Stephen Bunting enthüllt besondere Phobie: „Wenn ich einen sehe, mache ich einen Umweg“

PDC
Sonntag, 25 Januar 2026 um 6:00
Stephen Bunting (1)
Stephen Bunting startet in der kommenden Woche bei den Winmau World Masters mit einem klaren Ziel: erneut Geschichte schreiben. Der 40-jährige Engländer, aktuell die Nummer sieben der Welt, will den Titel zurückerobern, den er vor zwei Jahren bereits gewonnen hat. Seine Jagd nach Erfolg geht jedoch mit einem auffälligen persönlichen Detail einher: Bunting hat sein ganzes Leben lang Angst vor Schwänen.

Winmau World Masters – Wie Titelverteidiger Bunting jetzt nachlegt

Diese bemerkenswerte Phobie kam kürzlich durch einen scherzhaften Streich des Buchmachers Paddy Power ans Licht. In einer Sketch-Szene wurde Bunting von einem Fake-Interviewer — auf Anweisung der Sky-Sports-Moderatorin Emma Paton — nach einer angeblichen Angst vor Gänsen gefragt. Was als Spaß gedacht war, lag näher an der Wahrheit, als alle erwartet hatten.
„In dem Moment dachte ich wirklich: Was passiert hier?“, erzählt Bunting lachend. „Ich habe mich ernsthaft gefragt, woher sie von diesem einen Vorfall mit einem Schwan wussten. Diese Geschichte hatte ich eigentlich noch nie erzählt.“
Die Ursache seiner Angst liegt in seiner Kindheit. Bei einem Familienausflug zum Lake Windermere ging etwas schief. „Ich war sehr jung und aß ein Eis“, erklärt er. „Plötzlich kam ein Schwan auf mich zu und nahm mir das Eis einfach aus der Hand. Das Eis hat meine Eltern drei Pfund gekostet, aber für mich war es vor allem traumatisch. Seitdem habe ich Schwäne immer gehasst.“

Vorfall mit bleibenden Folgen

Laut Bunting hatte der Vorfall dauerhafte Folgen. „Ich esse wirklich nie wieder ein Eis in der Nähe von Wasser, wo Schwäne sein könnten. Ich versuche sie einfach immer zu meiden. Wenn ich einen sehe, mache ich lieber einen Umweg.“
Inzwischen kann er jedoch darüber lachen. „Ich liebe Liverpool, also finde ich den Liver Bird großartig“, witzelt er. „Aber der hat mir immerhin nie mein Eis gestohlen.“
Trotz seiner Angst vor allem, was Federn und einen langen Hals hat, fühlt sich Bunting mit Blick auf das Turnier in der Arena MK selbstbewusst. 2024 krönte er sich dort bereits zum Sieger der Winmau World Masters, ein Triumph, der im Nachhinein eine besondere Fortsetzung fand. „Meine Frau bekam genau neun Monate später ein Baby“, erzählt er mit breitem Grinsen. „Ich habe nie bestritten, dass nach diesem Titel ordentlich gefeiert wurde.“
Nun hofft „The Bullet“, erneut auf der Bühne zu glänzen. Seine Form ist in den letzten Jahren stabil, und als erfahrener Mann weiß er, was es braucht, um in den großen Momenten zuzuschlagen. Die World Masters sieht er daher als perfekte Gelegenheit, seinen Status zu untermauern.

Liverpool bleibt im Kopf

Neben Darts gibt es noch eine andere große Liebe in Buntings Leben: den Liverpool FC. Auch dazu hat er eine klare Meinung, versucht sich als Fan jedoch vor allem loyal zu geben. „Ich finde, man muss immer hinter seinem Verein stehen, egal was passiert“, sagt er. „Auch wenn ich die Frustrationen der Fans verstehen kann.“
Bunting verfolgte kürzlich ein Spiel von Liverpool aus dem Ausland. „Ich saß in einer Bar in Bahrain, als sie gegen Burnley spielten. In der ersten Halbzeit dominierten sie komplett. Und dann endet es mit einem Unentschieden… das ist einfach nicht die Art, wie Liverpool spielen sollte.“
Dem Dartspieler zufolge fehlt es derzeit an offensiver Überzeugung. „Wir scheinen mit einer 1:0-Führung zufrieden zu sein und lassen uns dann zurückfallen. Das passt nicht zum Klub. Da muss sich etwas ändern.“
Auch die Transferpolitik wirft bei Bunting Fragen auf. „Dass jemand wie Marc Guéhi für zwanzig Millionen zu Manchester City wechseln kann, ist nichts, was im vergangenen Jahr passiert wäre. Ich frage mich wirklich, was hinter den Kulissen vor sich geht und ob das Board Arne Slot ausreichend unterstützt.“
Gerüchte über mögliche neue Trainer verfolgt er mit Vorsicht. „Ich höre Namen wie Luis Enrique und Xabi Alonso, aber ehrlich gesagt: Was ich davon halte, macht ohnehin keinen Unterschied.“
Fürs Erste richtet Bunting seinen Fokus vollständig auf seinen Sport. Mit den Winmau World Masters vor der Tür will er vor allem zeigen, dass er noch immer zur absoluten Spitze gehört — mit oder ohne Schwäne in der Nähe. „Solange sie nicht in der Arena herumspazieren, ist alles gut“, schließt er lachend.
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