Rob Cross ist derzeit nicht der Spieler, der er einmal war – und laut dem ehemaligen Profi Vincent van der Voort hängt das unmittelbar mit seiner jüngsten Verurteilung wegen Steuerhinterziehung in England zusammen.
„So etwas setzt sich im Kopf fest und beeinflusst definitiv die Leistung“, erklärt van der Voort in der neuesten Folge des Podcasts Darts Draait Door.
Der 34-jährige Cross musste am vergangenen Wochenende bei den US Darts Masters eine bittere Niederlage einstecken: Er verlor mit 0:6 gegen den US-Amerikaner Danny Lauby. Van der Voort führt diese schwache Vorstellung auf die mentalen Auswirkungen der rechtlichen Turbulenzen zurück – Cross war schuldig gesprochen worden, Steuern in Höhe von über einer halben Million Euro hinterzogen zu haben.
„Man kann darüber Witze machen, und er wird sich sicherlich wieder fangen – aber so etwas macht einen kaputt“, so van der Voort. „Es ist auch verheerend für das eigene Image. Die Zeitungen sind voll davon, und man merkt, dass er im Moment nicht weiß, wie er damit umgehen soll.“
Van der Voort zeigt sich dennoch zuversichtlich, dass Cross wieder zu seiner Form zurückfindet:
„Geben Sie ihm ein paar Turniere Zeit. Es ist nur logisch, dass es aktuell nicht läuft. Das zieht sich schon eine Weile, aber jetzt, wo alles öffentlich geworden ist, kommt eine zusätzliche Belastung dazu. Man wird plötzlich mit Reaktionen überhäuft – und das schlägt durch.“
Unterdessen befindet sich Cross in der Weltrangliste im freien Fall. Zu Beginn der diesjährigen Premier League lag er noch auf Rang vier – mittlerweile ist er auf Platz zehn zurückgefallen. Für van der Voort ist das ein klares Spiegelbild der aktuellen Situation:
„Der Abwärtstrend hatte schon vorher begonnen, aber jetzt geht es plötzlich richtig schnell.“
Trotzdem bleibt van der Voort überzeugt von den Fähigkeiten des Weltmeisters von 2018:
„Er ist und bleibt ein großartiger Spieler, hat schon viele Titel gewonnen. Aber er wird aktuell nur selten zu den absoluten Top-Favoriten gezählt.“
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