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