Deta Hedman blickt mit großer Vorfreude auf ihren Start beim
Women's World Matchplay 2026. Die erfahrene Engländerin weiß, welche Bedeutung ein Triumph in Blackpool hätte, schließlich winkt der Siegerin ein Startplatz bei der PDC Darts WM im Alexandra Palace. Trotzdem will sich Hedman derzeit nicht mit möglichen Konsequenzen eines Titelgewinns beschäftigen.
Statt über eine mögliche Teilnahme an der PDC-WM oder die Verteidigung ihres WDF-Weltmeistertitels in Lakeside nachzudenken, richtet die Routinierin ihren Fokus ausschließlich auf das Turnier in Blackpool. Für sie steht zudem fest: Es gibt eine klare Favoritin auf den Titel.
Hedman sieht Beau Greaves als klare Favoritin
Die Siegerin des
Women's World Matchplay qualifiziert sich automatisch für die PDC-Weltmeisterschaft im Alexandra Palace. Für Hedman könnte dadurch eine besondere Situation entstehen, da sie gleichzeitig ihren Weltmeistertitel in Lakeside verteidigen könnte. Gedanken über eine mögliche Entscheidung zwischen beiden Weltmeisterschaften hat sie sich allerdings noch nicht gemacht.
Beau Greaves gilt beim Women's World Matchplay erneut als die große Favoritin. Deta Hedman ist überzeugt: Gegen die Engländerin müssen alle Konkurrentinnen über sich hinauswachsen.
„Nein, darüber habe ich überhaupt nicht nachgedacht“, sagte Hedman gegenüber Oche180. „Ich habe es schon früher gesagt und ich sage es wieder: Solange
Beau Greaves gemeinsam mit uns an diesem Turnier teilnimmt, spielen wir alle um Platz zwei.“
Die Engländerin weiß zwar aus eigener Erfahrung, dass im Darts an einem guten Tag vieles möglich ist, sieht das aktuelle Niveau von Greaves jedoch als außergewöhnlich an. „Versteh mich nicht falsch: An unserem Tag können wir jede Spielerin schlagen. Aber ich weiß auch, wo mein eigenes Niveau liegt. Ich kann gute Matches spielen, ich kann starke Legs produzieren, aber zwischendurch auch wirklich furchtbare Legs haben.“
Angesichts der aktuellen Form von Greaves bleibe dafür kaum Spielraum. „Bei der Form, in der Beau sich derzeit befindet, musst du wirklich über dich hinauswachsen.“
Ihre Bewunderung für die derzeitige Dominatorin im Frauendarts machte Hedman daher auch kein Geheimnis. Sie räumte sogar ein, erleichtert gewesen zu sein, als Greaves auf eine Teilnahme an der WDF-Weltmeisterschaft in Lakeside verzichtet hatte. „Ich war froh, als sie gesagt hat, dass sie nicht in Lakeside spielen würde. Ehrlich gesagt – und damit will ich nicht sagen, dass ich nicht gut genug bin oder so etwas –, glaube ich nicht, dass ich gewonnen hätte, wenn sie im Teilnehmerfeld gestanden hätte. Natürlich hätte ich alles versucht, aber sie ist einfach unglaublich gut. Wirklich unglaublich gut.“
Hedman denkt nur an die nächste Aufgabe
Beim Women's World Matchplay wird Hedman frühestens im Finale auf Greaves treffen können. Beide Spielerinnen befinden sich in unterschiedlichen Hälften des Turnierbaums. Deshalb richtet die Engländerin ihren Fokus ausschließlich auf ihre eigenen Aufgaben.
„Zum Glück ist sie beim Matchplay in der anderen Hälfte des Draws. Deshalb gehe ich das Turnier Match für Match an und versuche zu gewinnen und so weit wie möglich zu kommen.“
Vor allem aber möchte Hedman ihren Auftritt auf der traditionsreichen Bühne in Blackpool genießen. Selbst ein frühes Ausscheiden würde daran nichts ändern.
„Selbst wenn ich in der ersten Runde ausscheide, macht das nichts. Dann habe ich wenigstens beim Matchplay gespielt. Das kann ich dann von meiner Liste abhaken.“