Trotz schwerer Krankheit: Britische Sportlegende überreicht nach dem Finale der Darts WM 2026 erneut die Trophäe

PDC
Freitag, 02 Januar 2026 um 14:45
Chris Hoy
Sir Chris Hoy wird am Samstagabend erneut eine prominente Rolle während des Finales der Darts WM 2026 im Alexandra Palace spielen. Der sechsfach olympische Bahnradchampion ist zum zweiten Jahr in Folge eingeladen, die prestigeträchtige Sid Waddell Trophy an den neuen Darts-Weltmeister zu überreichen. Seine Anwesenheit ist bei der Darts WM besonders bemerkenswert angesichts der schwierigen Phase, die Hoy derzeit medizinisch und körperlich durchmacht.
Der inzwischen 49-jährige Schotte gab im September 2023 bekannt, dass bei ihm Prostatakrebs im Stadium vier diagnostiziert worden sei. Ein Jahr später entschied er sich, seine Geschichte öffentlich zu teilen, um auf die Krankheit sowie die Bedeutung von Forschung und Unterstützung aufmerksam zu machen. Seitdem unterzieht sich Hoy einer Chemotherapie. Ärzte teilten ihm zuvor mit, dass seine Lebenserwartung zwischen zwei und vier Jahren liege, eine Botschaft, die weltweit innerhalb und außerhalb der Sportwelt tiefen Eindruck hinterließ.
Als ob das nicht genug wäre, musste Hoy Anfang Dezember den nächsten schweren Rückschlag hinnehmen. Bei einem Training auf seinem Mountainbike stürzte er nach einem Unfall, bei dem er aus dem Sattel geschleudert wurde, schwer. Der Crash führte zu einem schweren Beinbruch. Der ehemalige Spitzensportler ließ sich jedoch nicht entmutigen. Trotz Schmerzen und Reha bestätigte Hoy, dass er beim WM-Finale in London anwesend sein wird.

Im Zeichen des guten Zwecks

Sein Besuch steht auch in diesem Jahr im Zeichen des guten Zwecks. Hoy ist Botschafter der Paddy Power-Kampagne The Even Bigger 180, bei der für jede geworfene 180 während der Darts-WM 1.000 Pfund an Prostate Cancer UK gespendet werden. Vor Beginn der Viertelfinals am Neujahrstag stand der Zähler bereits bei 1.002 Maxima, was mehr als einer Million Pfund an Spenden entspricht. Durch die Viertelfinals kamen weitere 61 180er hinzu, die Halbfinals und das Finale werden sicherlich nochmal den 180er Zähler deutlich nach oben schrauben.
Hoy äußerte seine Bewunderung für die Aktion und ihre Wirkung. Seiner Ansicht nach machen die gesammelten Mittel einen spürbaren Unterschied im Kampf gegen Prostatakrebs und bieten Tausenden Männern und ihren Familien im Vereinigten Königreich Unterstützung. „Ich bin unglaublich froh, diese Kampagne erneut unterstützen zu dürfen und freue mich darauf, am Samstagabend beim Finale im Ally Pally dabei zu sein“, ließ er wissen.
Für Dartsfans ist Hoys Anwesenheit inzwischen ein vertrautes Bild. Im vergangenen Jahr überreichte er nicht nur die Sid Waddell Trophy, sondern auch den Ballon D’Art an Luke Littler, der damals die meisten 180er des Turniers geworfen hatte. Littler beeindruckte seinerzeit im Alter von 17 Jahren und wurde zum Publikumsliebling.

Harter Kampf um die meisten 180er

Auch in diesem Jahr spielt das Rennen um die meisten Maxima eine wichtige Rolle. Vor dem Start der Halbfinals führt Luke Littler mit 47 Mal 180, gefolgt von Gary Anderson mit 45. Mit jeder maximalen Aufnahme steigt nicht nur die Spannung im Turnier, sondern auch der Betrag, der an Prostate Cancer UK geht.
Sportlich steht ebenfalls viel auf dem Spiel. Der Sieger der Darts WM erhält in diesem Jahr satte eine Million Pfund, nachdem die PDC beschlossen hat, das Gesamtpreisgeld zu verdoppeln. Selbst die Viertelfinalisten sind mit einem Mindestbetrag von 100.000 Pfund abgesichert, was die finanziellen Dimensionen im modernen Darts unterstreicht.
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Dennoch wird es am Samstagabend für viele Fans nicht nur um Geld und sportliche Leistungen gehen. Die Anwesenheit von Sir Chris Hoy verleiht dem Finale eine zusätzliche emotionale Note. Sein Entschluss, trotz Krankheit und Verletzung bei dem größten Abend im Darts-Kalender präsent zu sein, findet breite Bewunderung.
Im Alexandra Palace wird er sinnbildlich für Durchhaltevermögen, Hoffnung und Solidarität stehen — Werte, die sowohl zur Dartszene als auch zur Botschaft der von ihm unterstützten Kampagne passen. Wenn er am Samstagabend die Sid Waddell Trophy überreicht, markiert das nicht nur das Ende der WM, sondern auch einen Moment des Respekts und der Anerkennung für eine Sportikone, die selbst unter schwierigsten Umständen weiter inspiriert.
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